Chronik: 18. Jahrhundert – 1718

1718: Händel: Acis und Galatea
Die Kurzoper (auch „Masque“) Acis und Galatea von Händel war zu seiner Zeit sein meistgepieltes Werk. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1706

1706: Georg Friedrich Händel bricht nach Italien auf

Georg Friedrich Händel, deutscher/britischer Komponist. Porträt des britischen Malers Thomas Hudson (1701-1779) aus dem Jahre 1741. Quelle: Wikimedia Commons / unbekannt

Georg Friedrich Händel, deutscher/britischer Komponist. Porträt des britischen Malers Thomas Hudson (1701-1779) aus dem Jahre 1741. Quelle: Wikimedia Commons / unbekannt

Georg Friedrich Händel, geboren 1685 in Halle, nahm in seiner Heimatstadt zunächst Orgelunterricht bei Friedrich Wilhelm Zachow, einem Komponisten und Organist an der Marienkirche. Händel zog 1703 nach Hamburg und fand an der dortigen Oper eine Anstellung als Geiger, dann als Cembalist. Schon früh begeisterte er sich für die Oper, komponierte sogar insgesamt vier Opern in der Hansestadt.

Aufgrund dieser Leidenschaft zog es ihn schon bald nach Italien, wo er in Florenz, Rom und Venedig viele berühmte Komponisten kennenlernte: Vivaldi, Alessandro und Domenico Scarlatti sowie Arcangelo Corelli – die allesamt großen Einfluss auf sein kompositorisches Schaffen nahmen.

Zwei Opern schrieb Händel in Italien und sorgte mit ihnen für einiges Aufsehen: „Rodrigo“ (Florenz) und „Agrippina“ (Venedig). 1710 nahm Händel ein Angebot des Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover an, Kapellmeister zu werden. Als erstes nahm er allerdings, vertraglich zugesichert, ein Jahr Auszeit, um nach London zu gehen – was nicht weiter verwunderlich war, da der Hannoversche Kurfürst auch Thronfolger Englands war. Für gut ein Jahr kehrte er dann nach Hannover zurück, ging anschließend wieder nach England, wo er bis zu seinem Tod 1759 blieb.

Chronik: 18. Jahrhundert – 1723

1723-1750: Johann Sebastian Bach in Leipzig

Denkmal in Leipzig: Johann Sebastian Bach, Rechte: Find-das-Bild.de/Michael Schnell

Denkmal in Leipzig: Johann Sebastian Bach, Rechte: Find-das-Bild.de/Michael Schnell

Johann Sebastian Bach war offensichtlich kein einfacher, bequemer Zeitgenosse – jedenfalls nicht, wenn es um die Musik ging. In Arnstadt, wo er als Organist an der Neuen Kirche tätig war (1703-1707) , machte er seinen Vorgesetzten Ärger und schied in Unfrieden; in Mühlhausen spielte er ab 1707 die Orgel in der Kirche St. Blasius (Divi-Blasii-Kirche), eckte jedoch wegen seiner weitreichenden Ideen zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes an; Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1708

1708-1717: Johann Sebastian Bach in Weimar
Bevor der 1685 in Eisenach geborene Johann Sebastian Bach für mehrere Jahre nach Weimar kam, hatte er bereits einige Stationen als Musiker hinter sich gebracht – und einige Wanderungen: Als Jugendlicher wanderte er wohl mehrfach ca. 50 Kilometer von Lüneburg nach Hamburg, um einen damals berühmten Organisten, Johann Adam Reincken, an der Orgel der Katharinenkirche zu hören, eine der fünf Hauptkirchen der Hansestadt. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1703

1703: Vivaldi wird Violinlehrer in Venedig
Antonio Vivaldi (1678-1741) war ein schneller Komponist, schrieb allein über 400 Konzerte, weshalb ihm schon von Zeitgenossen eine gewisse Beliebigkeit zugeschrieben wurde. Ob er allerdings eigentlich nur ein einzelnes Konzert komponierte, wie der Komponist Igor Strawinsky (1882-1971) behauptete, ist wohl recht übertrieben. Weiterlesen