Tag Archiv für Holländischer Krieg

Chronik 17. Jahrhundert – 1679

1679: Frankreich: Reunionen / Reunionspolitik Ludwig XIV.
Mit einem “scheinlegalen Verfahren” (Büssem/Neher: Arbeitsbuch Geschichte: Neuzeit 1, 1991, S. 284) suchte Frankreich Ländereien und Gebiete für sich zu beanspruchen, die in irgendeiner Beziehung zu den im Holländischen Krieg hinzugewonnenen Gebieten standen. Hierzu wurden 1679 sogenannte Reunionskammern gebildet, die genau zu diesem Zweck alte Akten durchforsteten.

Anschließend wurden diese Gebiete mit dem Verweis auf diese alten Dokumente “einverleibt”. U.a. fielen so das gesamte Elsaß (mit Straßburg) sowie einige Grafschaften (z.B. Saarbrücken) an Frankreich. 1683 bis 1684 wurde Luxemburg eingenommen. Das Heilige Römische Reich sah sich außerstande, militärisch einzugreifen. Im Regensburger Stillstand von 1684 wurde dem französischen König zugesichert, 20 Jahre lang nichts gegen die Reunionen zu unternehmen. Im Gegenzug sollte sich Ludwig XIV. mit den bislang erworbenen Gebieten zufrieden geben.

Chronik 17. Jahrhundert – 1674

1674–1679: Schwedisch-Brandenburgischer Krieg / Schonischer Krieg
Dieser Krieg zwischen Brandenburg-Preußen (zusammen mit Dänemark) gegen Schweden war Teil des Holländischen Kriegs (s. 1672-1679). Nach dem abgewehrten Angriff der Schweden eroberte Brandenburg-Preußen Schwedisch-Pommern. Dänemark hingegen suchte die in den vergangenen Jahrzehnten verlorenen Provinzen, u.a. Schonen (heute im Süden Schwedens), zurückzugewinnen. Die Kriege wurden mit dem Frieden von Saint-Germain bzw. dem Frieden von Lund beendet. Schwedisch-Pommern ging an Schweden zurück, andere Gebiete musste Schweden an Brandenburg-Preußen abtreten.

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