Tag Archiv für Hochwasser / Überschwemmungen

Chronik: 17. Jahrhundert – 1651

1651: Petriflut
Die Petriflut riss u.a. die Insel Juist in zwei Teile. Das Land zwischen den beiden Teilen, Hammergat genannt, wurde immer wieder mit Salzwasser überschwemmt. Mit dem Bau eines Deichs wurde dies schließlich verhindert, übrig blieb der Hammersee auf der Insel Juist.

1651: Thomas Hobbes: Leviathan
“Leviathan”, 1651 in englischer, 17 Jahre später in lateinischer Sprache veröffentlicht, war Thomas Hobbes’ Hauptwerk, benannt nach einem mythischen Ungeheuer, das sich u.a. im Alten Testament der Bibel als gottfeindliche Macht darstellt. In Hobbes’ Schrift verkörpert es den Staat, einen souveränen Staat, der dem Egoismus des einzelnen Menschen entgegenwirkt und niemandem Rechenschaft abzulegen hat: Eine übergeordnete Gewalt, am besten ein absoluter Monarch, bekommt alle Macht und Rechte, der Einzelne verzichtet auf diese. Das sei der Übergang vom Naturzustand des Menschen hin zu einer geregelten Ordnung.

1651: First Navigation Act
1651 erließ England die sogenannte Navigationsakte, die vorsah, dass nach England nur Waren importiert werden durften, die von englischen Schiffen mit überwiegend englischer Besatzung und direkt aus dem Ursprungsland stammten. Dies sollte dem Ausbau der heimische Flotte sowie der Umgehung des niederländischen Zwischenhandels dienen. Folge der Akte, die von den Niederlanden als Provokation gedeutet wurde, war der Erste Englisch-Niederländische Krieg.

Chronik: 17. Jahrhundert – 1634

1634: Erste Aufführung der Oberammergauer Passionsspiele
1634 wurden zum ersten Mal die Oberammergauer Passionsspiele aufgeführt, in denen bis heute die letzten Tage Christi nachgespielt werden. Die Aufführungen sind ein Dank für die Verschonung von der Pest im Jahre 1633.

1634: Sturmflut an der Nordseeküste (auch “Burchardiflut” oder “Zweite Grote Mandränke” genannt)
Im Oktober 1634 ereignete sich an der Nordseeküste eine folgenschwere Naturkatastrophe. Eine Sturm- und Springflut riss etliche Deiche ein und verwüstete das Land. Über 11.000 Menschen starben, viele Gebäude wurden zerstört, das Vieh hingerafft. Tragisch auch, dass auf diese Flut “einer der strengen Jahrhundertwinter mit klirrender Kälte, teilweise katastrophalen Schneefällen und einer wochenlangen Vereisung der Flussmündungen und Küsten” folgten. (Münch, Lebensformen, 1992, S. 147)

Zeitgenössische Darstellung der verheerenden Burchardiflut von 1634. Quelle: Wikimedia Commons

Zeitgenössische Darstellung der verheerenden Burchardiflut von 1634. Quelle: Wikimedia Commons, User: Merops

Chronik: 17. Jahrhundert – 1613

1613: Thüringer Sintflut
Große Teile Thüringens werden durch Hochwasser überflutet: Heftige Gewitter mit Hagelschauern ließen die Wasser vieler Flüsse dramatisch ansteigen. Viele Menschen verloren ihr Zuhause und verloren ihr Nutzvieh.

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