Tag Archiv für Zweite Zürcher Disputation

Chronik: 16. Jahrhundert – 1523

1523: Zürcher Disputation
(s. 1522: Durchbruch der Reformation in Zürich unter Huldrych Zwingli (1484-1531): Erste Zürcher Disputation)

1523: Sickingfehde (auch Ritter- oder Pfaffenkrieg genannt)
(s. 1522/23: Aufstand der Reichsritter in Deutschland [Sickingfehde, auch Ritter- oder Pfaffenkrieg genannt])

1523: Erste vollständig deutsche Liturgie durch Thomas Müntzer
Nach seinem Aufenthalt in Prag fand Müntzer in Allstedt (südlich von Eisleben, im Südwesten des heutigen Sachsen-Anhalts) eine neue Anstellung als Pfarrer und schuf dort die erste Liturgie in komplett deutscher Sprache. Zudem suchte er sich mit Luther zu versöhnen, der jedoch nicht auf einen Brief Müntzers reagierte. Kurz darauf kam es zum endgültigen Bruch zwischen beiden Reformatoren.

1523: Zweite Zürcher Disputation
In der zweiten Disputation wandte sich Zwinglich noch einmal gegen die praktisch noch nicht abgeschaffte Transsubstantiationslehre (s. 1522/23) sowie gegen jede Art der Verehrung von Bildnissen und Heiligen. Doch auch nun beließ es der Stadtrat zunächst bei den alten Gegebenheiten. Erst 1524 wurden die Bilder und Reliquien abgeschafft, erst 1525 die neue Form der Messe eingeführt. Auch die Klöster wurden zwischenzeitlich aufgehoben.

1523: Louis de Berquin wird verhaftet
Über die Schriften Luthers kam auch Frankreich in Berührung mit der Reformation. (Iserloh: Geschichte und Theologie der Reformation, 1980, S. 149) Louis de Berquin, ein französischer Humanist, hat eine Schrift von Luther in die französische Sprache übersetzt und wurde dafür der Ketzerei angeklagt, aber zunächst wieder freigelassen. In der Folgezeit gab es weitere Anklagen und schließlich wurde er 1529 in Paris wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

1523–1534: Papst Clemens VII. (Lebensdaten: 1478-1534)

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