Musikalisches aus Barock und Klassik
WebHistoriker bietet Ihnen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aktuelle Vorschauen und Rückblicke auf größere Veranstaltungen – Konzertreihen und Festivals – mit Musik aus der Frühen Neuzeit.

Notenblatt; Bild: Michael Schnell
Vorschauen:
Bad Reichenhaller Philharmoniker: Mozart-Tage
Die Mozart-Tage 2026 in Bad Reichenhall widmen sich erneut dem zeitlosen Genie Wolfgang Amadeus Mozarts, dessen Musik und Einfluss bis heute weltweit faszinieren – von klassischen Konzerten bis hin zu modernen Kunstformen. Vom 10. bis 12. April 2026 laden die Bad Reichenhaller Philharmoniker unter der Leitung von Dirigent Daniel Spaw zu zwei Konzerten und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm ein, das Mozarts Schaffen und seine anhaltende Wirkung erkundet. Die Veranstaltung bietet eine inspirierende Reise durch Mozarts Welt und fragt nach den Gründen für seine ungebrochene Popularität. Mit Partnern wie dem Bürgerbräu versprechen die Mozart-Tage ein lebendiges Erlebnis für Musikbegeisterte.
Klosterkonzerte Maulbronn
Auf der Website des Klassik- und Jazz-Magazins Rondo stellt Guido Fischer das 58. sommerliche Musikfestival im UNESCO-Weltkulturerbe Maulbronn vor, das vom 16. Mai bis 27. September 2026 stattfindet. Das Festival überzeuge durch sein einzigartiges Ambiente und ein vielfältiges Programm – von barocken Klängen des Helsinki Baroque Orchestra und Dorothee Oberlinger bis hin zu Orgelkonzerten an der Grenzing-Orgel und Auftritten junger Ensembles wie den Hanke Brothers. Besonders hervorgehoben werden auch Jubiläen, wie das 20-jährige Wirken des Pianisten Bernd Glemser als „Permanent Artist in Residence“. Das Festival lädt damit zu einem musikalischen Erlebnis in historischer Atmosphäre ein.
Kloster Seeon und die Mozartwoche
Anlässlich des 270. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart feiert das Kloster Seeon vom 5. bis 12. April 2026 die 30. Mozartwoche mit einem vielseitigen Programm. Die Eröffnung am Ostersonntag (5. April) gestaltet ein musikalisch-literarischer Abend mit Silke Aichhorn (Harfe) und Lisa Wellisch (Klavier/Sprecherin), die unterhaltsame Anekdoten und Werke von Mozart bis zur Gegenwart präsentieren. Am Ostermontag (6. April) verbindet das Konzert „Rock me(ets) Amadeus“ klassische Arien mit modernen Rock-Elementen, begleitet von Viviana Wittmann (Saxophon/Klarinette), Daniel Hinterberger (Bariton) und Stephan Schlögl (Tenor). Neben einem Kulturausflug zur Münchner Residenz und Orgelsammlung Schloss Valley (9. April) beschließt das Mostly Mozart Trio mit virtuosen Improvisationen über Mozarts Werke die Festwoche.
zum Bericht von Anton Hötzelsperger auf der Website „Samberger Nachrichten“
Europäisches Klassikfestival
Das Europäische Klassikfestival ist ein Festival der klassischen Musik, das seit dem Jahr 1998 in jedem Sommer im nördlichen Ruhrgebiet sowie angrenzenden Münsterland stattfindet. Sowohl international bekannte Musiker als auch Nachwuchskünstler bringen dabei an mehreren Spieltagen und wechselnden Standorten unterschiedliche Facetten der klassischen Musik zu Gehör. Ziel des Festivals ist die Förderung der klassischen Musik und das gemeinsame Musizieren mit Künstlern aus ganz Europa. Mehrere namhafte ortsansässige Firmen, Verbände und Einrichtungen engagieren sich beim Europäischen Klassikfestival als Sponsoren.
In jedem Jahr finden etwa 80 Konzertveranstaltungen an mehreren Standorten im Ruhrgebiet statt. Diese reichen von städtischen Schulen oder Altenheimen, über Burgen, Schlösser, Kirchen und Kapellen entlang der Lippe bis hin zu bekannten Veranstaltungsorten – bevorzugt Industriekultur – wie u. a. dem Gasometer Oberhausen, dem Kulturzentrum Herne, dem Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen oder dem Yehudi-Menuhin-Forum in Marl. (Text: Wikipedia: Europäisches Klassikfestival Ruhr)
Mozartfest Würzburg
Es ist das älteste Fest zu Ehren Wolfgang Amadeus Mozarts in Deutschlands: Seit 1921 findet das Mozartfest in Würzburg statt. Vom 29. Mai bis zum 28. Juni 2026 gibt es 90 Veranstaltungen an 30 Spielorten, es musizieren 36 Orchester und Ensembles. Zwei Musikerinnen prägen das diesjährige Profil: die chinesische Geigerin Tianwa Yang, die in Kassel lebt und dort seit 2012 als Dozentin an der Musikakademie tätig ist, und die bekannte Schlagzeugerin Leonie Klein. Auf dem Programm stehen nicht nur Werke Mozarts, sondern auch sich an Mozart anlehnende Kompositionen modernerer Musikerinnen und Musiker.
Rückblick
Festival „Zürich Barock“
Im Festivalbericht „Zürich Barock“ auf concerti.de beschreibt Patrick Erb das zehn Tage dauernde Festival (20.–29. März 2026) als barocken Ausnahmezustand, der mit Stars wie Cecilia Bartoli in Händels „Giulio Cesare in Egitto“ und einem vielfältigen Programm – von französischer Tragédie lyrique bis zu Bachs Matthäus-Passion – überzeugte. Besonders hervorgehoben werden das hauseigene Alte-Musik-Ensemble La Scintilla der Oper Zürich sowie Gastensembles und Solisten, die durch stilistische Meisterschaft und innovative Inszenierungen, etwa von Davide Livermore oder Claus Guth, glänzten. Das Festival präsentierte sich als lebendiger Hotspot der Alten Musik, der Tradition und Moderne auf hohem Niveau verband. Mit Werken wie Leclairs „Scylla et Glaucus“ und einer gelungenen Mischung aus Oper, Konzert und Chormusik setzte es Maßstäbe für zukünftige Ausgaben.
Musikgeschichte auf WebHistoriker.de
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Themenübersicht „Musik in der Frühen Neuzeit“
Literaturtipps: Geschichte der Musik

Caravaggio: Der Lautenspieler, ca. 1595. The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.
