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Chronik: 16. Jahrhundert – 1517

ab 1517: Thesenanschlag, Reformation und Konfessionalisierung
Die Reformation kann als eine durch Martin Luther ausgelöste Bewegung innerhalb der christlich-abendländischen Welt angesehen werden, die zur Aufspaltung der (alten) Kirche führte. Fortan gab es eine katholische, eine lutherische und eine reformierte Kirche.

zum Artikel „Thesenanschlag, Reformation und Konfessionalisierung“

1517: Trennung der Fransiskaner in zwei eigenständige Orden
Über viele Jahrzehnte hinweg gab es innerhalb des Franziskaner-Ordens Streitigkeiten über Art und Umfang des Armutsideals. Zwei „Richtungen“ oder Gruppen verfestigten sich: die Minderbrüder oder Konventualen, die das Armutsgebot weniger streng auslegten, und die Observanten, die ein Zurück zum alten Ideal der radikalen Armut anstrebten. Papst Leo X. erkannte in seiner Bulle „Ite et vos in vineam meam“ beide Gruppierungen als eigenständige Orden an. Die Observanten teilten sich später dann noch weiter auf, u.a. enstand daraus der Orden der Kapuziner (s. 1528: Papst Clemens VII. erkennt die Kapuziner als Orden an)

Hans von Gersdorff (ca. 1455 - 1529) "Feldbuch der Wundarzney“

Bild: Hans von Gersdorff (ca. 1455 – 1529) „Feldbuch der Wundarzney“, Uploader=Kuebi / Wikimedia Commons

1517: Hans von Gersdorff: Feldtbuch der Wundt Artzney
1517 wurde das Feldbuch des bekannten Wundarztes Gersdorff veröffentlicht. In diesem Buch (wie auch in verschiedenen anderen) zeigte sich das Bestreben, die chirurgischen Kenntnisse zu systematisieren. Die Illustrationen stammten wohl von Hans Wechtlin, so u.a. auch die vielleicht erste Abbildung einer Schädelöffnung. (Janzin/Güntner: Das Buch vom Buch, 3. Aufl., 2006, S. 163)