Tag Archiv für Worms

Chronik: 16. Jahrhundert – 1557

1557: Wormser Kolloquium
König Ferdinand I. hatte dieses Kolloquium eigentlich dazu nutzen wollen, eine Verständigung der katholischen mit der protestantischen Seite herbeizuführen. Allerdings brachen hier die schon länger schwelenden Streitigkeiten unter den Lutheranern (zwischen Philippisten und Gnosiolutheranern) noch einmal offen aus. Das Kolloquium musste als gescheitert angesehen werden.

1557: Edikt von Compiègne
Das Edikt sah die Todesstrafe für Personen vor, die sich zur reformierten Lehre bekannten.

Chronik: 16. Jahrhundert – 1541

1541: Wormser Buch
Beim Wormser Religionsgespräch, das wie das Gespräch in Hagenau 1540 zur Verständigung zwischen der katholischen Seite und den Protestanten dienen sollte, gab es inoffizielle Gespräche zwischen dem Reformator Martin Bucer, dem katholischen Theologen Johannes Gropper und dem ersten Staatsrat des Kaisers, Nicolas Perrenot de Granvelle. Sie einigten sich auf eine Reihe von Artikeln zu etlichen Streitthemen, die im “Wormser Buch” festgehalten wurden. Dieses Buch sollte die Grundlage des folgenden Religionsgesprächs in Regensburg bilden.

1541: Die Gustav Vasas Bibel erscheint
1541 wird eine unter Mitarbeit des Reformators Olaus Petri entstandene schwedische Übersetzung der gesamten Bibel herausgegeben: die Gustav Vasas Bibel. Olaus Petri geriet allerdings bereits ein Jahr zuvor in Konflikt mit dem schwedischen König Gustav I., der soweit ging, dass der Reformator zum Tode verurteilt wurde. Das Urteil wurde allerdings wieder aufgehoben. Die Bibel hatte “eine ähnliche Bedeutung für Sprache und Literatur Schwedens” wie Luthers Übersetzung in Deutschland (Klueting: Das Konfessionelle Zeitalter, 2007, S. 252).

1541/42: Genfer Kirchenordnung und Genfer Katechismus
Nachdem Calvin 1538 Genf verlassen hatte (s. 1537: Jean Calvin veröffentlicht seine ‘Articles concernant l´organisation de l´Eglise’”), ging er nach Straßburg, wo er bis 1541 einige seiner Vorstellungen verwirklichen konnte. Dann wurde er vom Rat der Stadt Genf zurück gebeten. Hier übernahm er viele Ideen, die er in Straßburg umsetzen durfte und formulierte sie in der Genfer Kirchenordnung. Ein Jahr später erschien seine zweite Ausgabe des Katechismus’.

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