Tag Archiv für Fruchtbringende Gesellschaft / Palmenorden

Chronik: 17. Jahrhundert – 1617

1617: Gründung der Fruchtbringenden Gesellschaft (lt. societas fructifera), auch Palmenorden genannt
Im August 1617 gründeten Familienmitglieder und Freunde beim Trauermahl zum Begräbnis von Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Weimar die Fruchtbringende Gesellschaft. Im Vordergrund stand die Reinhaltung der deutschen Sprache über alle Konfessionen und Stände hinweg, doch stellten auch Eintracht und Einigkeit in Kultur und Konfession wichtige Ziele dar.

1617: Oñate-Vertrag
Der Oñate-Vertrag wurde zwischen dem deutschen und dem spanischen Zweig der Habsburger geschlossen. Er beendete die Verhandlungen, die notwendig waren, um die Erbfolge zu klären. Philipp III. (spanische Linie) erhielt Besitzungen im Elsaß und Vorrechte in Italien, allerdings verzichtete er dafür auf Böhmen und Ungarn, die an Ferdinand (deutsche Linie) gingen – welche allerdings bei einem Ausbleiben der männlichen Nachfahren seitens Ferdinands an die spanischen Habsburger gehen sollten.

1617: Heinrich Schütz wird Hofkapellmeister in Dresden
Heinrich Schütz, 1585 bei in Köstritz geboren, wurde als 13-Jähriger von Landgraf Moritz von Hessen-Kassel an dessen Hof berufen, um im dortigen Chor mitzusingen. Der Landgraf bot ihm Jahre später (1609) zudem an, beim Organisten der Markuskirche, Giovanni Gabrieli, in Venedig zu studieren. 1612 kehrte Schütz nach Dresden zurück und wurde zunächst zweiter Hoforganist, 1617 dann Hofkapellmeister.

Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges gab es viele Schwierigkeiten mit der Dresdner Kapelle und Schütz bat mehrmals um seine Entlassung. Doch er behielt die Stellung bis zu seinem Tod 1672. Schütz trug viel dazu bei, dass musikalische Neuerungen aus Italien Richtung Norden gelangten.

Sein Kompositionsstil ist schwierig einzuordnen: Neben dem Gebrauch herkömmlicher, konservativer Mittel zeigte er sich auch modern und neuen Richtungen aufgeschlossen, die er kunstvoll in seine Kompositionen einbaute.

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