Tag Archiv für Hume

Chronik: 18. Jahrhundert – 1751

1751: David Hume: An Enquiry Concerning the Principles of Morals (Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral)

1751: Diderot und d’Alembert: Encyclopédie
1751 erschienen die ersten Bände des monumentalen Werks von Denis Diderot und Jean le Rond d’Alembert: der “Encyclopédie ou dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers”. Der gesamte Wissenschatz der Zeit sollte hier zu lesen sein, von der Religion über die Philosophie und die Politik bis hin zu Beschreibungen der Handwerke und der Gewerbe. An den über 70.000 Artikel schrieben etliche bekannte französische Aufklärer mit, Rousseau oder auch Voltaire.

Chronik: 18. Jahrhundert – 1739

Porträt von David Hume (1711-1776) von Allan Ramsay; Standort: National Gallery of Scotland, Herkunft: Web Gallery of Art / Wikimedia Commons

Porträt von David Hume (1711-1776) von Allan Ramsay; Standort: National Gallery of Scotland, Herkunft: Web Gallery of Art / Wikimedia Commons

1739: David Hume: A Treatise of Human Nature (Ein Traktat über die menschliche Natur)
“A Treatise of Human Nature” ist eines der Hauptwerke des Hauptvertreters des englischen Empirismus, David Hume (1711-1776), der philosophische, historische und ökonomische Schriften verfasste.

Für Hume sind Beobachtung und Erfahrung die Grundlagen menschlicher Erkenntnis. Er unterscheidet zwischen Sinneseindrücken (Impressionen) und Ideen. Ideen seien die Erinnerungen und Vorstellungen des menschlichen Geistes, während die Sinneseindrücke die Grundlage aller Ideen seien. Erst, wenn ich den Mond gesehen habe, kann ich mir den Mond in Erinnerung rufen und über ihn nachdenken. Dann freilich kann ich diese Vorstellungen ausschmücken – “das Grundmaterial, aus dem unsere Vorstellungen sich letztlich zusammensetzen, (muss) aus irgendwelchen Eindrücken gewonnen sein”. (nach: Norbert Hoerster: David Hume, in: Klassiker des philosophischen Denkens, 2003, S. 12f.) Zudem können verschiedene Perzeptionen, also Bewusstseinsinhalte, zusammenkommen: Farbe, Geruch, Geschmack – doch der “Gesamteindruck” kann auch wieder in einzelne Eindrücke geteilt werden.

Hume lehnte also jegliche Erkenntnis über die Wirklichkeit, die nur durch reines Denken (a priori) zustande kommt, die also nicht auf die Sinneswahrnehmungen zurückgeht, ab. Und zwar nicht, weil es diese Wirklichkeit nicht geben könne, sondern weil es sie geben oder nicht geben könne: “Das Gegenteil jeder Tatsache bleibt immer möglich, denn es kann niemals einen Widerspruch in sich schließen und wird vom Geist mit derselben Leichtigkeit und Deutlichkeit vorgestellt, als wenn es noch so sher mit der Wirklichkeit übereinstimmte. Daß die Sonne morgen nicht aufgehen wird, ist ein nicht minder verständlicher Satz und nicht widerspruchsvoller, als die Behauptung, daß sie aufgehen wird.” (David Hume, Ein Traktat, 4. Abschnitt, G 23, Philosoph. Bibliothek, Übersetzung von R. Richter von 1907)

Quelle

Quelle: Hume: Über die menschliche Natur, übers. von L. H. Jakob, 1790 (Google Bücher)

1739-1742: Kolonialkrieg zwischen England und Spanien: War of Jenkins’ Ear

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