Kleine Geschichten aus der Frühen Neuzeit
Kleine Geschichten oder Anekdoten zu unterschiedlichen Themen aus dem 16., 17 und 18. Jahrhundert: Ein recht willkürlicher Streifzug durch die Politik, die Philosophie, die Theologie der Frühen Neuzeit, durch den Alltag und das soziale Leben der Menschen damals. Alles wird bunt gemischt sein, Geschichte von oben, Geschichte von unten, Geschichten bekannter Menschen, Geschichten vom „gemeinen Mann“ – und ich weiß noch nicht, wohin das führen wird. (Die neueste Geschichte steht immer oben!)

Der Barbier und das tote Kind im Leib
In dieser Geschichte geht es um einen Barbier, dessen Frau hochschwanger ist. Leider stirbt das Kind im Mutterleib, der Vater gibt dafür den (in seinen Augen) zankbesessenen Verwandten die Schuld. Das tote Kind kann nicht auf natürlichem Weg geboren werden – und der Vater greift zu einem drastischen Mittel …

Das Muttermal oder: Einbildung, Furcht und Schrecken der schwangeren Frau
Eine schwangere Frau sah, wie die Magd gerade einem Puter den Kopf abschlug. Der Kopf fiel der Frau vor die Füße, sie erschrak heftig und griff sich in derselben Zeit an die Stirn über dem linken Auge – und Monate später hatte ihr Neugeborenes ein Mal an der Stirn, das dem abgehauenen Kopf des Puters ähnlich sah.
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Sir Walter Raleigh und die Kopflosen
Auf einer Entdeckungsreise in Südamerika hört der englische Seefahrer von einem Volk der Kopflosen. Eigentlich skeptisch gegenüber solchen Geschichten, hält er er ihre Existenz letztendlich doch für möglich…

Ein Schuhmacher im Dreißigjährigen Krieg
Tod, physische und psychische Verletzungen, Angst, Vertreibung, Flucht, Elend – das sind Begriffe, die wir mit Krieg in Verbindung bringen. Und dies nicht erst seit den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts. Auch Hans Heberle, ein Landwirt und Schuhmacher, der vor 400 Jahren lebte, musste einen Krieg mit all’ den leidvollen Nebenerscheinungen miterleben.

Der Jungbrunnen
Der spanische Adelige Juan Ponce de León suchte Anfang des 16. Jahrhunderts viele Wochen in der Region um den Golf von Mexiko nach dem Jungbrunnen. Er fand ihn nicht. Die Vorstellung einer solchen Wassers zur Verjüngung hielt sich trotzdem bis ins 18. Jahrhundert.