Beiträge

Chronik: 18. Jahrhundert – 1764

1764 oder 1765: Die erste Sinfonie Wolfgang Amadeus Mozarts
Acht oder neun Jahre alt war Wolfgang Amadeus Mozart, als er seine erste von ca. 50 Sinfonien komponierte. In dieser Zeit war er bereits viel unterwegs, mit seiner Familie: mit dem Vater Leopold Mozart, der das eigene Komponieren schon bald aufgab, um sich mehr der musikalischen Ausbildung und Förderung seines Sohnes widmen zu können; mit der Mutter, Anna Maria Pertl; mit der Schwester Maria Anna (genannt Nannerl), die viereinhalb Jahre älter als er war. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1743

1743: Pest in Messina (Sizilien)
Bei dem Ausbruch der Pest im Juni 1743 in Messina sollen allein in der Stadt ca. 30.000 Menschen an der Seuche gestorben sein.

1743-1778: Die Mannheimer Schule
Das Orchester und seine Musik muss für seine Zeit außergewöhnlich gewesen sein. Und es prägte eine neue Art der Sinfonie entscheidend: die klassische Sinfonie.

Alles begann wohl 1741 oder 1742 mit dem Eintritt des Violonisten Johann Stamitz‘ in das Mannheimer Hoforchester. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1759

1759: Gründung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

1759: Erste Sinfonie von Joseph Haydn
1759 komponierte Joseph Haydn (1732-1809) seine erste Sinfonie – ein Werk, das lange einem anderen Komponisten, Anton Filtz, zugeschrieben wurde. Es folgten über 100 weitere Sinfonien. Haydn wird auch der Vater der klassischen Sinfonie genannt.

Chronik: 18. Jahrhundert – 1778

1778: Mozart komponiert seine „Pariser Sinfonie“
Wolfgang Amadeus Mozart fand trotz der väterlichen Anstrengungen Leopold Mozarts keine in ihren Augen adäquate Anstellung in Mitteleuropa, so dass er zunächst in Salzburg blieb. 1777 brach er dann mit seiner Mutter nach Paris auf, um dort „sein Glück“ zu suchen. Der Aufenthalt dort begann wenig verheißungsvoll, aber dann erhielt der 22-Jährige den Auftrag, für eine bedeutende Konzertreihe (Concert spirituel) eine Sinfonie zu komponieren. Er passte seinen Kompositionsstil an das Pariser Orchester und den Pariser Musikgeschmack an – und begeisterte das Publikum.

1778-1779: Bayerischer Erbfolgekrieg und Frieden von Teschen
Ausgangspunkt des Krieges, der kaum nennenswerte Gefechte mit sich brachte, stand der Tod des bayerischen Kurfürsten Maximilian III. Joseph aus dem Geschlecht der Wittelsbacher. Da er ohne Erben starb, wurde Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz sein rechtmäßiger Nachfolger und vereinigte die Fürstentümer („Pfalz-Bayern“).

Der habsburgische Kaiser Joseph II. bot Karl Theodor daraufhin die österreichischen Niederlande und einige Zahlungen im Tausch gegen Niederbayern und die Oberpfalz an. Karl Theodor war diesem Tausch nicht abgeneigt – im Gegensatz zu den Preußen, die ein starkes Übergewicht der Habsburger im Süden des Reiches nicht akzeptieren wollten. Sie marschierten in Böhmen ein.

Bevor es zu Gefechten kommt, wird der Frieden von Teschen geschlossen. Karl Theodor behielt Bayern bis auf das Innviertel (das nordwestliche Viertel Österreichs), das an Österreich ging. Die Fürstentümer Ansbach und Bayreuth gingen an die Preußen.

Friedrich der Große und der Feldscher (um 1793-95) von Bernhard Rode. „In dem Feldzuge 1778 ließ sich der König einmal eine Ader schlagen. An demselben Tage fiel nachmittags eine Kanonade mit dem Feinde vor, welche so stark ward, dass der König nötig fand, selbst hinzureiten. Bei der Bewegung sprang ihm die Ader auf. Der König stieg vom Pferde und ließ sich von einem Kompagniefeldscher, welcher sich von ungefähr daselbst fand, die Ader sich wieder zubinden. Es schlug eine Kanonenkugel neben ihm nieder; der Feldscher erschrak und zitterte; der König sagte lächelnd zu den Umstehenden: Der muss noch nicht viel Kanonenkugeln gesehen haben.“ (Katalog der Akademieausstellung von 1795, No. 10) / Wikimedia Commons

Friedrich der Große und der Feldscher (um 1793-95) von Bernhard Rode. „In dem Feldzuge 1778 ließ sich der König einmal eine Ader schlagen. An demselben Tage fiel nachmittags eine Kanonade mit dem Feinde vor, welche so stark ward, dass der König nötig fand, selbst hinzureiten. Bei der Bewegung sprang ihm die Ader auf. Der König stieg vom Pferde und ließ sich von einem Kompagniefeldscher, welcher sich von ungefähr daselbst fand, die Ader sich wieder zubinden. Es schlug eine Kanonenkugel neben ihm nieder; der Feldscher erschrak und zitterte; der König sagte lächelnd zu den Umstehenden: Der muss noch nicht viel Kanonenkugeln gesehen haben.“ (Katalog der Akademieausstellung von 1795, No. 10) / Wikimedia Commons

Chronik: 18. Jahrhundert – 1786

1786: Uraufführung der Oper „Le nozze di Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart in Wien
Mozarts „Hochzeit des Figaro“ hatte als Grundlage das Libretto von Lorenzo da Ponte, einem italienischen Dichter, der auch für „Don Giovanni“ und „Cosi fan tutte“ tätig wurde. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1792

1792: Pockenschutzimpfung

1792: Zweite Teilung Polens (s. 1772)

1792-1795: Haydns Londoner Sinfonien werden erstmalig aufgeführt
Nach dem Tod seines Arbeitgebers Fürst Nikolaus I. Esterházy de Galántha ging Joseph Haydn zweimal nach London, von 1791 bis 1792 und von 1794 bis 1795. Er wurde hier begeistert empfangen und präsentierte 12 Sinfonien, die einen krönenden Abschluss seiner musikalischen Laufbahn darstellen sollten. Wenn man von der Wiener Klassik spricht, dann sind die Londoner Sinfonien sicherlich Paradebeispiele für diese Zeit.

1792-1806: Kaiserjahre von Franz II. Joseph Karl (Lebensdaten: 1768-1835) im Heiligen Römischen Reich, von 1804 bis 1835 Kaiser von Österreich