WebHistoriker.de – Geschichte der Frühen Neuzeit

WebHistoriker.de ist ein privates Internet-Projekt von Michael Schnell, das sich vornehmlich mit der Frühen Neuzeit (16. – 18. Jahrhundert) beschäftigt und, auf wissenschaftlichem Niveau, alle an Geschichte Interessierten ansprechen möchte.

Aktuelles zur Frühen Neuzeit

Forschungsliteratur, Zeitschriften- und Zeitungsartikel, TV-Dokumentationen, Ausstellungen und mehr – alles, was mir zur Frühen Neuzeit in den Blick gerät, findet auf dieser Seite eine kurze Erwähnung, ohne Gewähr für irgendeine Vollständigkeit. Hinzu kommen hervorgehobene Meldungen zu neuen Inhalten auf WebHistoriker.de!

Impfen oder nicht impfen? Die Pocken im 18. Jahrhundert

Forschungsliteratur; Bild: Michael Schnell(02.10.2022) Die Ausgabe 20 der Zeitschrift „Virus. Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin“ (2021) hat ihren Themenschwerpunkt auf die Geschichte der Impfung gelegt. Bzgl. der Frühen Neuzeit ist der Artikel „Die präventive Blatternbekämpfung im Spiegel des Wiener Zeitungswesens. Sondierungen von 1722 bis 1812“ von Andreas Golob von Interesse. In einigen Wiener Zeitschriften wurden die öffentlichen Debatten zu zwei präventiven Maßnahmen gegen die Blattern (Pocken), darunter die Impfung, beschrieben – und daraus lässt sich das theoretische Wissen und die Praxis zu diesem Thema bestimmen.

zum Artikel (online lesbar/zum Ausdruck als PDF)

Schutz eines Schiffwracks aus dem 17. Jahrhundert

Zeitschriften; Bild: Michael Schnell(01.10.2022) In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Archäologie in Deutschland“ (05/2022, S. 32 f.) findet sich ein interessanter Artikel zu einem Schiff aus dem 17. Jahrhundert: der „Lindormen“, einem Wrack, das auf dem Meeresgrund der Ostsee, zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland – und damit in der Nähe eines aktuellen Bauvorhabens (Tunnel). Berichtet wird, was schon bezgl. des Schiffs erforscht wurde und wie es gegen den Bau in der Nähe geschützt wird.

zur Zeitschrift „Archäologie in Deutschland“ (kostenpflichtig)

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Die Geschichte der Renaissance

Sandro Botticelli: Primavera, um 1482. Quelle: Wikimedia Commons (Livioandronico2013)

Sandro Botticelli: Primavera, um 1482. Quelle: Wikimedia Commons (Livioandronico2013)

Die Renaissance als Zeitraum oder Epoche umfasst Teile des Mittelalters (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) und der Frühen Neuzeit (ca. 16- bis 18. Jahrhundert). Erste Anfänge zeigten sich bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts, ihren Höhepunkt fand die Renaissance um 1500, ihr Ende Anfang des 17. Jahrhunderts. – WebHistoriker.de zeichnet den Verlauf der Renaissance nach. Lesen Sie eine kurze Einleitung, die Vorgeschichte und einen ausführlichen Artikel zur Frührenaissance. Beiträge zu Hoch- und Spätrenaissance folgen!

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Augenlust? Niederländische Stillleben im Detail

Bilderausstellung; Bild: Michael Schnell(23.09.2022) Das 17. Jahrhundert, genauer das 17. Jahrhundert der Niederlande steht im Mittelpunkt dieser Kunstausstellung des LVR-LandesMuseums Bonn. Die Details der schwelgerischen Stillleben – Porzellan, Früchte, Gewürze, Bücher, Karaffen und Blumen – lassen sich in 14 Kabinetten bewundern. Vom 22. September 2022bis zum 19. Februar 2023. Ein Katalog bietet weitere Informationen.

weitere Informationen auf den Seiten des Landesmuseums Bonn

NDR Kultur: Das Florilegium Portense

Bluetooth-Box; Bild: Michael Schnell(23.09.2022) Am Sonntag, 25. September 2022, von 17:00 bis 18:00 Uhr ist bei NDR Kultur eine Auswahl des „Florilegium Portense“ zu hören. Das „Florilegium Portense“ ist eine Sammlung von Motetten, die der Pastor, Kantor und Komponist Erhard Bodenschatz (ca. 1576 bis 1636) aus Groß-Osterhausen  (heute ein Teil von Eisleben) im Jahre 1618 herausgegeben hatte. Die Motetten stammten zum größten Teil aus Italien. Drei Jahre später erschien ein zweiter Teil.

weitere Informationen auf den Seiten des NDR

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Die Musik des Barock

Orgel der Kirche St. Lamberti in Münster; Foto: Michael Schnell

Orgel der Kirche St. Lamberti in Münster; Foto: Michael Schnell

Auf die sogenannte Musik der Renaissance, worunter die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts verstanden wird, folgte das Barock. In der Musikwissenschaft kennzeichnet der Barockstil gewöhnlich die Zeit zwischen den Werken Claudio Monteverdis (um 1600) bis zu einem deutlich sichtbaren Wandel des Musikstils in den 1720er Jahren. Die Frage, was denn nun die Musikepoche Barock genau ausmacht, ist nur schwer zu beantworten – zu unterschiedlich sind die einzelnen Entwicklungen und unterschiedlichen Ausprägungen.

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Ausstellung in München: Scheibenrisse

Bilderausstellung; Bild: Michael Schnell(23.09.2022) 80 Scheibenrisse zeigt die Pinakothek der Moderne in München vom 13. Oktober 2022 bis zum 8. Januar 2023. Scheibenrisse sind eine Schweizer Spezialität: Sie wurden – von der Renaissance bis zum Frühbarock – für die Anfertigung von Glasgemälden benötigt, die bei einem Neu- oder Umbau mit in die Butzenfenster eingebaut wurden. Sie waren teuer und galten schon bald als repräsentativ, oft verziert mit einem Wappen – und da in der Schweiz Wappenfreiheit galt, konnte sich jeder sein eigenes erstellen lassen.

weitere Informationen zur Ausstellung

Ausstellung in Münster: Wolfgang Heimbach

Bilderausstellung; Bild: Michael Schnell(21.09.2022) Vom 22. September bis zum 4. Dezember 2022 ist im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster, eine Ausstellung zu dem norddeutschen Barockmaler Wolfgang Heimbach zu sehen. Heimbach lebte im 17. Jahrhundert, ist heute nur leidlich bekannt, obwohl seine Auftraggeber sehr bekannte Leute waren: z.B. Papst Innozenz X. und der dänische König Frederik III. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog mit den Gemälden und ihren Beschreibungen sowie einige Essays.

zur Website der Ausstellung

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Die Musik der Renaissance

Caravaggio: Der Lautenspieler, ca. 1595. The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.

Caravaggio: Der Lautenspieler, ca. 1595. Quelle: Wikimedia Commons.

Was war das Besondere an der Musik der Renaissance? Dieser Artikel von WebHistoriker.de benennt die Neuerungen dieser Epoche und stellt einzelne Musiker und Komponisten vor, so zum Beispiel John Dunstable, Johannes Ockeghem, Josquin Despréz, Adrian Willaert, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Orlando di Lasso und Giovanni Gabrieli.

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Neu: Zeitschrift für Historische Forschung 49/2

Forschungsliteratur; Bild: Michael Schnell(20.09.2022) Die Fachzeitschrift, die sich auf den Zeitraum Spätmittelalter und Frühe Neuzeit konzentriert, bietet in ihrer neuesten Ausgabe einen Artikel des Historikers Norbert Schindler über Konflikte zwischen autonom (wie bisher weiter) arbeiten wollenden Bauern im Zillertal (Österreich) und staatlichen Kräften, die eine deutlich stärker regulierte Forstwirtschaft einführen wollten. Die mikrohistorische Analyse befasst sich mit der Waldnutzung und der Wilderei. Außerdem gibt es Rezensionen u.a. zu Carsten Goehrkes „Unter dem Schirm der göttlichen Weisheit. Geschichte und Lebenswelten des Stadtstaates Groß-Nowgorod“, Benjamin Schmids „Politisches Denken und Architektur im Mittelalter“, „Zacharias Konrad von Uffenbach. Büchersammler und Polyhistor in der Gelehrtenkultur um 1700“ von Markus Friedrichund Monika E. Müller (Hrsg.) sowie Monika Czernins „Der Kaiser reist inkognito. Joseph II. und das Europa der Aufklärung“.

zum Inhaltsverzeichnis der (kostenpflichtigen) Zeitschrift

Die Täufer in Münster (Zeitschrift „Damals“)

Zeitschriften; Bild: Michael Schnell

(20.09.2022) In der soeben erschienenen Zeitschrift „Damals“ findet sich der Artikel „Sprengkraft des Glaubens“ von Prof. Dr. Thomas Kaufmann (Theolog. Fakultät Göttingen) zum Täuferreich in den 1530er Jahren. Er erzählt auf sechs Seiten von der Entstehungsgeschichte der Täufer in Zürich, den Anfängen in Münster, den Einflüssen aus Straßburg und den Niederlanden, den radikalen reformen – und von dem blutigen Ende mit Gefangenschaft, Folterung und Hinrichtung. Thomas Kaufmann hat 2019 ein Buch zu den Täufern verfasst und herausgebracht.

zum aktuellen Heft auf den Seiten von wissenschaft.de

Die Ukraine und die Kosaken

Zeitschriften; Bild: Michael Schnell

(18.09.2022) Christian Thomas, lange Jahre Leiter des Feuilletons der „Frankfurter Rundschau“, zeigt anhand des Buches „Die Kosaken. Geschichte und Legenden“ (2013) von Andreas Kappeler das Wirken und Treiben der Kosaken auf, die anfangs nicht – wie man annehmen würde – auf Pferden, sondern auf Booten unterwegs waren. Ab dem 16. Jahrhundert ritten sie schließlich, die vornehmlich ukrainischen und russischen Kosaken, recht brutale „Bahnbrecher der religiösen Orthodoxie“. Christian Thomas beleuchtet ihre Bedeutung für die Entwicklung der Ukraine und ordnet den Vertrag von Perejaslaw aus dem Jahre 1654 historisch ein: Die Kosaken leisteten in diesem Jahr einen Schwur auf den Zaren.

zum Artikel von Christian Thomas in der Frankfurter Rundschau (vom 16.09.2022)

Berlin: Ausstellung zu Donatello

Bilderausstellung; Bild: Michael Schnell(17.09.2022) Er schuf um 1435 die erste freistehende Aktfigur, den bekannten „David“ und gilt als einer der berühmtesten Wegbereiter der Renaissance: Donatello (ca. 1386–1466). Ob er auch ihr Erfinder war, wie der Titel der seit Anfang September 2022 laufenden Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie ausdrückt, ist sicherlich Interpretationssache. Rund 90 Arbeiten, darunter viele seiner Hauptwerke sind bis zum 8. Januar 2023 in Berlin zu sehen.

zur Website der Donatello-Ausstellung

dazu interessant: Arte-Dokumentation „Donatello. Schöpfer der Renaissance“ (verfügbar bis 2. Dezember 2022)

Cervantes-Lesung auf WDR 3

Bluetooth-Box; Bild: Michael Schnell(17.09.2022) Zum 475. Geburtstag von Miguel de Cervantes (um 1547 bis 1616) am 29. September 2022 sendet WDR 3 eine Lesung aus seinem Roman. Der Verfasser hielt diesen für sein bedeutendstes Werk, in dem er von zwei Liebenden schreibt, die den Heiratsplänen ihrer Familien entfliehen und einige Abenteuer erleben – anzuhören in der Sendung „Lesezeichen“ vom 26. September bis 30. September 2022, jeweils von 14.45 bis 15.00 Uhr sowie am 01. Oktober 2022 von 16.04 bis 17.00 Uhr, anschließend sicherlich auch noch auf den Seiten des WDR.

weitere Informationen auf der Website von WDR 3

sehepunkte: Neue Rezensionen

Forschungsliteratur; Bild: Michael Schnell(17.09.2022) Die neueste Ausgabe des Rezensionsjournals sehepunkte bietet zunächst zehn Rezensionen zu Werken, die sich mit Aspekten „der Interaktion zwischen dem Osmanischen Reich und dem Russischen Reich sowie Verflechtungen innerhalb von Imperien“ auseinandersetzen. Zudem finden sich Rezensionen u.a. zu Carl Alexander Krethlows „Bauern – Schulzen – Gutsbesitzer. Mobilität in der ländlichen Bevölkerung Vorpommerns 1570-1970“, Thomas Kaufmanns „Die Druckmacher. Wie die Generation Luther die erste Medienrevolution entfesselte“, Ina Ulrike Pauls (Hg.) „Weltwissen. Das Eigene und das Andere in enzyklopädischen Lexika des langen 18. Jahrhunderts“, Irmgard Scheitlers „Opitz musikalisch. Text und Musik im 17. Jahrhundert“ und „Reformatio et memoria. Protestantische Erinnerungsräume und Erinnerungsstrategien in der Frühen Neuzeit“ von Christopher Spehr, Siegrid Westphal und Kathrin Paasch (Hgg.).

zur sehepunkte 22 (2022), Nr. 9