Tag Archiv für Landrecht

Chronik: 18. Jahrhundert – 1794

1794: Allgemeines Landrecht für die preußischen Staaten
Das Allgemeine Landrecht wird allgemein als ein wichtiger Schritt in den Verfassungsstaat angesehen. Friedrich II. (der Große, 1712-1786) gab es bereits 1745 in Auftrag, gegen Ende seines Lebens wurde es v.a. von den Rechtsgelehrten Carl Gottlieb Svarez und Ernst Ferdinand Klein vorangetrieben, bis es schließlich 1794 abgeschlossen werden konnte. Gemäß dem aufklärerischen Gedanken, dass Gesetze und nicht Menschen über Mensachen herrschen sollten, sollte das Landrecht Sicherheit in der Rechtsprechung bieten. In manchen Teilen wirkt es sehr modern (z.B. Verbesserung der Rechtslage für ledige Mütter und uneheliche Kinder), anbdererseits hielt es an den ständischen Privilegien fest.

1794: Aufstand der Weber in Augsburg
Bereits seit über 10 Jahren schwelte der Streit zwischen den in Augsburg ansässigen Weber und der städtischen Obrigkeit. Die Webert fühlten sich durch Konkurrenz aus dem Reich und aus anderen Ländern in ihrer Existenz bedroht und forderten einen Einfuhrstopp. 1794 stürmten schließlich Webermeister mehrmals das Rathaus. Mehrere Kompromisse scheiterten. Der Stadtrat schlug schließlich militärisch den Aufstand nieder.

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