Tag Archiv für Sachsen

Chronik: 16. Jahrhundert – 1542

1542: Genfer Katechismus
(s. 1541: Genfer Kirchenordnung und Genfer Katechismus)

1542: Sachsen und Hessen besetzen Braunschweig-Wolfenbüttel
Im Streit um die Stadt Goslar kam es 1542 zur Besetzung von Braunschweig-Wolfenbüttel durch Johann Friedrich I., den Kurfürsten von Sachsen, und Philipp, Landgraf von Hessen. Mit der Reformation wurden Johannes Bugenhagen und Anton Corvinus beauftragt.

1542: Die Bulle “Licet ab initio” von Papst Paul III. zur Inquisition
Die Nachrichten von der Ausbreitung reformatorischen Gedankenguts nördlich der Alpen ließ in Italien die Rufe nach strengen Maßnahmen dagegen laut werden. Um den alten Glauben, die alte Kirche zu schützen, leitete Papst Paul III. mit seiner Bulle “Licet ab initio” die Errichtung einer Inquisionsbehörde in die Wege, die sowohl im Süden als auch im Norden (also nördlich der Alpen) tätig werden sollte: die “Sacra Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis” oder “Congregatio sancti” (später auch “Sanctum Officium” genannt). Sechs Kardinäle mit besonderen Rechten standen an der Spitze der Behörde, die in den Folgejahren v.a. durch einen berühmt-berüchtigten “Index” auf sich aufmerksam machte: dem Index für verbotene Bücher (Index Librorum Prohibitorum) von 1559. Daneben gab es auch, wenngleich bedeutend weniger als in Spanien, die Verfolgung udn auch Ermordung von “Ketzern” – Giordano Bruno und Galileo Galilei sind hier sicherlich die bekanntesten Beispiele.

Chronik: 18. Jahrhundert – 1763

1763: Ende der Personalunion Sachsens mit Polen

1763: Johann Nikolaus von Hontheim: De statu ecclesiae et legitima potestate Romani pontificis liber singularis 
Der Weihbischof von Trier, Johann Nikolaus von Hontheim (1701-1790), veröffentlichte im Jahre 1763 unter dem Pseudonym Justinus Febronius eine Schrift, die die päpstliche Vorrangstellung gegenüber dem bischöflichen Konzil infrage stellte. Nur die Kirche und das Konzil könnten unfehlbar sein. Das Werk wurde 1764 von der katholischen Kirche indiziert. Erst 1778 stellte sich heraus, wer Febronius war. Er wiederrief seine Ansichten – jedoch eher förmlich, wenn man seine weiteren Schriften betrachtet.

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