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	<title>Ulm Archive - WebHistoriker</title>
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	<description>Ein Portal zur Geschichte der Frühen Neuzeit</description>
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		<title>Kleine Geschichten aus der Frühen Neuzeit: Ein Schuhmacher im Dreißigjährigen Krieg</title>
		<link>https://webhistoriker.de/leben-sterben-dreissigjaehriger-krieg_fng/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Schnell]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2015 20:36:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Keine Anzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Dreißigjähriger Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Ulm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/leben-sterben-dreissigjaehriger-krieg_fng/">Kleine Geschichten aus der Frühen Neuzeit: &lt;br&gt;Ein Schuhmacher im Dreißigjährigen Krieg</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div  class='flex_column av-32zpxn-51b8c09ff81edb484d1eb1f5b68e18b9 av_one_full  avia-builder-el-0  el_before_av_hr  avia-builder-el-first  first flex_column_div  '     ><section  class='av_textblock_section av-m84elbjc-b2fa29698d4310f5138f952e23d80d63 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><h4 style="text-align: center;">Kleine Geschichten aus der Frühen Neuzeit</h4>
<h1 style="text-align: center;">Ein Schuhmacher im Dreißigjährigen Krieg</h1>
<div id="attachment_8768" style="width: 512px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2015/03/sachs-schuhmacher.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8768" class="size-full wp-image-8768" src="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2015/03/sachs-schuhmacher.jpg" alt="Jost Amman: Schuhmacher; aus Hans Sachs / Jost Amman: Eygentliche Beschreibung aller Stände auff Erden. Frankfurt a.M. 1568 (Google Books)" width="502" height="652" srcset="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2015/03/sachs-schuhmacher.jpg 502w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2015/03/sachs-schuhmacher-231x300.jpg 231w" sizes="(max-width: 502px) 100vw, 502px" /></a><p id="caption-attachment-8768" class="wp-caption-text">Jost Amman: Schuhmacher; aus: Hans Sachs / Jost Amman: Eygentliche Beschreibung aller Stände auff Erden. Frankfurt a.M. 1568 (<a href="https://www.google.de/books/edition/Eygentliche_Beschreibung_aller_St%C3%A4nde_a/1-gtAQAAIAAJ?hl=de&amp;gbpv=0">Google Books</a>)</p></div>
<p>Tod, physische und psychische Verletzungen, Angst, Vertreibung, Flucht, Elend &#8211; das sind Begriffe, die wir mit Krieg in Verbindung bringen. Und dies nicht erst seit den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts.</p>
<p>Auch Hans Heberle, ein Landwirt und Schuhmacher, der vor 400 Jahren lebte, musste einen Krieg mit all&#8216; den leidvollen Nebenerscheinungen miterleben.</p>
<p>Heberle, geboren im Frühjahr 1597 in Neenstetten (nördlich von Ulm), begann mit 14 Jahren eine Schuhmacherlehre bei seinem Vater, ging Jahre später auf Wanderschaft bis in das Gebiet zwischen der Fränkischen und der Schwäbischen Alb und kehrte im Sommer 1622 zurück.</p>
<p>Vor seiner Heirat im Oktober 1627 erwarb Heberle ein Söldgut (Haus, Hofraite, Stadel, Garten, Krautgarten und ein Viertel Gemeindeacker), führte also fortan neben seinem Schuhmacherhandwerk noch eine kleine Landwirtschaft. In der Folgezeit mußte Heberle immer wieder &#8222;Kriegsdienst&#8220; im Landesausschuß leisten.</p>
<p>Längst wütete in anderen Gebieten der sogenannte Dreißigjährige Krieg (1618-1648), der grob in vier Phasen unterteilt werden kann:</p>
<ul>
<li>böhmisch-pfälzischer Krieg (1618-23),</li>
<li>niedersächsisch-dänischer Krieg (1625-29),</li>
<li>schwedischer Krieg (1630-1635),</li>
<li>schwedisch-französischer Krieg (1635-1648).</li>
</ul>
<p><div id="attachment_4334" style="width: 590px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2015/03/ulm.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4334" class="size-full wp-image-4334" src="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2015/03/ulm.jpg" alt="Ulm in einer Abbildung aus dem Jahre 1643: Matthäus Merian: Topographia Sveviae das ist Beschreib: vnd Aigentliche Abcontrafeitung der fürnembste&#091;n&#093; Stätt vnd Plätz in Ober vnd Nider Schwaben, Hertzogthum Würtenberg Marggraffschafft Baden vnd andern zu dem Hochlöbl: Schwabischen Craiße gehörigen Landtschafften vnd Orten. Frankfurt a.M. 1643, S. 200-202" width="580" height="443" srcset="https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2015/03/ulm.jpg 580w, https://webhistoriker.de/wp-content/uploads/2015/03/ulm-300x229.jpg 300w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><p id="caption-attachment-4334" class="wp-caption-text">Ulm in einer Abbildung aus dem Jahre 1643: Matthäus Merian: Topographia Sveviae das ist Beschreib: vnd Aigentliche Abcontrafeitung der fürnembste[n] Stätt vnd Plätz in Ober vnd Nider Schwaben, Hertzogthum Würtenberg Marggraffschafft Baden vnd andern zu dem Hochlöbl: Schwabischen Craiße gehörigen Landtschafften vnd Orten. Frankfurt a.M. 1643, S. 200-202; Quelle: <a href="https://books.google.de/books?id=LUtXAAAAcAAJ&amp;dq=merian%20Topographia%20Sveviae%201643&amp;hl=de&amp;pg=PP1#v=onepage&amp;q=merian%20Topographia%20Sveviae%201643&amp;f=false" target="_blank" rel="noopener">Google E-Books</a></p></div>Bis zur Schlacht von Nördlingen im Jahre 1634 blieb Ulm von größeren militärischen Aktionen weithin verschont. Allein einzelne Einquartierungen, so in den Jahren 1620, 1625 und 1628, waren hinzunehmen. Für die Landbevölkerung hatte dies allerdings oftmals schwerwiegende Folgen: Plünderungen und Brandschatzen ihrer Besitzungen seitens der Truppen sowie die damit einhergehende Teuerung, denn die vorhandenen Waren und Erzeugnisse mussten mit den lagernden Soldaten geteilt werden.</p>
<p>Nach dem Bündnis der Stadt Ulm mit dem schwedischen König Gustav Adolf in Frankfurt (13. Februar 1632) war Süddeutschland der Schauplatz einer ständig wechselnden Kriegslage. Immer wieder zogen Truppen durch das Ulmer Land, wiederholt wurde die Stadt durch die kaiserlichen Heere bedrängt, galt jedoch &#8211; mit Recht, wie sich in diesem Krieg zeigen sollte &#8211; als uneinnehmbar.</p>
<p>Im Anschluss an die Niederlage der Schweden in Regensburg (Juli 1634) flohen die schwedischen und weimarischen Truppen in das Ulmer Territorium und richteten dort, entgegen den Erwartungen, großen Schaden an. In dieser Zeit spitzte sich die Situation vor allem für die Landbevölkerung dramatisch zu. Die Geschehnisse um Hans Heberle und seine Familie mögen dafür ein beredtes Zeugnis sein.</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8222;Weil wir in [= ihn, gemeint ist Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar] aber für keinen feündt [= Feind] hielten, und wir auch von der oberkeit nicht gewarnet worden, hatten wir alles bey einand, roß und vüch und alle haußgeret, all unser armut. Da fallen sie unß in das landt, blündern uns alle auß, roß und vüch, brot, mehl salz, schmalz, tuch, leinwath, kleider und all unser armut. Sie haben die leit ubel geschlagen, etliche erschossen, erstochen und zu todt geschlagen.&#8220; (Zillhardt, Heberles &#8222;Zeytregister&#8220;, S. 148)</p>
<p>Die Bewohner Weidenstettens, unter ihnen Hans Heberle, wehrten sich zwei Tage lang gegen die zunächst für Verbündete gehaltenen Truppen, jedoch ohne Erfolg:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8222;Dan weil wir unß lang gewehret, haben sie das dorff angezündet und fünff heüsser und 5 stedel abgebrandt. [&#8230;] Da komen die reiter, etliche hundert, zu unß herein, blündern rauben und nemen alles hinweg, was sie füehren und tragen kundten, vüch und roß muß alles wegh, was sie kenden ertappen, das wenig roß und vüch in dem landt gebliben ist.&#8220; (Zillhardt, Heberles &#8222;Zeytregister&#8220;, S. 148)</p>
<p>12 Tage später gebar Anna, die Ehefrau Heberles, das 5. Kind, Bartholome &#8211; dass dies vor allem für die Frau und das Neugeborene eine enorme Belastung darstellte, braucht kaum erwähnt zu werden. Hinzu kommt, dass in der Folgezeit die Ernte eingebracht werden mußte, und dafür stand kaum noch Vieh zur Verfügung.</p>
<p>Die Niederlage der schwedischen Truppen bei Nördlingen im September 1634 und ihr Zurückweichen in Richtung Ulmer Territorium verursachte eine große Fluchtbewegung der Landbevölkerung in die Stadt Ulm.</p>
<p>Heberle, seine Frau und die fünf Kinder &#8211; 5 Tage, 23 Monate, 3 1/2, 4 1/2 und 6 Jahre alt &#8211; machten sich ebenfalls, ohne oder nur mit wenig Gepäck, auf den Weg. Mit &#8222;vüll tausendt menschen&#8220; trafen sie am Abend vor der Stadt ein, wurden jedoch erst am nächsten Morgen eingelassen. Enge und Hunger, Krankheit und Tod beherrschten das Leben in der Stadt.</p>
<p>Es war bereits die zweite Flucht nach Ulm und es sollten bis zum Jahre 1639 sollten es gar 29 Fluchten werden -, um anschließend, bei der Rückkehr, meist einen verwüsteten und geplünderten Hof vorzufinden. Zudem verloren er und seine Frau in den Jahren 1634/35 vier ihrer bis dahin fünf Kinder.</p>
<p>Heberle selbst wurde fast 80 Jahre alt. Im Frühjahr 1677 starb er und hinterließ seine Chronik, das sogenannte &#8222;Zeytregister&#8220;, aus dem diese Beschreibungen stammten.</p>
</div></section></div>
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<p><strong>Zillhardt, Gerd:</strong> Der Dreißigjährige Krieg in zeitgenössischer Darstellung. Hans Heberles &#8222;Zeytregister&#8220;(1618-1672). Aufzeichnungen aus dem Ulmer Territorium (Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm, Bd. 13). Ulm 1975</p>
<h3><strong>Links</strong></h3>
<p><a title="Krieg, Hunger und Pest – Ulm im Dreißigjährigen Krieg" href="https://webhistoriker.de/ulm-dreissigjaehriger-krieg-hunger-pest/">Ulmer Monatsblatt online<br />
</a>Krieg, Hunger und Pest in Ulm zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges mit Schilderungen zu Politik, Wirtschaft, Religion, Gesellschaft und Medizin</p>
<p><a title="Stichwort: Dreißigjähriger Krieg" href="https://webhistoriker.de/tag/dreissigjaehriger-krieg/">Alle Beiträge von WebHistoriker.de über den Dreißigjährigen Krieg</a></p>
</div></section></div>

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</div></section></div>
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		<title>Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1530</title>
		<link>https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1530-augsburger-reichstag-reichspolizeiordnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Schnell]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2013 09:11:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Keine Anzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Augsburger Reichstag]]></category>
		<category><![CDATA[Confessio Augustana]]></category>
		<category><![CDATA[Karl V.]]></category>
		<category><![CDATA[Reformation]]></category>
		<category><![CDATA[Reichspolizeiordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Ulm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1530-augsburger-reichstag-reichspolizeiordnung/">Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1530</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
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<p><strong>1530–1556: Kaiser Karl V. (selbsternannter Kaiser seit 1520; Lebensdaten: 1500-1558)</strong></p>
<p><strong>1530: Augsburger Reichstag und die Confessio Augustana</strong></p>
<blockquote>
<p>Das Ziel dieses Reichstags sollte eigentlich die Wiederherstellung der Einheit der Religion sein. Für die Beratungen legten die reformatorischen Gruppen ihre Lehrbekenntnisse vor: die Lutheraner eine von Philipp Melanchthon verfasste Schrift, die &#8222;Confessio Augustana&#8220;, die Zwinglianer die &#8222;Ratio fidei&#8220; und die vier Städte Straßburg, Konstanz, Lindau und Memmingen die &#8222;Confessio Tetrapolitana&#8220;. Die Einigung misslang. Der Kaiser und die Mehrheit im Reichstag sprachen sich gegen die Confessio Augustana aus. Die Kluft zwischen den Anhängern der alten Kirche und den Reformatoren wurde größer – und ebenso die Kluft zwischen zwischen den Reformatoren.</p>
<p>Die Confessio Augustana gilt als Bekenntnis- und Gründungsurkunde der Lutherischen Kirche – dazu wurde sie allerdings erst &#8222;im Nachhinein&#8220; (Klueting: Das Konfessionelle Zeitalter, 2007, S. 191).</p>
<p><strong>Quelle: </strong><a title="Abschied des Reichstags zu Augsburg anno 1530. 1530. (Google eBook)" href="https://books.google.de/books?id=oqJTAAAAcAAJ&amp;dq=Abschied%20des%20ReichsTags%20zu%20Augsburg&amp;hl=de&amp;pg=PT1#v=onepage&amp;q=Abschied%20des%20ReichsTags%20zu%20Augsburg&amp;f=false">Abschied des Reichstags zu Augsburg anno 1530. 1530. (Google eBook)</a></p>
<p><a href="https://webhistoriker.de/die-geschichte-der-reformation-und-der-konfessionalisierung/">zum Hauptartikel „Die Geschichte der Reformation und der Konfessionalisierung“</a></p>
<p><a title="Frühe Neuzeit von A-Z: Reformation, katholische Reform, Konfessionalisierung" href="https://webhistoriker.de/fruehe-neuzeit-reformation-2/">alle WebHistoriker.de-Artikel zum Thema „Reformation, katholische Reform, Konfessionalisierung“</a></p>
</blockquote>
<p><strong>1530: Reichspolizeiordnung</strong></p>
<blockquote>
<p>Die im Jahre 1530 vom Reichstag verabschiedete Reichspolizeiordnung sollte die alltägliche Ordnung des Gemeinwesens sichern. Der Begriff Polizei oder Policey wurde im 16. Jahrhundert anders als heute gebraucht: Er stand für die Herstekllung und Wahrung der allgemeinen Ordnung &#8211; und umfasste demnach etliche Reglementierungen, die direkt in den Alltag eingriffen, von der Kleiderordnung über die Bestimmungen zu einzelnen Feierlichkeiten bis hin zu den notwendig einzuleitenden Maßnahmen bei einem Begräbnis. 1548 und 1577 wurde die Reichspolizeiordnung aus dem Jahre 1530 überarbeitet und erweitert.</p>
<p><strong>Quelle:</strong> <a title="Karl V.: Ordnung und Reformation guter Policei in H. Röm. Reich: anno 1530 zu Augspurg uffgericht (Google eBook)" href="https://books.google.de/books?id=o6JTAAAAcAAJ&amp;dq=Ordnung%20und%20Reformation%20guter%20Policei&amp;hl=de&amp;pg=PT1#v=onepage&amp;q=Ordnung%20und%20Reformation%20guter%20Policei&amp;f=false">Karl V.: Ordnung und Reformation guter Policei in H. Röm. Reich: anno 1530 zu Augspurg uffgericht (Google eBook)</a></p>
</blockquote>
<p><strong>1530: Ulm wird protestantisch</strong></p>
<blockquote>
<p>In namentlicher Abstimmung sprechen sich die Bürger von Ulm für die Annahme des protestantischen Bekenntnisses.</p>
</blockquote>
</div></section></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/chronik-16-jahrhundert-1530-augsburger-reichstag-reichspolizeiordnung/">Chronik: 16. Jahrhundert &#8211; 1530</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Krieg, Hunger und Pest &#8211; Ulm im Dreißigjährigen Krieg</title>
		<link>https://webhistoriker.de/ulm-dreissigjaehriger-krieg-hunger-pest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Schnell]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 07:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunstgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Dreißigjähriger Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Pest]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Ulm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://webhistoriker.de/?p=384</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://webhistoriker.de/ulm-dreissigjaehriger-krieg-hunger-pest/">Krieg, Hunger und Pest &#8211; Ulm im Dreißigjährigen Krieg</a> erschien zuerst auf <a href="https://webhistoriker.de">WebHistoriker</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div  class='flex_column av-av_one_full-a2cef933b0a555f25d1e39b22a8e9dae av_one_full  avia-builder-el-0  avia-builder-el-no-sibling  first flex_column_div  '     ><section  class='av_textblock_section av-lfpcvgb5-0292e819748e8960cf2facae627cb967 '   itemscope="itemscope" itemtype="https://schema.org/BlogPosting" itemprop="blogPost" ><div class='avia_textblock'  itemprop="text" ><h1>Krieg, Hunger und Pest &#8211; Ulm im Dreißigjährigen Krieg</h1>
<p>Dies ist ein fiktiver Nachrichtenblog aus dem Januar 1636. Ulm war umgeben von den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, der einherging mit Hunger und der Pest&#8230; Meldungen aus der Politik sind hier ebenso zu finden wie Nachrichten aus Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft.</p>
<p>Die Meldungen im Überblick:</p>
<h2>Allgemein</h2>
<ul>
<li><strong>Pest in Ulm flaut ab</strong><br />
Nach Mitteilung des Collegium Medicum unserer Stadt zeichnet sich ein Zurückweichen der Pest ab. In den vergangenen sieben Tagen gab es nur noch zwei Todesfälle. Ob die Seuche nun vollends zum Stillstand kommt, kann beim derzeitigen Kenntnisstand nicht gesagt werden.<br />
<a title="Ulm im Dreißigjährigen Krieg: Pest in Ulm flaut ab" href="https://webhistoriker.de/ulm-dreissigjaehriger-krieg-pest/">zum Artikel</a></li>
</ul>
<h2>Politik</h2>
<ul>
<li><strong>Kaiserliche Truppen bereits kurz vor Geislinger Vogtei?</strong><br />
Handelsleute haben unlängst berichtet, dass die kaiserlichen Truppen in Richtung Obere Herrschaft unterwegs seien. In der Geislinger Vogtei aber auch um Langenau eilen bereits Gerüchte einem möglichen Einfall der kriegerischen Truppen voraus.<br />
<a title="Ulm im Dreißigjähriger Krieg: Kaiserliche Truppen bereits kurz vor Geislinger Vogtei?" href="https://webhistoriker.de/ulm-dreissigjaehriger-krieg-truppen/">zum Artikel</a></li>
<li><strong>Der Krieg in und um Ulm: ein Rückblick</strong><br />
Die Hoffnung auf Frieden scheint sich nicht zu erfüllen. Neueste Nachrichten berichten von dem Vormarsch der kaiserlichen Truppen in das Ulmer Land, von Plünderungen und gelegten Feuern. Kommt jetzt, da die Pest zu verschwinden scheint, eine andere Plage umso härter auf uns zu?<br />
<a title="Ulm im Dreißigjährigen Krieg: Der Krieg in und um Ulm – ein Rückblick" href="https://webhistoriker.de/ulm-dreissigjaehriger-krieg-rueckblick/">zum Artikel</a></li>
</ul>
<h2>Kirche</h2>
<ul>
<li><strong>Kirchenbesuch in Zeiten der Pest?</strong><br />
In den vergangenen Monaten war es wiederholt zu Diskussionen über das Abhalten von Gottesdiensten zu Pestzeiten gekommen. Fördert der Besuch der Kirche das Ausbreiten der Seuche?<br />
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<li><strong>Die Neujahrsrede Konrad Dieterichs</strong><br />
Die Rede unseres Münsterpredigers Konrad Dieterichs hat für Aufsehen gesorgt: Er erinnerte noch einmal an die Hauptursache der Pest (Gott), an die Leiden der vergangenen Monate, an die Verstorbenen und an die Notwendigkeit zur Dankbarkeit dem Schöpfer gegenüber.<br />
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</ul>
<h2>Wirtschaft</h2>
<ul>
<li><strong>Bewirtschaftung der Felder in Gefahr</strong><br />
Können die Felder in diesem Jahr bestellt werden? Wird die Stadt Ulm, werden ihre Einwohner und die des Umlandes genug zu essen bekommen? Diese Fragen stellen sich angesichts der Kriegsschäden und der vielen Opfer der Pest.<br />
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</ul>
<h2>Gesellschaft</h2>
<ul>
<li><strong>Hans Heberle und Joseph Furttenbach zwischen Krieg, Hunger und Pest</strong><br />
Während der Ulmer Bauherr und Architekt Joseph Furttenbach am 27. August 1634 starkes Schießen von der Schlacht bei Nördlingen hörte, machte sich der Seldner Hans Heberle mit seiner Familie auf den langen, beschwerlichen Fußmarsch auf.<br />
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<li><strong>Zeitzeugen über die Pest<br />
</strong>Architekt und Bauherr Joseph Furttenbach über die Wiederkehr der Pest im Juli 1635 und seine Sicht der Zustände innerhalb der Stadt, Bauer und Schuhmacher Hans Heberle über die schlechte Ernährung als Ursache der Pest und Münsterprediger Konrad Dieterich über die Ängste und die Not in Ulm zur Zeit der Pest.<br />
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</ul>
<h2>Medizin</h2>
<ul>
<li><strong>Pest in Ulm flaut ab<br />
</strong>Nach Mitteilung des Collegium Medicum unserer Stadt zeichnet sich ein Zurückweichen der Pest ab. In den vergangenen sieben Tagen gab es nur noch zwei Todesfälle. Ob die Seuche nun vollends zum Stillstand kommt, kann beim derzeitigen Kenntnisstand nicht gesagt werden.<br />
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<li><strong>Über die Ursachen der Pest nach Ansicht der Gelehrten</strong><br />
Nach Meinung berühmter Gelehrter hat die Pest vornehmlich drei Ursachen: Gott, eine verdorbene Luft und die Disposition des Menschen.<br />
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<li><strong>Die Lehre von den Säften und Qualitäten</strong><br />
In den Schriften der großen Mediziner Hippokrates, Galen und Avicenna ist ein ausgedehntes Viererschema zu erkennen, welches sich vorzüglich eignet, die menschliche Konstitution zu erklären.<br />
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</ul>
<p>Die Ereignisse, von denen in den fiktiven Nachrichten die Rede ist, sind verschiedenen Quellen entnommen, hauptsächlich:</p>
<ul>
<li>Zillhardt, Gerd: Der Dreißigjährige Krieg in zeitgenössischer Darstellung. Hans Heberles &#8222;Zeytregister&#8220; (1618-1672). Aufzeichnungen aus dem Ulmer Territorium. (=Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm, hrsg. v. Stadtarchiv Ulm, Bd. 13) Ulm 1975</li>
<li>Furttenbach, Joseph d.Ä.: Cronica oder historische Beschreibung, was sich&#8230; in Ulm u. etlichen anderen Orten 1620 bis 1635&#8230; verloffen und zugetragen hat. 3 Bde. Hss. Stadtarchiv Ulm</li>
<li>Dieterich, Konrad: (&#8230;) Neujahrspredigt. Januar 1636</li>
</ul>
<p>Dieser fiktive Nachrichtenblog basiert auf einer Hausarbeit, die ich 1994 im Fachbereich Geschichte der Universität &#8211; Gesamthochschule &#8211; Essen bei Herrn Prof. Dr. Paul Münch geschrieben hatte.</p>
</div></section></div>
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