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Chronik: 18. Jahrhundert – 1791

1791: „Die Zauberflöte“ von Mozart
Die Etablierung eines deutschen National-Singspiels, das sich Kaiser Joseph II. wünschte, ging nicht in Erfüllung. Die italienische Oper blieb in Wien maßgebend. 1791 schließlich schuf Wolfgang Amadeus Mozart ein Werk, das er selbst eine „Teutsche Oper“ nannte (Reclam Buch der Musik, 2001, S. 165): eine Oper in deutscher Sprache für ein bürgerliches Publikum. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1764

1764 oder 1765: Die erste Sinfonie Wolfgang Amadeus Mozarts
Acht oder neun Jahre alt war Wolfgang Amadeus Mozart, als er seine erste von ca. 50 Sinfonien komponierte. In dieser Zeit war er bereits viel unterwegs, mit seiner Familie: mit dem Vater Leopold Mozart, der das eigene Komponieren schon bald aufgab, um sich mehr der musikalischen Ausbildung und Förderung seines Sohnes widmen zu können; mit der Mutter, Anna Maria Pertl; mit der Schwester Maria Anna (genannt Nannerl), die viereinhalb Jahre älter als er war. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1798

1798: „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn
Mit diesem Werk schuf Haydn ein Oratorium für den Konzertsall, nicht für die Kirche. Textlich bediente sich Haydn an John Miltons „Paradise lost“ aus dem Jahre 1667, natürlich auch an der Genesis sowie an den biblischen Psalmen. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1761

1761: Joseph Haydn am Fürstenhof Esterházy
1732 wurde Joseph Haydn in Niederösterreich geboren. Als Kind war er viele Jahre Sängerknabe in Wien (am Stephansdom) und erhielt Unterricht in Gesang, Klavier und Violine. In Wien traf er auf bekannte Musiker und Komponisten, bevor er 1759 Leiter der Privatkapelle des Grafen Karl Joseph Franz Morzin wurde.

Nach der Auflösung der Kapelle trat er 1761 die Stelle des 2. Leiters der Kapellmeisters am Fürstenhof Esterházy an, 1766 wurde er selbst der Kapellmeister. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1720

1720-1722: Pestepidemie in Marseille und der Provence
Es war die letzte große Pestepidemie im westlichen Europa. Sie wurde wohl über ein Handelsschiff nach Marseille getragen. Nach und nach breitete sie sich im Juli 1720 in der Stadt aus und raffte bald 300, bald 1.000 Menschen pro Tag hinweg. Auch die Dörfer rund um Marseille wurden nun in Mitleidenschaft gezogen. Im Herbst endete die Ausbreitung der Pest, im Frühjahr 1721 flammte sie wieder auf und tötete in der Provence viele Menschen. Die Sterblichkeit in der Stadt Marseille betrug ca. 40 Prozent der Bevölkerung, in einigen Dörfern der Umgebung gar 50 Prozent. (Vasold: Die Pest, 2003, S. 147ff.) Nach dem Ende der Pest in Frankreich trat sie noch 1743 in Messina (Sizilien) und 1770 in Moskau auf.

1720/30 bis ca. 1780: Musik zwischen Barock und Klassik
In den 1720er Jahren des 18. Jahrhunderts sind in der Musik Strömungen zu beobachten, die eine deutliche Abkehr von der barocken Komposition und Musiklehre aufzeigen. Die Musik wird weniger streng, eher verspielt ungezwungen und tänzerisch, zeigt sich zunächst verstärkt in Dur und mit einfacheren Melodien und lässt langsam, aber sicher den Generalbass hinter sich. „Galant“ und „empfindsam“ werden die neuen Stilrichtungen genannt.

Insgesamt zeigt sich diese Phase als ein interessantes Neben- und Ineinander von Altem und Neuem. Hierfür stehen beispielhaft die Sinfonien und Konzerte der Mannheimer Schule (siehe: 1743-1778: Die Mannheimer Schule), die nicht mehr „nur“ einfach und verspielt, sondern zunehmend vielschichtiger daherkommen, oder große Musiker wie die Söhne Johann Sebastian Bachs (Carl Philippp Emanuel und Johann Christian), Christoph Willibald Gluck und Georg Christoph Wagenseil.

Oft wird die Frühphase dieser Zeit als Spätbarock, die folgenden Jahrzehnte als Vor- und/oder Frühklassik klassifiziert. Jeder Begriff hat seine Vor- und Nachteile. Doch ist diese Phase in den letzten Jahrzehnten verstärkt in den Blickpunkt der Musikwissenschaft geraten, da sie mehr bietet als „nur“ eine Hinführung zu den „Klassikern“ Haydn, Mozart und Beethoven. Interessant ist auch die Bewertung dieser Zeit in von Arnold Feil in der Metzler Musik Chronik: „Man muss es sich immer wieder neu klarmachen, daß das Werk J. S. Bachs und das von Mozart in ein und demselben Jahrhundert entstehen , und daß sie dennoch duch eine Welt getrennt sind, der beide Komponisten nicht angehören, die nicht einmal zwischen ihnen vermittelt.“ Der Autor sieht vielmehr Gemeinsamkeiten dieser Zeit mit der Romantik – und benennt diesen Abschnitt daher „Frühromantik“. (Metzler Musik Chronik, 2. Aufl., 2005, S. 393 ff.).

Chronik: 18. Jahrhundert – 1759

1759: Gründung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

1759: Erste Sinfonie von Joseph Haydn
1759 komponierte Joseph Haydn (1732-1809) seine erste Sinfonie – ein Werk, das lange einem anderen Komponisten, Anton Filtz, zugeschrieben wurde. Es folgten über 100 weitere Sinfonien. Haydn wird auch der Vater der klassischen Sinfonie genannt.