<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Adel Archive - WebHistoriker</title>
	<atom:link href="https://webhistoriker.de/tag/adel/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://webhistoriker.de/tag/adel/</link>
	<description>Ein Portal zur Geschichte der Frühen Neuzeit</description>
	<lastBuildDate>Tue, 06 Jan 2026 16:44:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Zur Vorgeschichte der Renaissance</title>
		<link>https://webhistoriker.de/vorgeschichte-der-renaissance/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Schnell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Feb 2022 18:58:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Keine Anzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Adel]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Gotik]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Scholastik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://webhistoriker.de/?p=6845</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gotik, Rittertum und Scholastik waren nach Peter Burke prägende Konstanten für große Teile Europas im 12. und 13 Jahrhundert. Ihr Zentrum oder Ausgangspunkt war Frankreich. Ein paar kurze Beschreibungen mögen sie charakterisieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/vorgeschichte-der-renaissance/">Zur Vorgeschichte der Renaissance</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div  class='flex_column av-42ps65-746cd3458c62747a0f1e964add4652c2 av_one_full  avia-builder-el-0  el_before_av_hr  avia-builder-el-first  first flex_column_div  '     ><section  class='av_textblock_section av-2dkzrx-80675a29bd03c1e33734f8505e32ec13 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><h5>Geschichte der Renaissance</h5>
<h1>Die Vorgeschichte der Renaissance</h1>
<p><strong>Gotik, Rittertum und Scholastik waren nach Peter Burke (Burke: Die europäische Renaissance, 1988, S. 36) prägende Konstanten für große Teile Europas im 12. und 13 Jahrhundert. Ihr Zentrum oder Ausgangspunkt war Frankreich. Ein paar kurze Beschreibungen mögen sie charakterisieren.</strong></p>
<h3>Die gotische Architektur und Kunst</h3>
<p>Der Schwere der romanischen Bauten mit ihren mächtigen Mauern und Gewölben, ihren Rundbögen und ihrem quadratischen System folgte die Schwerelosigkeit und Reinheit der Gotik: Mauern, die „zugleich Nichtmauern“ sind – eine paradoxe „Metaphysik aus Glas und Stein“, wie sie auch im Menschen mit seinem Bestreben nach Vollkommenheit und seiner Abhängigkeit zur Erbsünde vorhanden ist. (Roeck: Der Morgen der Welt, 2017, S. 215)</p>
<div id="attachment_6856" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/renaiss-gotik-saint_denis_1844_45.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6856" class="size-full wp-image-6856" src="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/renaiss-gotik-saint_denis_1844_45.jpg" alt="La basilique Saint-Denis en 1844-1845. Quelle: Wikimedia commons." width="300" height="455" srcset="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/renaiss-gotik-saint_denis_1844_45.jpg 300w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/renaiss-gotik-saint_denis_1844_45-198x300.jpg 198w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-6856" class="wp-caption-text">La basilique Saint-Denis en 1844-1845. Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Saint-Denis#/media/Datei:Saint_Denis_Félix_Benoist_1844_1845.jpg">Wikimedia commons</a>.</p></div>
<p>Wenn von dem Beginn der Gotik die Rede ist, kommt oft Saint Denis, die Abteikirche bei Paris, ins Spiel. Normannische Rippengewölbe wurden hier mit den Spitzbögen, die aus Burgund bekannt waren, vereint. Durch die spezielle Bautechnik konnten nun große Fenster eingesetzt werden – wenngleich dies nicht dazu führte, dass es in der Kirche tagsüber auch taghell war. Die bunten Fenster ließen nicht viel Licht hinein. Freilich besaßen die Kirchen dieser Zeit weiterhin viele romanische Elemente. (Baumgart: Stilgeschichte der Architektur, 1977, S. 90f.) Neu war auch die Fensterrose, ein kreisförmiges Fenster mit farbigen Glasmalereien (siehe das Bild rechts).</p>
<p>Berühmte Kirchen der Gotik sind, neben Saint Denis, auch die Kathedralen Notre Dame in Paris und Saint-Pierre in Poitiers, aber auch der Paderborner Dom (der &#8222;Hohe Dom St. Maria, St. Liborius, St. Kilian&#8220;), wie die Kathedrale in Poitiers eine Hallenkirche. (Eine Hallenkirche ist in dem Langhaus und den seitlichen Kirchenschiffen gleich hoch.)</p>
<p>Am Beginn der klassischen Hochgotik – manche sagen, dass hier die Gotik eigentlich erst begonnen hat – steht dann die Kathedrale Notre-Dame von Chartres (geweiht 1260), die Kathedralen Notre Dame von Reims und Amiens folgten.</p>
<p>Die Kathedrale in Chartres ist nie zerstört worden. Daher können dort die ältesten und sehr gut erhaltenen Glasfenster bewundert werden. Dass solche Fensterflächen überhaupt schon im 12./13. Jahrhundert möglich waren, lag an der speziellen Baukunst, die massive Mauern nicht mehr notwendig machten, damit die Kirche „stehen konnte“.</p>
<p>Auch in (heute) deutschen Landen finden sich Nachfolger solcher Bauten (der Kölner Dom, St. Marien in Lübeck), in England, Spanien und Italien. Auch nicht-religiöse Bauten nahmen gotische Elemente auf.</p>
<h3>Der Adel, die Ministerialen und das Rittertum</h3>
<div id="attachment_8368" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/Mainzer-Hoffes-12Jht.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8368" class="size-full wp-image-8368" src="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/Mainzer-Hoffes-12Jht.jpg" alt="Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Kreis Adliger auf dem Mainzer Hoftag von 1184. (Wikimedia commons, public domain)." width="300" height="276" /></a><p id="caption-attachment-8368" class="wp-caption-text">Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Kreis Adliger auf dem Mainzer Hoftag von 1184. (Wikimedia commons, public domain).</p></div>
<p>Einen Adel gab es schon lange, also Gruppen, die gesellschaftlich privilegierte Stellungen innehatten und oftmals über Ländereien und Menschen herrschten.</p>
<p>Ab dem 11. Jahrhundert waren jedoch große Veränderungen zu verzeichnen: Der Adel nannte sich fortan nach seinem Stammsitz oder seiner Burg: die Habsburger, die Schaumburger oder die Adeligen von Staufen oder von Zollern. Der Besitz, hierzu gehörte oft auch ein Hauskloster, blieb über Generationen in Familienhand.</p>
<p>Die Adelsfamilien waren sehr heterogen: Es gab kleine Familien (den Ortsadel) und „mächtige Fürstenfamilien“ (Boockmann: Einführung in die Geschichte des Mittelalters, 1988, S. 36). Nur wenige gehörten zu den „Großen“, den mächtigen Fürsten und Grafen; die meisten gehörten dem Territorialadel an. (Boockmann: Einführung in die Geschichte des Mittelalters, 1988, S. 37f.) Sie sind erst im hohen Mittelalter aus der Unfreiheit aufgestiegen.</p>
<p>Viele von ihnen gingen aus den so genannten Ministerialen hervor. Die Ministerialen waren zunächst freie Dienstleute, die aber von ihrem Grundherrn eine privilegierte Stellung zugewiesen bekamen. Sie verwalteten den Hof, bewachten die Güter – und sie erhielten dafür oft auch Lehen. Ein Lehen konnte zum Beispiel ein Stück Land sein (mit Gebäuden). Wurde dieses Lehen erblich – und das kam vermehrt vor –, konnte statt von einem geliehenen Land fast schon von Besitz die Rede sein. Sozial aufgestiegen in den niederen Adel erlangten die Ministerialen dann auch Macht. Sie wurden faktisch Freie.</p>
<p>„Einen zentralen Faktor des Aufstiegs bildete die adelige Lebensweise, und hier entwickelte sich die spezifische Form der ritterlichen militärischen Betätigung zu dem Charakteristikum schlechthin.“ (Fuhrmann: Deutschland im Mittelalter, 2017, S. 146.) Das Rittertum mit seinen aus dem Frankenreich stammendem Ideal ritterlichen Verhaltens – mit all seinen Werten, Verhaltensweisen und Symbolen – zeigte sich auch in der höfischen Literatur des Hochmittelalters.</p>
<h3>Die Scholastik</h3>
<p>„Im 11. Jahrhundert, verstärkt seit der Jahrhundertmitte, setzte eine Umwandlung der gesamten westlichen Zivilisation ein.“ (Flasch: Das philosophische Denken im Mittelalter, 1988, S. 180) Es gab einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung in Westeuropa, bedingt durch eine „mittelalterliche Warmzeit&#8220; (Roeck: Der Morgen der Welt, 2017, S. 198), die einen wirtschaftlichen Aufschwung, ein Bevölkerungszuwachs und zahlreiche Neuerungen nach sich zog, zum Beispiel die Dreifelderwirtschaft und verschiedene neue Ackerbaugeräte. In den Städten entstanden neue soziale und wirtschaftliche Gefüge mit Markt, Geldwirtschaft, Gericht, mit Zünften, Räten, Gilden und Bruderschaften. Aber sichtbar wurde auch eine zunehmende Aggressivität des Westens gegen den Islam und gegen die Juden in dieser Zeit – der Beginn der Kreuzzüge Ende des 11. Jahrhunderts zeigt dies deutlich.</p>
<p>Und ja, es gab auch einen „Wiederanfang des philosophischen Lebens“ (Flasch: Das philosophische Denken im Mittelalter, 1988, S. 180). An den Schulen wurden traditionell noch die „septem artes liberales“, also die sieben freien Künste gelehrt: Grammatik, Rhetorik, Dialektik (Logik) – das ist das Trivium – sowie Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie &#8211; das Quadrivium. In den städtischen Schulen wuchs jedoch das Bedürfnis nachzufragen, zu erörtern, abzuwägen.</p>
<div id="attachment_6859" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/renaiss-decretum-gratiani-13jh.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6859" class="size-full wp-image-6859" src="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/renaiss-decretum-gratiani-13jh.jpg" alt="Bild aus einer Manuskriptkopie des Originalbuches Concordia Discordatium Canonum aus dem 13. Jahrhundert. Quelle: Wikimedia Commons." width="300" height="461" srcset="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/renaiss-decretum-gratiani-13jh.jpg 300w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2022/02/renaiss-decretum-gratiani-13jh-195x300.jpg 195w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-6859" class="wp-caption-text">Bild aus einer Manuskriptkopie des Originalbuches Concordia Discordatium Canonum aus dem 13. Jahrhundert. Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Decretum_Gratiani#/media/Datei:Treegratian.jpg">Wikimedia Commons</a>.</p></div>
<p>Die ersten Universitäten entstanden in Bologna (Ende 12. Jahrhundert) und in Paris (um 1200). Bologna wurde zum „Ursprungsort der modernen Rechtswissenschaft“, denn hier zeigten sich ausgeprägte Grundwerte moderner „Wissenschaft“ – zum Beispiel in der um 1140 das kanonische Recht systematisierenden Schrift „Dectetum Gratiani“. Apropos Systematisieren: „Die Zeit begehrte Summen, wollte die Fülle des Wissens aufbereitet haben“, das Wissen sollte geordnet werden durch eine Art enzyklopädischer Werke: „(…) von Steinen und Kräutern bis zu Dämonen und Mathematik, Anatomie, Astrologie, Staatsverwaltung und Weltgeschichte.“ (Roeck: Der Morgen der Welt, 2017, S. 310)</p>
<p>Nach Paris und Bologna entstanden weitere Universitäten und wissenschaftliche Zentren, zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>in England die Universitäten Oxford und Cambridge,</li>
<li>in Italien Padua und Neapel,</li>
<li>in Spanien Palencia und Salamanca,</li>
<li>in Deutschland (bzw. im Heiligen Römischen Reich) im 14. Jahrhundert in Prag, Wien, Heidelberg und Köln.</li>
</ul>
<p>In und aus diesem Umfeld heraus entstand die Scholastik.</p>
<p>Die Scholastik ist ein theologisch-philosophisches „Denkgebäude“, wie es an den Kloster- und Domschulen, später an den Universitäten gelehrt wurde. Von den Sieben Freien Künsten sollte vor allem die Dialektik dazu beitragen, eine der Hauptaufgaben der Scholastik zu bewältigen: „(…) die Dogmen der römisch-katholischen Kirche in ein System zu bringen und mit den Mitteln der Vernunft zu begründen und weiter auszubilden.“ (Vorländer und Metzke: Geschichte der Philosophie. Erster Band, Hamburg 1949, S. 308)</p>
<p>Wichtige Namen der Anfangszeit sind sicherlich Anselm von Canterbury (um 1033-1109) und Petrus Abaelard (1079-1142). Vernunft, Logik, Dialektik sollten auch die Theologie bestimmen, Glauben und Vernunft zu demselben Ziel führen: der Wahrheit. (Roeck: Der Morgen der Welt, 2017, S. 310) Anselm, oftmals als der „Vater der Scholastik“ bezeichnet, versuchte dies zum Beispiel mit dem Gottesbeweis.<br />
Petrus Abaelard, eine „Schlüsselfigur des 12. Jahrhunderts“ (Flasch: Das philosophische Denken im Mittelalter, 1988, S. 211), die „für einen ersten Gipfel der Scholastik“ (Roeck: Der Morgen der Welt, 2017, S. 290) steht, setzte die Grundlagen der scholastischen Methode fest: Er stellte widersprüchliche Aussagen bekannter Autoritäten gegenüber und versuchte, einen „rationalen Ausgleich“ zu finden (Flasch: Das philosophische Denken im Mittelalter, 1988, S. 213) – die Widersprüche aufzulösen, ohne die anerkannten Lehrsätze aufzulösen. Dies versuchte er im Übrigen auch im so genannten Universalienstreit, bei dem sich zwei Lehren gegenüberstanden: der Realismus und der Nominalismus.</p>
<blockquote>
<p><strong>Exkurs: Der Universalienstreit</strong></p>
<p>Der Realismus (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Gebrauch dieses Begriffs) „geht von der Realität des Allgemeinen in den Dingen“ (Brugger: Philosophisches Wörterbuch, 1976, S. 316) aus, sieht einen Zusammenhang zwischen dem Allgemeinbegriff (zum Beispiel „Menschheit“) und der Sache (bzw. in dem genannten Beispiel dem Individuum „Mensch“), „die auf einer Art inhaltlicher Abbildung beruht“ (Historisches Wörterbuch der Philosophie, Band 8, 1992, Sp. 149). Zu den Realisten gehörten u. a. Johannes (Scotus) Eriugena (9. Jahrhundert), Anselm von Canterbury, Wilhelm von Champeaux (1070-1121) sowie Thomas von Aquin (um 1225-1274).</p>
<p>Gegen diesen Realismus, also gegen die Entsprechung von Begriff und Sache, sprachen sich die Nominalisten aus. Sie erkannten nur dem Individuellen, der einzelnen Sache Realität zu. Eine Einheit zwischen den Dingen / den Individuen sei nur durch die Namen, durch Worte bzw. durch ihre Aussprache gegeben. Heiricus von Auxerre (9. Jahrhundert), Roscelin von Compiègne (ca. 1050 bis ca. 1120), Petrus Abaelard und Wilhelm von Ockham (um 1280 bis ca. 1349) waren Nominalisten.</p>
</blockquote>
<p>Um 1240 lag schließlich das gesamte Werk Aristoteles in lateinischer Sprache vor. Hinzu kamen Übersetzungen arabischer Philosophen und Naturwissenschaftler, Werke über Medizin, Optik, Chemie, Algebra oder auch Astronomie. Das führte zu neuen Einsichten, aber auch zu Konflikten, denn nicht alles konnte problemlos in das christliche Weltbild der Zeit eingebettet werden. Nicht ohne Grund fanden sich einige Gelehrte dann auch auf der „Anklagebank“ wieder. Allein dass die Schriften von Heiden stammten, führte dazu, dass beispielsweise Albert der Große (auch Albertus Magnus, um 1200-1280) mit seinen Ordensbrüdern, den Dominikanern, diskutieren musste. Er plädierte dafür, diese Schriften vorurteilsfrei zu prüfen. (Flasch: Das philosophische Denken im Mittelalter, 1988, S. 318)</p>
<p>Daraus ergab sich ein weiteres Problem: Sollte die Philosophie von der Theologie getrennt werden? Albert der Große vertrat die Meinung, dass die Theologie „andere Prinzipien [habe] als die Philosophie; sie gründet sich auf Offenbarung und Inspiration, die Philosophie hingegen auf Vernunft“ (Flasch: Das philosophische Denken im Mittelalter, 1988, S. 320). Der wohl berühmteste Scholastiker, Thomas von Aquin (um 1225-1274), hingegen versuchte die Annäherung der beiden Disziplinen. Philosophische Argumente seien durchaus nützlich, den christlichen Glauben zu verteidigen, auch wenn die Argumentationslinien von Philosophen stammten, die keine Theologen und auch keine Christen waren. Und so könne beispielsweise der Glaube nur aufzeigen, dass (!) Gott die Welt erschaffen habe. Die Wissenschaft hingegen könne erklären, wie die Welt beschaffen sei.</p>
</div></section></div>
<div  class='hr av-6zzn1-4ee3bdfd79e132a896413004823be229 hr-default  avia-builder-el-2  el_after_av_one_full  el_before_av_one_full '><span class='hr-inner '><span class="hr-inner-style"></span></span></div>
<div  class='flex_column av-23ic7x-a90eaa9432ecc676bae1a61c2a344694 av_one_full  avia-builder-el-3  el_after_av_hr  el_before_av_one_full  first flex_column_div  '     ><section  class='av_textblock_section av-m6fblm1i-7a3a165fdb6c64084d774f38f883c1d3 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><h3>Literatur</h3>
<p><strong>Fritz Baumgart:</strong> Stilgeschichte der Architektur, Köln 1977.</p>
<p><strong>Hartmut Boockmann:</strong> Einführung in die Geschichte des Mittelalters. 4 Aufl., München 1988.</p>
<p><strong>Walter Brugger:</strong> Philosophisches Wörterbuch. Freiburg im Breisgau 1976.</p>
<p><strong>Peter Burke: </strong>Die europäische Renaissance. Zentren und Peripherien. München 1988.</p>
<p><strong>Kurt Flasch: </strong>Das philosophische Denken im Mittelalter. Von Augustin zu Machiavelli. Stuttgart 1988.</p>
<p><strong>Bernd Fuhrmann:</strong> Deutschland im Mittelalter, Darmstadt 2017.</p>
<p><strong>Historisches Wörterbuch der Philosophie</strong> (HWPH). Hrsg. von Joachim Ritter und Karlfried Gründer. Band 8: R-Sc. Basel 1992.</p>
<p><strong>Bernd Roeck:</strong> Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance. München 2017.</p>
<p><strong>Karl Vorländer und Erwin Metzke:</strong> Geschichte der Philosophie. Erster Band: Altertum und Mittelalter. Hamburg 1949.</p>
<h3>Literatur zur Renaissance insgesamt</h3>
<p>Eine kleine Liste mit Literaturhinweisen und -tipps zum Thema Renaissance, die sicherlich immer mal wieder ergänzt wird.</p>
<p><a href="https://webhistoriker.de/literatur-zur-renaissance/">zur Seite „Literatur zur Renaissance“</a></p>
</div></section></div>
<div  class='flex_column av-65x9b1-c7af6b084cc110d5de42d4ace07f2aec av_one_full  avia-builder-el-5  el_after_av_one_full  el_before_av_one_half  first flex_column_div  column-top-margin'     ><style type="text/css" data-created_by="avia_inline_auto" id="style-css-av-4y3br1-2c60b8f301cf37e84036b786afaf0900">
#top .av-post-metadata-container.av-4y3br1-2c60b8f301cf37e84036b786afaf0900{
color:#8c8c8c;
font-size:14px;
}
#top .av-post-metadata-container.av-4y3br1-2c60b8f301cf37e84036b786afaf0900 .av-post-metadata-container-inner{
font-size:14px;
}
</style>
<div  class='av-post-metadata-container av-4y3br1-2c60b8f301cf37e84036b786afaf0900 av-metadata-container-align-left  avia-builder-el-6  avia-builder-el-no-sibling  av-metadata-container-1'><div class='av-post-metadata-container-inner'><span class="av-post-metadata-content av-post-metadata-before-meta">Veröffentlicht am</span><span class="av-post-metadata-content av-post-metadata-meta-content"><span class="av-post-metadata-content av-post-metadata-published"><span class="av-post-metadata-published-date" >19. Februar 2022</span></span></span></div></div></div>
<div  class='flex_column av-av_one_half-a2cef933b0a555f25d1e39b22a8e9dae av_one_half  avia-builder-el-7  el_after_av_one_full  el_before_av_one_half  first flex_column_div  column-top-margin'     ><p><div  class='hr av-av_hr-908fa64ead63f91ddbe2b966ff2615e5 hr-short  avia-builder-el-8  el_before_av_textblock  avia-builder-el-first  hr-left'><span class='hr-inner '><span class="hr-inner-style"></span></span></div><br />
<section  class='av_textblock_section av-mk2tjamf-a9379b52db7772317d6ccc0567d2dc3b '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><p style="text-align: left;"><a href="https://webhistoriker.de/geschichte-der-renaissance/">zurück zur Einleitung</a></p>
</div></section></p></div><div  class='flex_column av-av_one_half-538dd737667e19053994a94b9156413b av_one_half  avia-builder-el-10  el_after_av_one_half  avia-builder-el-last  flex_column_div  column-top-margin'     ><p><div  class='hr av-av_hr-c88feda4edbaa46c8606df0ebc81fa44 hr-short  avia-builder-el-11  el_before_av_textblock  avia-builder-el-first  hr-right'><span class='hr-inner '><span class="hr-inner-style"></span></span></div><br />
<section  class='av_textblock_section av-mk2tkj9n-75c4cf4469e217cd4ae63a0d03a5dd7d '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><p style="text-align: right;"><a href="https://webhistoriker.de/die-fruehrenaissance/">zum nächsten Beitrag: Die Frührenaissance</a></p>
</div></section></p></div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/vorgeschichte-der-renaissance/">Zur Vorgeschichte der Renaissance</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1594</title>
		<link>https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1594-collegium-iillustre/</link>
					<comments>https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1594-collegium-iillustre/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Schnell]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2013 20:09:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Adel]]></category>
		<category><![CDATA[Bauernaufstände]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Ritter]]></category>
		<category><![CDATA[Ritterakademie]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf II.]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webhistoriker.de/?p=1174</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1594-collegium-iillustre/">Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1594</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<style type="text/css" data-created_by="avia_inline_auto" id="style-css-av-av_one_full-15d750bd1b332b34c6e70b077ebbccdf">
.flex_column.av-av_one_full-15d750bd1b332b34c6e70b077ebbccdf{
border-radius:0px 0px 0px 0px;
padding:0px 0px 0px 0px;
}
</style>
<div  class='flex_column av-av_one_full-15d750bd1b332b34c6e70b077ebbccdf av_one_full  avia-builder-el-0  avia-builder-el-no-sibling  first flex_column_div av-zero-column-padding  '     ><section  class='av_textblock_section av-av_textblock-2de302bf1aa3cf4c9157dbe6f50ac7eb '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><h1>Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1594</h1>
<p><strong>1594: Collegium Illustre &#8211; die erste deutsche Ritterakademie</strong></p>
<blockquote>
<p>1594 öffnete in Tübingen die erste deutsche Ritterakademie ihre Pforten. Hier sollten junge Adelige &#8222;unter hofähnlichen Bedingungen&#8220; die ihnen gebührende Erziehung und Bildung erhalten: Fechten, Reiten, Tanzen, aber auch Geschichte, Politik, Latein und Rechtswissenschaften. (Hammerstein, Bildung und Wissenschaft, 2003, S. 46: Siehe Spalte rechts unter &#8222;Sonstiges&#8220;!)</p>
</blockquote>
<p><strong>1594-1597: Bauernaufstände im Erzherzogtum Österreich</strong></p>
<blockquote>
<p>In Mühlviertel (Landschaft in Oberösterreich) erhoben sich die Bauern gegen z.T. heftige Maßnahmen der Rekatholisierung sowie gegen die von ihnen zu leistenden Kriegsabgaben und Dienste. Der Aufstand weitete sich auf ganz Oberösterreich aus &#8211; und wurde letztlich niedergeschlagen. Trotzdem wurden die Abgaben und Frondienste durch einen Erlass von Kaiser Rudolf II. gemindert.</p>
</blockquote>
</div></section></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1594-collegium-iillustre/">Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1594</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1594-collegium-iillustre/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1563</title>
		<link>https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1563-heidelberger-katechismus-dreikronenkrieg/</link>
					<comments>https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1563-heidelberger-katechismus-dreikronenkrieg/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Schnell]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2013 13:07:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Adel]]></category>
		<category><![CDATA[Dreikronenkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich III.]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenreformation]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelberg]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelberger Katechismus]]></category>
		<category><![CDATA[Katechismus]]></category>
		<category><![CDATA[katholische Reform]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webhistoriker.de/?p=1129</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1563-heidelberger-katechismus-dreikronenkrieg/">Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1563</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<style type="text/css" data-created_by="avia_inline_auto" id="style-css-av-3xbwg9-9e41dc3a052f1d2a47d1c612d37417a0">
.flex_column.av-3xbwg9-9e41dc3a052f1d2a47d1c612d37417a0{
border-radius:0px 0px 0px 0px;
padding:0px 0px 0px 0px;
}
</style>
<div  class='flex_column av-3xbwg9-9e41dc3a052f1d2a47d1c612d37417a0 av_one_full  avia-builder-el-0  avia-builder-el-no-sibling  first flex_column_div av-zero-column-padding  '     ><section  class='av_textblock_section av-232s95-1606ca1eb4be67a73399824ed3b2b32b '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><h1>Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1563</h1>
<p><strong>1563: Der &#8222;Heidelberger Katechismus&#8220; erscheint</strong></p>
<blockquote>
<p>Friedrich III. von der Pfalz war zunächst Lutheraner, begeisterte sich allerdings zunehmend für die reformierte (d.h. calvinistische) Lehre. Er gab den Auftrag an Zacharias Ursinus (1534-1583) und weitere Gelehrte, einen Katechismus zu verfassen, weil die Übernahme des Genfer Katechismus die Abspaltung vom Augsburger Bekenntnis bedeutet hätte.Der Heidelberger Katechismus systematisierte in 129 Fragen die Glaubenslehre, die sich der Ideen Melanchthons, Bullingers und Calvins bediente. Eine dezidierte Prädestinationslehre fehlte. (Klueting: Das Konfessionelle Zeitalter, 2007, S. 238)</p>
<p><strong>Quelle:</strong> <a title="Quelle: Olevian, Caspar / Ursinus, Zacharias / Friedrich &#091;Pfalz, Kurfürst, III.&#093;: Catechismus oder kurzer Unterricht christlicher Lehr ... in der Chur Pfaltz (Ausgabe von 1563), Münchener Digitalisierungszentrums der Bayerischen Staatsbibliothek" href="http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0002/bsb00020368/images/">Olevian, Caspar / Ursinus, Zacharias / Friedrich [Pfalz, Kurfürst, III.]: Catechismus oder kurzer Unterricht christlicher Lehr &#8230; in der Chur Pfaltz (Ausgabe von 1563), Münchener Digitalisierungszentrums der Bayerischen Staatsbibliothek</a></p>
</blockquote>
<p><strong>1563: Johann Weyers Schrift &#8222;De Praestigiis Daemonum&#8220; erscheint</strong></p>
<blockquote>
<p>In diesem Jahr erschien eine der einflussreichsten Schriften gegen die Hexenverfolgungen. Geschrieben wurde sie von einem Arzt, Johannes Weyer (auch Wier) der jedoch in seinem Werk nicht rein medizinisch argumentierte. Vielmehr geht er auch auf theologische Aspekte (z.B. das Wirken und die Macht des Teufels) ein, auf naturphilosophische (Was können Hexen eigentlich? Zaubern? Fliegen?) und rechtliche (&#8222;Sollten Hexen vom Gesetz her bestraft werden?&#8220;).</p>
<p>Weyer sah in den Geständnissen der Frauen, die zu den vielen harten Urteilen führten, einerseits eine Krankheit: die Melancholie. Inwieweit man hier bereits von psychischen Ursachen sprechen kann, ist nicht ganz klar, denn der Begriff der Melancholie ist noch nicht im heutigen Sinne rein psychisch zu verstehen: Melancholie ist das Überwiegen eines der vier Säfte im menschlichen Körper, der schwarzen Galle (melas = schwarz, chole = Galle).</p>
<p>Andererseits betont Weyer die Rolle des Teufels und der Dämonen, die bei schwachen Frauen leichtes Spiel hätten: Die Geständnisse der Frauen stammten von diesen bösen Mächten – die Aussagen seien daher juristisch nicht verwertbar, wobei Weyer auch den Aspekt der Folter anführt.</p>
<p>Kurz: Das Töten solcher Menschen müsse beendet werden! Allerdings: Die Höhepunkte der Prozesse finden sich ungefähr zwischen 1590 und 1630. Weyers Argumentation konnte die Prozesse nicht verhindern – die Befürworter behielten die Oberhand: zum Beispiel der französische Jurist und Staatstheoretiker Jean Bodin mit seiner Schrift &#8222;De la démonomanie des sorciers&#8220; aus dem Jahre 1580, die in ihrem Anhang die Ausführungen Weyers zu widerlegen suchte.</p>
<p><strong>Quelle:</strong> <a title="Google Books: Johannes Weyer oder Wier: De praestigiis Daemonum. Basel 1563" href="https://books.google.de/books?id=4XBTAAAAcAAJ&amp;dq=%E2%80%9CDe%20Praestigiis%20Daemonum%E2%80%9D&amp;hl=de&amp;pg=PA1#v=onepage&amp;q=%E2%80%9CDe%20Praestigiis%20Daemonum%E2%80%9D&amp;f=false">Johannes Wier: De praestigiis Daemonum, et Incantationibus, ac ueneficiis, Libri V. Basel 1563. (Google Books)</a></p>
</blockquote>
<p><strong>1563-64: Ortenburger Adelsverschwörung</strong></p>
<blockquote>
<p>Einige bayerische Adelige ersuchten, unter der Führung des Grafen Joachim von Ortenburg, um Zulassung der Confessio Augustana: Das lutherische Glaubensbekenntnis sollte in ihren Territoien eingeführt werden. Der bayerische Herzog Albrecht V. wandte sich dagegen. Trotzdem führte Joachim die Reformation durch. Eine Abriegelung der Wege nach Ortenburg als auch eine Anklage zahlreicher bayerischer Fürsten wegen Hochverrats brachte zunächst etwas Ruhe und die Abwehr reformatorischen Strebens in die Angelegenheit, doch schwelte der Konflikt noch lange weiter.</p>
</blockquote>
<p><strong>1563-1570: Dreikronenkrieg oder Nordischer Siebenjähriger Krieg</strong></p>
<blockquote>
<p>Polen, Schweden und Dänemark wollten dem russischen Zaren nicht das gesamte Baltikum kampflos überlassen, sondern suchten Gelegenheiten, sich selbst einzelne Teile des Baltikums anzueignen &#8211; wobei es immer auch um die Ostsee ging: um Zugänge und Häfen zur Ostsee, um strategisch wichtige Punkte für Handels- und militärische Macht. Dänemark, Lübeck und Polen stellten sich in diesem Krieg in mehreren Seeschlachten gegen Schweden. Der Krieg endete mit dem Frieden von Stettin.</p>
</blockquote>
<div id="attachment_5194" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/dreikronenkrieg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5194" class="size-full wp-image-5194" src="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/dreikronenkrieg.jpg" alt="Die Grafik (Frans Hogenberg, zwischen 1535 und 1590, wahrscheinlich 1589) zeigt den Verlauf der Seeschlacht am 30./31.Mai 1564 in der Ostsee zwischen den Inseln Öland und Gotland zur Zeit des Dreikronenkrieges. In der rechten Bildhälfte sind die gescheiterten Friedenverhandlungen in der Stadt Rostock (ROSTOCHIVM) zu sehen. Die linke Bildhälfte zeigt die Kaperung des schwedischen Flaggschiffes MARS (auch bekannt als Makalös bzw. Jutehattaren) durch das Lübecker Flaggschiff " width="1024" height="637" srcset="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/dreikronenkrieg.jpg 1024w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/dreikronenkrieg-300x187.jpg 300w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/dreikronenkrieg-768x478.jpg 768w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/dreikronenkrieg-705x439.jpg 705w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/dreikronenkrieg-450x280.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><p id="caption-attachment-5194" class="wp-caption-text">Die Grafik (Frans Hogenberg, zwischen 1535 und 1590, wahrscheinlich 1589) zeigt den Verlauf der Seeschlacht am 30./31.Mai 1564 in der Ostsee zwischen den Inseln Öland und Gotland zur Zeit des Dreikronenkrieges. In der rechten Bildhälfte sind die gescheiterten Friedenverhandlungen in der Stadt Rostock (ROSTOCHIVM) zu sehen. Die linke Bildhälfte zeigt die Kaperung des schwedischen Flaggschiffes MARS (auch bekannt als Makalös bzw. Jutehattaren) durch das Lübecker Flaggschiff &#8222;Der Engel&#8220; sowie weitere Schiffe der dänisch-lübecker Flotte. Die Seeschlacht endete mit der Versenkung der Mars und der Gefangennahme des schwedischen Befehlshabers Admiral Jakob Bagge sowie seinem Stellvertreter Arvid Trolle.<br />Source Grafik stammt vermutlich aus einem Werk, das Hogenberg als Nachruf auf den dänischen König Frederik II. um 1589 fertigte. (<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Makal%C3%B6s.jpg">Wikimedia Commons</a>)</p></div>
</div></section></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1563-heidelberger-katechismus-dreikronenkrieg/">Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1563</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1563-heidelberger-katechismus-dreikronenkrieg/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
