Beiträge

Chronik: 18. Jahrhundert – 1791

1791: „Die Zauberflöte“ von Mozart
Die Etablierung eines deutschen National-Singspiels, das sich Kaiser Joseph II. wünschte, ging nicht in Erfüllung. Die italienische Oper blieb in Wien maßgebend. 1791 schließlich schuf Wolfgang Amadeus Mozart ein Werk, das er selbst eine „Teutsche Oper“ nannte (Reclam Buch der Musik, 2001, S. 165): eine Oper in deutscher Sprache für ein bürgerliches Publikum. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1764

1764 oder 1765: Die erste Sinfonie Wolfgang Amadeus Mozarts
Acht oder neun Jahre alt war Wolfgang Amadeus Mozart, als er seine erste von ca. 50 Sinfonien komponierte. In dieser Zeit war er bereits viel unterwegs, mit seiner Familie: mit dem Vater Leopold Mozart, der das eigene Komponieren schon bald aufgab, um sich mehr der musikalischen Ausbildung und Förderung seines Sohnes widmen zu können; mit der Mutter, Anna Maria Pertl; mit der Schwester Maria Anna (genannt Nannerl), die viereinhalb Jahre älter als er war. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1778

1778: Mozart komponiert seine „Pariser Sinfonie“
Wolfgang Amadeus Mozart fand trotz der väterlichen Anstrengungen Leopold Mozarts keine in ihren Augen adäquate Anstellung in Mitteleuropa, so dass er zunächst in Salzburg blieb. 1777 brach er dann mit seiner Mutter nach Paris auf, um dort „sein Glück“ zu suchen. Der Aufenthalt dort begann wenig verheißungsvoll, aber dann erhielt der 22-Jährige den Auftrag, für eine bedeutende Konzertreihe (Concert spirituel) eine Sinfonie zu komponieren. Er passte seinen Kompositionsstil an das Pariser Orchester und den Pariser Musikgeschmack an – und begeisterte das Publikum.

1778-1779: Bayerischer Erbfolgekrieg und Frieden von Teschen
Ausgangspunkt des Krieges, der kaum nennenswerte Gefechte mit sich brachte, stand der Tod des bayerischen Kurfürsten Maximilian III. Joseph aus dem Geschlecht der Wittelsbacher. Da er ohne Erben starb, wurde Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz sein rechtmäßiger Nachfolger und vereinigte die Fürstentümer („Pfalz-Bayern“).

Der habsburgische Kaiser Joseph II. bot Karl Theodor daraufhin die österreichischen Niederlande und einige Zahlungen im Tausch gegen Niederbayern und die Oberpfalz an. Karl Theodor war diesem Tausch nicht abgeneigt – im Gegensatz zu den Preußen, die ein starkes Übergewicht der Habsburger im Süden des Reiches nicht akzeptieren wollten. Sie marschierten in Böhmen ein.

Bevor es zu Gefechten kommt, wird der Frieden von Teschen geschlossen. Karl Theodor behielt Bayern bis auf das Innviertel (das nordwestliche Viertel Österreichs), das an Österreich ging. Die Fürstentümer Ansbach und Bayreuth gingen an die Preußen.

Friedrich der Große und der Feldscher (um 1793-95) von Bernhard Rode. „In dem Feldzuge 1778 ließ sich der König einmal eine Ader schlagen. An demselben Tage fiel nachmittags eine Kanonade mit dem Feinde vor, welche so stark ward, dass der König nötig fand, selbst hinzureiten. Bei der Bewegung sprang ihm die Ader auf. Der König stieg vom Pferde und ließ sich von einem Kompagniefeldscher, welcher sich von ungefähr daselbst fand, die Ader sich wieder zubinden. Es schlug eine Kanonenkugel neben ihm nieder; der Feldscher erschrak und zitterte; der König sagte lächelnd zu den Umstehenden: Der muss noch nicht viel Kanonenkugeln gesehen haben.“ (Katalog der Akademieausstellung von 1795, No. 10) / Wikimedia Commons

Friedrich der Große und der Feldscher (um 1793-95) von Bernhard Rode. „In dem Feldzuge 1778 ließ sich der König einmal eine Ader schlagen. An demselben Tage fiel nachmittags eine Kanonade mit dem Feinde vor, welche so stark ward, dass der König nötig fand, selbst hinzureiten. Bei der Bewegung sprang ihm die Ader auf. Der König stieg vom Pferde und ließ sich von einem Kompagniefeldscher, welcher sich von ungefähr daselbst fand, die Ader sich wieder zubinden. Es schlug eine Kanonenkugel neben ihm nieder; der Feldscher erschrak und zitterte; der König sagte lächelnd zu den Umstehenden: Der muss noch nicht viel Kanonenkugeln gesehen haben.“ (Katalog der Akademieausstellung von 1795, No. 10) / Wikimedia Commons

Chronik: 18. Jahrhundert – 1782

1782: Uraufführung des Singspiels „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart in Wien
Ein deutsches National-Singspiel wünschte sich Kaiser Joseph II., als gleichwertiges Gegenstück zu den italienischen und französischen Opern. Er beauftragte Wolfgang Amadeus Mozart mit der Schaffung eines solchen Werkes. Mozart nahm als Grundlage das Libretto (Text einer Oper, Operette u.ä.) des deutschen Dichters Christoph Friedrich Bretzner. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1786

1786: Uraufführung der Oper „Le nozze di Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart in Wien
Mozarts „Hochzeit des Figaro“ hatte als Grundlage das Libretto von Lorenzo da Ponte, einem italienischen Dichter, der auch für „Don Giovanni“ und „Cosi fan tutte“ tätig wurde. Weiterlesen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1787

1787: Uraufführung von Mozarts Oper „Don Giovanni“ in Prag

1787: Johann Wolfgang von Goethe veröffentlicht das Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“

1787: Josephinisches Strafgesetzbuch

1787-1791: Vier Streichquintette von Wolfgang Amadeus Mozart
„Diese Quintette gehören zum Höchsten, das Mozart geschaffen hat“, schreibt Arnold Feil in Metzlers Musik Chronik (2005, S. 426). Die Rede ist von den Streichquintetten in C-Dur (KV 515) und in g-moll (KV 516) aus dem Jahre 1797, den Quintetten in D-Dur (KV 593) von 1790 und Es-Dur (KV 614) von 1791. Den zwei Violinen, einer Bratsche und einem Violincello wurde in den Quintetten eine weitere Bratsche hinzugefügt. Mit ihr schuf Mozart Werke von hohem harmonischen Gehalt, formal hervorragend ausgearbeitet.

(Carnegie Hall: www.carnegiehall.org; Carnegie Hall bei Youtube: www.youtube.com/user/carnegiehall)

1787–1792: Griechischer Plan / Zweiter Russisch-Österreichischer Türkenkrieg / Friede von Jassy
Dieser Krieg Russlands und Österreichs richtete sich gegen das Osamnische Reich und sah dessen Zerschlagung und Aufteilung vor. Dieses Kriegsziel wurde im sogenannten Griechischen Plan festgelegt, den die russische Zarin Katharina II. dem österreich-deutschen Kaiser Joseph II. vorgelegt hatte.

Im Kriegsverlauf gabe es zunächst keine entscheidenden Gewinne auf beiden Seiten, wobei Russland zeitweise noch durch die Schweden im Norden bedroht wurde. Preußen hingegen drängte Österreich, sich aus dem Krieg zurückzuziehen, u.a. indem es ein Bündnis mit dem türkischen Sultan schloss. Nach dem Tod Kaiser Josephs II. (1790) schloss Österreich Frieden mit dem Osmanischen Reich, was in Russland als Verrat empfunden wurde.

Russland hingegen setzte den Krieg mit einigen Erfolgen fort und der Krieg endete 1792 mit einem Friedensschluss.

1787-1804: Alexander von Humboldts Reisen nach Süd- und Mittelamerika