KI enthüllt neue Details zur Aidenbacher Bauernschlacht von 1706

Wie Klaus Engel in der „Passauer Neue Presse“ berichtet, bringen jüngste KI-gestützte Auswertungen von Gerichtsbriefen und lokalen Quellen neue Einsichten in die Ereignisse rund um die Aidenbacher Bauernschlacht vom 8. Januar 1706. Die Untersuchungen, an denen Heimatforscher, die Aidenbacher Arbeitsgruppe und der Lehrstuhl für Digital Humanities der Universität Passau beteiligt sind, bestätigen das Bild eines Massakers: Auf ein Bauernheer von rund 3.000 Mann trafen kaiserliche Truppen, in dessen Folge binnen Stunden mehr als 2.000 Menschen starben.

KI-gestützte Transkriptionen erlauben es, bislang übersehene Hinweise zu Erbfolgen, Familienverhältnissen und dem Schicksal der zurückgelassenen Witwen zu identifizieren. Vorträge und Seminare, so der Bericht, haben zudem die Bedeutung einer „Geschichte von unten“ betont und zeigen, wie digitale Methoden lokale Erinnerungskulturen neu beleuchten. Der Förderkreis Schloss Ortenburg und die VHS Ortenburg bieten weiterhin Plattformen für die Aufarbeitung; lokale Akteure sehen in der Verbindung von Forschung und Digitaltechnik eine Chance, das kulturelle Erbe zu bewahren und die humanen Folgen des Ereignisses stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

zum Artikel von Klaus Engel in der PNP