Tag Archiv für Ferdinand II.

Chronik: 17. Jahrhundert – 1629

1629: Restitutionsedikt Kaiser Ferdinands II.
Mithilfe des Heeres von Wallenstein war Kaiser Ferdinand II. nach seinem Sieg über den dänischen König Christian IV: auf dem Höhepunkt seiner Macht angekommen – und suchte dies zu einem entscheidenden Schlag gegen die Protestanten zu nutzen: Er erließ das Restitutionsedikt.

Wie schon im Vierklösterstreit (s.o.) ging es auch nun wieder um die Auslegung der Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens. Kaiser Ferdinand II. ordnete die Rückgängigmachung der Säkularisation für die Fälle an, die aus katholischer Sicht im Widerspruch zum Geistlichen Vorbehalt standen. Darunter befanden sich immerhin zwei Erzbistümer und 12 Bistümer!

Mit der Durchführung wurde recht zügig begonnen. Dagegen gab es jedoch mehr und mehr Proteste, da sich die Landesherren in ihrer Freiheit bedroht sahen – und zwar sowohl protestantische als auch katholische Landesherren. Selbst im bayerischen Herzog Maximilian regte sich Widerstand: Er drohte dem Kaiser mit dem Entzug der Liga-Unterstützung und zeigte sich immer öfter als Gegner des Kaisers. Diese Zwistigkeiten sowie Unzufreidenheiten bei der Zuteilung der restituierten Güter zeigen an, dass das Edikt ein “Fehler der kaiserlichen Politik” (Stollberg-Rilinger, 2009, S. 79) war, ein “Wendepunkit der kaiserlichen Mqachtstellung und der Gegenreformation im Reich” (Klueting, 1989. S. 344).

1629: Friede von Lübeck
(s. 1623-1629: Dreißigjähriger Krieg: Dänisch-niedersächsischer Krieg)

1629-1650: Heinrich Schütz: Symphonia sacrae

Chronik: 16. Jahrhundert – 1596

1596/97: Ferdinand II. und die Rekatholisierung Innerösterrichs
Der spätere Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (ab 1619), Ferdinand II., ein Enkel des Kaisers Ferdinand I. und Sohn von Erzherzog Karl II. von Innerösterreich (1540–1590), wurde 1596/97 Landesherr der Steiermark, von Kärnten und der Krain und rekatholisierte mit z.T. sehr brutalen Methoden seine Länder.

Chronik: 17. Jahrhundert – 1619

1619: Gründung der Hamburger Bank

1619: Dordrechter Synode
Die Dordrechter Synode war eine Nationalsynode der reformierten Kirchen in den Niederlanden, eine nationale Zusammenkunft, die zur Klärung theologischer Streitigkeiten einberufen wurde. Die Zwistigkeiten bestanden v.a. in der unterschiedlichen Auslegung der Prädestination, der Vorherbestimmung. Dabei standen sich die sogenannten Remonstranten oder Arminianer (nach dem Leidener Professor Jacobus Arminius benannt), die eine weniger “strenge” Auffassung vertraten, den Contreremonstranten gegenüber, die in fünf Dordrechter Artikeln den freieren Auffassungen der Arminianer entgegentraten.

Die Dordrechter Synode “verdammte die Lehre der Remonstranten und fasste die Prädestinationslehre – für alle reformierten Kirchen maßgeblich – zusammen” und prägte damit den weiteren Verlauf der “Geschichte des Calvinismus”. (Klueting, Konfessionelles Zeitalter, 1989, S. 204)

1619–1637: Kaiser Ferdinand II. (Lebensdaten: 1578-1637)

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