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	<title>Augsburger Religionsfrieden Archive - WebHistoriker</title>
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	<description>Ein Portal zur Geschichte der Frühen Neuzeit</description>
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		<title>Der Augsburger Religionsfrieden 1555</title>
		<link>https://webhistoriker.de/der-augsburger-religionsfrieden-1555/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Schnell]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 14:38:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Keine Anzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburger Religionsfrieden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/der-augsburger-religionsfrieden-1555/">Der Augsburger Religionsfrieden 1555</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
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<h1>Der Augsburger Religionsfrieden 1555</h1>
<p>Der Augsburger Religionsfrieden von 1555 war ein bedeutendes Reichsgesetz des Heiligen Römischen Reiches, der den langjährigen Konflikt zwischen katholischen und lutherischen Fürsten vorläufig beilegte. Das Gesetz gab der lutherischen Lehre erstmals eine rechtliche Grundlage im Reich. Es wurde am 25. September 1555 auf dem Reichstag zu Augsburg zwischen König Ferdinand I. (in Vertretung seines Bruders Kaiser Karl V.) und den Reichsständen geschlossen.</p>
<div id="attachment_13549" style="width: 1210px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-13549" class="size-full wp-image-13549" src="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2026/03/Augsburger-Religionsfrieden-Urkunde1555.jpg" alt="Die beiden Schlussseiten des Augsburger Religionsfriedens (1555), mit Unterschrift und Siegel von König Ferdinand I. (späterer Kaiser)" width="1200" height="811" srcset="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2026/03/Augsburger-Religionsfrieden-Urkunde1555.jpg 1200w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2026/03/Augsburger-Religionsfrieden-Urkunde1555-300x203.jpg 300w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2026/03/Augsburger-Religionsfrieden-Urkunde1555-1030x696.jpg 1030w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2026/03/Augsburger-Religionsfrieden-Urkunde1555-768x519.jpg 768w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2026/03/Augsburger-Religionsfrieden-Urkunde1555-705x476.jpg 705w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><p id="caption-attachment-13549" class="wp-caption-text">Die beiden Schlussseiten des Augsburger Religionsfriedens (1555), mit Unterschrift und Siegel von König Ferdinand I. (späterer Kaiser)</p></div>
<p>Drei Bestimmungen kennzeichnen den bedeutenden Augsburger Religionsfrieden:</p>
<h3>„<em>cuius regio, eius religio</em>“</h3>
<p>Im Religionsfrieden von 1555 hieß es „<em>ubi unus dominus, ibi una sit religio</em>“, zu Deutsch: „Wo ein Herr ist, dort sei eine Religion“. Später (um 1600) wurde die Formulieruzng „<em>cuius regio, eius religio</em>“ geprägt: „Wessen Land, dessen Religion“ (Iserloh: Geschichte und Theologie der Reformation, 1980, S. 136). Die Konfession eines Landes und seiner Untertanen orientierte sich somit an der des Landesherrn. Wenn ein Fürst protestantisch wurde, wurden es gleichzeitig auch die Einwohner seines Landes.</p>
<h3>„<em>ius emigrandi</em>“</h3>
<p>Waren Untertanen mit der Konfession des Landesherrn nicht einverstanden, konnten sie das Recht auf Auswanderung in Anspruch nehmen („<em>ius emigrandi</em>“) – „unter Garantie ihres Eigentums, Verkauf ihres Hab und Guts und eines Ablösungsrechts der Leibeigenschaft“ (Schnabel-Schüle: Die Reformation, 2006, S. 212).</p>
<h3>„<em>reservatum ecclesiasticum</em>“</h3>
<p>Was geschah, wenn ein geistlicher Landesherr die Konfession wechseln wollte? Der geistliche Vorbehalt („<em>reservatum ecclesiasticum</em>“) regelte dies: Ein geistlicher Landesfürst (ein Abt, Bischof oder Erzbischof) musste dann sein Amt und sein Land aufgeben. Da es nur altgläubige geistliche Fürsten gab, bedeutete dies, dass viele Territorien für immer katholisch bleiben würden. Im Nachhinein gab es noch ein Zugeständnis König Ferdinands, die sogenannte „Declaratio Ferdinandea“, um die evangelischen Stände zur Zustimmung zu bewegen: In einer geheimen Nebenerklärung legte der König fest, dass die (katholischen) geistlichen Fürstentümer den evangelischen Städten und dem landsässigen Adel freistellten, ihre Konfession zu behalten.</p>
<p>Die drei Punkte zeigen bereits, dass es beim Reichstag weniger um theologische als vielmehr um kirchenpolitische Fragen ging. Diskutiert wurde um den Frieden zwischen den Ländern, zwischen den Konfessionen. Das Klären offener theologischer Fragen, wie der Mensch vor Gott bestehen kann oder inwieweit Christus in einem Gottesdienst anwesend ist, waren hierbei kein Thema.</p>
<h3>Bewertung des Augsburger Religionsfriedens</h3>
<p>In seinem Artikel „Der Augsburger Religionsfriede von 1555 und das Stift Ellwangen“ (S. 204 f.) von 2004/05 bietet Prof. Dr. Klaus Unterburger, Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der LMU München, einen kleinen historischen Aufriss der Bewertungen des Reichstags. Im 19. Jahrhundert wurde das Ereignis als Grund für die die Spaltung der deutschen Nation angesehen, die die Ausbildung des Nationalstaates verhindert habe. Im 20. Jahrhundert hingegen wurde verstärkt das Recht eines Untertanen, bei einem Konfessionswechsel des Landesherrn das Land zu verlassen, als Fortschritt angesehen: Der deutsche Staats- und Kirchenrechtler Martin Heckel sah darin gar „das erste allgemeine Grundrecht&#8220; (zitiert nach Unterburger: Der Augsburger Religionsfriede, 2004/05, S. 205).</p>
<p>Nicht alle Historiker gehen in ihrem Urteil über den Reichsfrieden so weit wie Heckel, doch gewürdigt werden die Bestimmungen allemal. Erwin Iserloh merkt an, dass der Religionsfrieden eigentlich nur ein „Provisorium“ sein sollte – bis zu einem Konzil, das dann die Einheit der Kirche wiederherstellen sollte. Das Reichsgesetz sei jedoch zu etwas Endgültigem „von großer geschichtlicher Bedeutung“ geworden und habe „eine Friedensperiode von sonst in Deutschland nicht gekannter Länge eingeleitet“ (Iserloh: Geschichte und Theologie der Reformation, 1980, S. 136; ähnlich argumentiert auch Martin H. Jung: Reformation und Konfessionelles Zeitalter, 2012, S. 176).</p>
<p>Helga Schnabel-Schüle sieht den Religionsfrieden kritischer. Dadurch, dass er die „calvinistisch-reformierte Konfession“ ausklammerte, ergab sich eine folgenreiche „Hypothek dieses Friedens“: Der Konflikt „mündete in den Dreißigjährigen Krieg“ (Die Reformation, 2006, S. 215). Thomas Kaufmann hingegen erkennt in dem Religionsfrieden „eine erhebliche Stabilisierung des politischen Systems ‚Reich‘“ mit einer Kraft und Wirkmächtigkeit hin zum Westfälischen Frieden 1648, ja, sogar noch bis heute: zum „Religionsrecht der Weimarer, der Bonner und der Berliner Republik“ (Erlöste und Verdammte, 2016, S. 300 ff.).</p>
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<p><strong>Erwin Iserloh:</strong> Geschichte und Theologie der Reformation im Grundriss. Paderborn 1980.</p>
<p><strong>Martin H. Jung:</strong> Reformation und Konfessionelles Zeitalter (1517–1648). Göttingen 2012.</p>
<p><strong>Thomas Kaufmann:</strong> Erlöste und Verdammte. Eine Geschichte der Reformation. München 2016.</p>
<p><strong>Helga Schnabel-Schüle:</strong> Die Reformation 1495-1555. Politik mit Theologie und Religion. Stuttgart 2006.</p>
<p><strong>Klaus Unterburger:</strong> Der Augsburger Religionsfriede von 1555 und das Stift Ellwangen. In: Ellwanger Jahrbuch 40 (2004/05), S. 203-225. Online lesbar auf den Seiten der Universität Tübingen unter: <a href="https://bibliographie.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/127321/Unterburger_030.pdf">https://bibliographie.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/127321/Unterburger_030.pdf</a> (abgerufen am 06.03.2026)</p>
</div></section></div>
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</div></section></p></div>
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</div></section></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/der-augsburger-religionsfrieden-1555/">Der Augsburger Religionsfrieden 1555</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>1530 bis 1555: Vom Augsburger Reichstag zum Religionsfrieden</title>
		<link>https://webhistoriker.de/1530-bis-1555-vom-augsburger-reichstag-zum-religionsfrieden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Schnell]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 11:37:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Keine Anzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburger Reichstag]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburger Religionsfrieden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/1530-bis-1555-vom-augsburger-reichstag-zum-religionsfrieden/">1530 bis 1555: Vom Augsburger Reichstag zum Religionsfrieden</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
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<h1>1530 bis 1555: Vom Augsburger Reichstag zum Religionsfrieden</h1>
<p>Es gab etliche Versuche, die Einheit der Kirche wiederherzustellen – doch bereits auf dem Reichstag zu Augsburg 1530 zeigte sich, wie tief die konfessionellen und politischen Gräben bereits waren. Bekenntnisse festigten den eigenen Standpunkt, es gab theologische Diskussionen und Streitgespräche. In den folgenden Jahren wurde die ganze Sache immer politischer, bis die endgültige Trennung der Konfessionen anstand und vollzogen wurde. Die folgenden kleineren Kapitel zeichnen die Geschehnisse vom Augsburger Reichstag bis zum Augsburger Frieden nach.</p>
<h3>Inhalt:</h3>
<ul>
<li><a href="https://webhistoriker.de/der-augsburger-reichstag-von-1530/">Der Augsburger Reichstag 1530</a></li>
<li><a href="https://webhistoriker.de/schmalkaldischer-bund-und-nuernberger-anstand/">Schmalkaldischer Bund und Nürnberger Anstand</a></li>
<li><a href="https://webhistoriker.de/augsburger-interim-und-die-formula-reformationis/">Augsburger Interim und die Formula reformationis</a></li>
<li><a href="https://webhistoriker.de/der-augsburger-religionsfrieden-1555/">Augsburger Religionsfrieden 1555</a></li>
<li><a href="https://webhistoriker.de/trienter-konzil-auch-tridentinum-genannt/">Das Konzil von Trient</a></li>
</ul>
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</div></section></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/1530-bis-1555-vom-augsburger-reichstag-zum-religionsfrieden/">1530 bis 1555: Vom Augsburger Reichstag zum Religionsfrieden</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1555</title>
		<link>https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1555-augsburger-religionsfrieden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Schnell]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2013 12:50:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburger Reichstag]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburger Religionsfrieden]]></category>
		<category><![CDATA[Marcellus II.]]></category>
		<category><![CDATA[Paul IV.]]></category>
		<category><![CDATA[Reformation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webhistoriker.de/?p=1113</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1555-augsburger-religionsfrieden/">Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1555</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
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<h1>Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1555</h1>
<p><strong>1555: Augsburger Religionsfrieden</strong></p>
<div id="attachment_5188" style="width: 203px" class="wp-caption alignright"><a href="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/augsburger-reichstag.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5188" class="wp-image-5188 size-medium" src="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/augsburger-reichstag-193x300.jpg" alt="Deckblatt: Abschiedt // Der Römischen Keyserli-//chen Maiestat, vnd gemeyner Stende, Auff // dem Reichßtag zu Augspurg, Ausgabe von 1559, Google Books" width="193" height="300" srcset="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/augsburger-reichstag-193x300.jpg 193w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2013/10/augsburger-reichstag.jpg 390w" sizes="(max-width: 193px) 100vw, 193px" /></a><p id="caption-attachment-5188" class="wp-caption-text">Deckblatt: Abschiedt // Der Römischen Keyserli-//chen Maiestat, vnd gemeyner Stende, Auff // dem Reichßtag zu Augspurg, Ausgabe von 1559, <a href="https://books.google.de/books?id=QzBUAAAAcAAJ&amp;dq=Abschied%20der%20R%C3%B6mischen%20Kaiserlichen%20Majest%C3%A4t&amp;hl=de&amp;pg=PP3#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Google Books</a></p></div>
<blockquote>
<p>Der Augsburger Religionsfrieden, der auf dem Augsburger Reichstag zustande kam, war ein Friedensvertrag zwischen König Ferdinand I. und den Protestanten, die die Confessio Augustana anerkannten. Die Protestanten erhielten damit ihre reichsrechtliche Anerkennung und ihr &#8222;ius reformandi&#8220;: Die Konfession des Landesherrn verpflichtete die Untertanen zur Übernahme derselben &#8211; cuius regio eius religio (lt., wessen Land, dessen Religion). Wer sich von den Untertanen damit nicht einverstanden erklären wollte, konnte das &#8222;ius emigrandi&#8220; für sich in Anspruch nehmen, das Recht auf Auswanderung.</p>
<p>Für die geistlichen Territorien hingegen galt der so genannte Geistliche Vorbehalt, das Reservatum Ecclesiasticum. Er zog faktisch eine Sicherung des katholischen Bekenntnisses in vielen Ländern des Heiligen Reiches nach sich, da es bestimmte, dass ein geistlicher Territorialherr im Falle eines Konfessionswechsels seine weltliche Herrschaft aufzugeben und sie an einen anderen katholischen Herrn abzugeben hatte. Der Geistliche Vorbehalt sollte später noch (s. <a title="Chronik: 16. Jahrhundert – 1583" href="https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1583-koelnischer-krieg-truchsessischer/">1583: Kölnischer Krieg</a> und <a title="Chronik: 16. Jahrhundert – 1583" href="https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1583-koelnischer-krieg-truchsessischer/">1583: Straßburger Kapitelstreit</a>) für etliche Zwistigkeiten sorgen, da ihn die protestantischen Stände aufgrund der ungleichen Behandlung nicht anerkennen wollten.</p>
<p>Konfessionell gemischte Reichsstädte hatten beiden Konfessionen die Ausübung ihrer Religion zu gestatten. Auch hier galt: Regiert ein geistlicher Reichsfürst, so musste er im Falle eines Konfessionswechsels seine Ämter aufgeben. Dies bestimmte der so genannte Geistliche Vorbehalt (reservatum ecclesiasticum),</p>
<p>Der Augsburger Religionsfrieden war eigentlich nur als Provisorium gedacht &#8211; bis die Einheit der Religion wieder hergestellt werden könne. Faktisch wurde er ein dauerhafter Bestandteil des weiteren religions-politischen Geschichtsverlaufs. Die Reformierten (Calvinisten, Zwinglianer) sowie weitere religiöse Gruppierungen (Täufer, Spiritualisten) blieben außen vor. Die Reformierten wurden erst Jahre später miteinbezogen, offiziell sogar erst 1648.</p>
<p>Trotz des Religionsfriedens kam es in den Folgejahrzehnten zu (z.T. auch kriegerischen) Konflikten, u.a. dann, wenn es übergreifende, das Reich betreffende Entscheidungen zu treffen galt und sich Altgläubige und Protestanten zusammensetzen mussten oder es in einem Territorium zu einem Konfessionswechsel kam. Das lag auch an so manch ungenau formulierten Regelungen des Augsburger Religionsfriedens. (Siehe dazu Zeeden: 1556-1648 &#8211; Hegemonialkriege und Glaubenskämpfe, 1999, S. 225 f.)</p>
<p><strong>Quelle:</strong> <a title="Quelle: Abschied der Röm&#091;isch&#093; königl&#091;ichen&#093; Majestät und gemeiner Stände auff dem Reichs-Tag zu Augsburg auffgericht (Ausgabe von 1555), Internet-Portal " href="http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=739&amp;url_tabelle=tab_quelle">Abschied der Röm[isch] königl[ichen] Majestät und gemeiner Stände auff dem Reichs-Tag zu Augsburg auffgericht (Ausgabe von 1555), Internet-Portal &#8222;Westfälische Geschichte&#8220;</a></p>
<p><a href="https://webhistoriker.de/die-geschichte-der-reformation-und-der-konfessionalisierung/">zum Hauptartikel „Die Geschichte der Reformation und der Konfessionalisierung“</a></p>
<p><a title="Frühe Neuzeit von A-Z: Reformation, katholische Reform, Konfessionalisierung" href="https://webhistoriker.de/fruehe-neuzeit-reformation-2/">alle WebHistoriker.de-Artikel zum Thema „Reformation, katholische Reform, Konfessionalisierung“</a><a title="Quelle: Abschied der Röm&#091;isch&#093; königl&#091;ichen&#093; Majestät und gemeiner Stände auff dem Reichs-Tag zu Augsburg auffgericht (Ausgabe von 1555), Internet-Portal " href="http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=739&amp;url_tabelle=tab_quelle"><br />
</a></p>
</blockquote>
<p><strong>1555: Papst Marcellus II. (Lebensdaten: 1501-1555), Papst für knapp einen Monat, 9. April bis 1. Mai 1555</strong></p>
<p><strong>1555–1559: Papst Paul IV. (Lebensdaten: 1476-1559)</strong></p>
</div>
</div></section></div>
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