Tag Archiv für Polen

Chronik: 18. Jahrhundert – 1763

1763: Ende der Personalunion Sachsens mit Polen

1763: Johann Nikolaus von Hontheim: De statu ecclesiae et legitima potestate Romani pontificis liber singularis 
Der Weihbischof von Trier, Johann Nikolaus von Hontheim (1701-1790), veröffentlichte im Jahre 1763 unter dem Pseudonym Justinus Febronius eine Schrift, die die päpstliche Vorrangstellung gegenüber dem bischöflichen Konzil infrage stellte. Nur die Kirche und das Konzil könnten unfehlbar sein. Das Werk wurde 1764 von der katholischen Kirche indiziert. Erst 1778 stellte sich heraus, wer Febronius war. Er wiederrief seine Ansichten – jedoch eher förmlich, wenn man seine weiteren Schriften betrachtet.

Chronik: 18. Jahrhundert – 1772

1772-1795: Die drei Teilungen Polens
Die Gleichgewichtspolitik der Großmächte fand in den drei Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 einen ihrer Höhepunkte. Im Reich standen sich noch immer Preußen und Österreich gegenüber, Preußen mit dem immer stärker werdenden Partner Russland im Rücken, während sich Österreich gegen Russland mit den Osmanen verbündete. Um einen Krieg zu verhindern, bot Preußen einen Ausgleich an: die Aufteilung Polens unter Russland, Österreich und Preußen. Polen, innerlich und äußerlich geschwächt, wurde zum Spielball der Mächte und verschwand für über 100 Jahre von der europäischen Bildfläche.

Chronik: 18. Jahrhundert – 1795

1795: Dritte Teilung Polens (s. 1772)

Chronik: 17. Jahrhundert – 1633

Titelblatt von Galileis "Dialog über die zwei Weltsysteme": Es diskutieren Aristoteles, Ptolemäus und Kopernikus miteinander. Quelle: Wikimedia Commons / Original uploader was APPER at de.wikipedia

Titelblatt von Galileis “Dialog über die zwei Weltsysteme”: Es diskutieren Aristoteles, Ptolemäus und Kopernikus miteinander. Quelle: Wikimedia Commons / Original uploader was APPER at de.wikipedia

1633: Galileo Galilei widerruft seine heliozentrischen Ansichten und entgeht dem Scheiterhaufen
Im Jahre 1632 veröffentlichte Galileo Galilei sein Werk “Dialogo sopra i due massimi sistemi del mondo”, kurz “Dialog” genannt. Diese Schrift führte letztendlich zum Inquisitionsprozess gegen Galilei, wenngleich er schon vorher “unter Beobachtung” stand – v.a. wegen seines wiederholten Eintretens für das kopernikanische Weltbild, wonach nicht die Erde, sondern die Sonne der Mittelpunkt des Universums sei.

Dreimal wurde Galilei 1633 von der Inquisition verhört und schwor der kopernikanischen Theorie schließlich ab. Die Worte “…und sie bewegt sich doch!”, die er nach dem Prozess geflüstert haben soll, sind historisch nicht belegt. Der Dialog wurde von der katholischen Kirche indiziert und erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder freigegeben. “Dieses Werk und die späteren ‘Discorsi e dimostrazioni matematichi intorno a due nuove scienze’ (1638), die die theoretische Grundlegung der neuzeitlichen Physik darstellen, begründen G.s überragende Stellung in der Wissenschaftsgeschichte.” (Galilei, Galileo. Religion in Geschichte und Gegenwart, S. 10390, DVD, vgl. RGG Bd. 2, S. 1192) Galileo blieb bis zu seinem Tode im Jahre 1642 unter Hausarrest.

1633-1634: Krieg zwischen den Osmanen und Polen
1633 marschierten die Osmanen in Polen-Litauen ein, nachdem Polen bereits von russischer Seite angegriffen wurde. Polen konnte die Osmanen jedoch abwehren.

Chronik: 17. Jahrhundert – 1655

1655-1667: Papst Alexander VIII. (Lebensdaten: 1599-1667)

1655-1660: Zweiter Nordischer Krieg / Vertrag von Königsberg / Vertrag von Lubia / Friede von Oliva
Im Zweiten Nordischen Krieg standen sich zunächst Schweden und Polen gegenüber, Russland griff kurze Zeit später in die Kriegshandlungen mit ein.

Der Krieg entzündete sich daran, dass der polnische König Johann II. Casimir Anspruch auf die schwedische Krone anmeldete. Daraufhin marschierte der schwedische König Karl X. in Polen ein, nahm Warschau und Lettland ein. Brandenburg, das bislang das Herzogtum Preußen als Lehen von Polen besaß, musste nun den schwedischen König Karl X. Gustav als Lehnsherrn annehmen (Vertrag von Königsberg). In der Folgezeit neigte sich das Machtgefüge etwas zu Ungunsten Schwedens: Von russischer, aber auch von polnischer Seite ging Gefahr aus. So war nun Karl X. Gustav seinerseits zu Zugeständnissen an Brandenburg bereit: Mit dem Vertrag von Labiau im November 1656 erhielt Brandenburg u.a. die volle Souveränität über Preußen.

1657 schließlich traten die Österreicher, Dänen und die Niederländer entschlossener an die Seite Polens, ein schwedisches Übergewicht im Norden Europas zu verhindern – und sogar Brandenburg wechselte die Fronten, nachdem Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg-Preußen im Vetrag von Wehlau seitens des polnischen Königs Johann Casimir die volle Souveränität zubilligte.

Beendet wurde der Krieg schließlich mit dem Frieden von Oliva im Jahre 1660.

Chronik: 17. Jahrhundert – 1697

1697: Friedrich August I. von Sachsen wird polnischer König
Nachdem er kurz zuvor zum katholischen Glauben konvertiert war, ließ sich der sächsische Kurfürst Friedrich August I. (auch “August der Starke” genannt) zum polnischen König krönen. Hinter dieser Herrschaft in Personalunion standen wirtschaftliche, aber auch sicherheitspolitische Erwägungen.

Noch zwei Nachfolger Friedrich Augusts sollten bis 1763 den polnischen Thron besetzen.

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