Tag Archiv für Friede von Prag

Chronik: 17. Jahrhundert – 1630

Gustav II. Adolf, wurde in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet. Quelle: Wikimedia Commons, erstmalig hochgeladen von Den fjättrade ankan.

Gustav II. Adolf, wurde in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet. Quelle: Wikimedia Commons, erstmalig hochgeladen von Den fjättrade ankan.

1630-1635: Dreißigjähriger Krieg: Schwedischer Krieg / Breitenfeld / Lützen / Friede von Prag
König Gustav II. Adolf von Schweden griff 1630 in den Krieg ein. Über seine Motive ist sich die historische Wissenschaft nicht ganz einig. Es war wohl eine Mischung aus religiösen, politischen und persönlichen Absichten: die Sorge um den Schutz der evangelischen Konfession, die Ostseepläne der Habsburger, die wirtschaftliche Nachteile für Schweden bedeutet hätten, die Bedrohung des schwedischen Status in Polen und Litauen.

Waren die evangelischen Fürsten zunächst noch gespalten, ob sie Gustav Adolf unterstützen sollten oder nicht, änderte sich die Einstellung der meisten nach der Eroberung des protestantischen Magdeburgs durch die katholische Liga und den ersten schwedischen Militärerfolgen.

Zu den bedeutsamsten Erfolgen der Schweden zählen die Schlacht von Breitenfeld (1631), die den Weg Gustav Adolfs nach Süddeutschland freimachte, der Einzug in München und die Schlacht von Lützen (1632), bei der der schwedische König sein Leben ließ. Auch sein Gegner, Wallenstein, der erneut vom Kaiser berufen wurde, starb – nachdem er gegen den Willen des Kaisers Verhandlungen führte. Offiziere brachten Wallenstein auf Geheiß des Kaisers um (1634).

Die wechselhafte Kriegsphase wurde 1635 mit dem Frieden von Prag beendet. Kaiser Ferdinand II. machte den Protestanten wichtige Zugeständnisse und einigte sich mit ihnen auf den Frieden: So ließ er beispielsweise das Restitutionsedikt von 1629 fallen.

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