„Italian Palaces“ von Massimo Listri: Ein opulenter Bildband feiert Italiens vergessene Adelswelten
Italiens Palazzi üben seit jeher eine magische Anziehungskraft aus – doch wer kann sie schon alle von innen sehen? Massimo Listris neuer Bildband „Italian Palaces“ macht es möglich, so Irene Helmes in ihrer Rezension für die Süddeutsche Zeitung. Mit seinen großformatigen Fotografien öffnet er Türen zu prunkvollen Räumen, die sonst oft verschlossen bleiben: von den verspielten Ornamenten der Renaissance bis zur kühlen Eleganz klassizistischer Salons.
Helmes betont, wie Listris Aufnahmen die Aura dieser Bauwerke einfangen: mal als strahlende Zeugnisse vergangener Pracht, mal als melancholische Relikte, die die Zeit nur knapp überdauert haben. Besonders faszinierend seien die Details – etwa die täuschend echten Trompe-l’œil-Malereien oder die filigranen Intarsien, die erst beim zweiten Hinsehen ihre ganze Kunstfertigkeit offenbaren. Der Band sei kein trockenes Architekturwerk, sondern ein sinnliches Erlebnis, das zum Schwelgen einlädt.
Dabei stellt die Rezensentin klar: Hier steht die Schönheit der Paläste im Mittelpunkt, nicht ihre oft düstere Entstehungsgeschichte. Wer mehr über die architektonischen Hintergründe wissen möchte, findet in Robert Stallas Einleitung fundierte Erläuterungen. Doch auch ohne Vorwissen wird das Blättern zum Vergnügen – ein Ausflug in eine Welt, die zwischen Dekadenz und zeitloser Eleganz schwankt.
mehr dazu in der vollständigen Rezension auf Süddeutsche Zeitung