Ausstellung: „Shalom am Rhein. 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz“

Wie verbanden römische Funde mit Menora-Symbolen, mittelalterliche Gelehrte und napoleonische Reformen das jüdische Leben in Rheinland-Pfalz mit der europäischen Geschichte? Die Ausstellung „Shalom am Rhein. 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz“ im Mainzer Landesmuseum, von Eugen El für die „Jüdische Allgemeine“ vorgestellt, gibt faszinierende Einblicke. Im Fokus stehen die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz – UNESCO-Welterbe und geistige Zentren des aschkenasischen Judentums.

Doch die Schau zeigt mehr: Sie erzählt von jüdischen Gemeinden zwischen Trier und Kaiserslautern, von Vertreibung und Neubeginn, von Persönlichkeiten wie Gershom ben Jehuda, der mit seinen Reformen Maßstäbe setzte, oder Anna Seghers, die hier geboren wurde. Interaktive Stationen laden zum Entdecken ein – ob hebräische Schrift, kulinarische Traditionen oder Alltagsleben. Historische Postkarten aus Kaiserslautern, auf denen Synagogen selbstverständlich neben Kirchen stehen, erinnern an eine Zeit, in der jüdisches Leben die Region mitprägte.

Die Ausstellung macht deutlich: Jüdische Geschichte in Rheinland-Pfalz ist kein Relikt, sondern ein lebendiger Teil der Identität. Ein Besuch lohnt sich – für Neugierige wie Kenner!

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