Sieben Perlen der Hanse: Wie die Altmark Europas Handelsgeschichte prägt
Im Herzen Sachsen-Anhalts, fernab der Küste, liegt eine Region, die mit einem einzigartigen Superlativ aufwartet: Nirgendwo sonst in Europa finden sich auf so engem Raum so viele historische Hansestädte wie in der Altmark. Ekkehart Eichler berichtet auf nd-aktuell.de, wie sieben Städte – Gardelegen, Osterburg, Salzwedel, Seehausen, Stendal, Tangermünde und Werben – gemeinsam mit Havelberg nicht nur das Erbe der Hanse bewahren, sondern auch lebendig halten.
Vor über 800 Jahren begann mit dem Schwur zweier Kaufleute auf einer Kogge der Aufstieg eines Netzwerks, das Europa wirtschaftlich und kulturell prägte. Die Hanse, oft als Vorläuferin der heutigen EU bezeichnet, verband Händler von der Nordsee bis ins Baltikum – und machte auch die Altmark zu einem Zentrum des Wohlstands. Hier entstanden prächtige Rathäuser, wehrhafte Tore und blühende Handelsplätze, die noch heute von der goldenen Zeit des Bundes zeugen. Tuch, Getreide, Bier und sogar Flusskrebse brachten den Städten Reichtum, während ihre Architektur bis heute von der einstigen Macht erzählt.
Stendal beeindruckt beispielsweise mit der ältesten profanen Schnitzwand nördlich der Alpen, Salzwedel trägt den Beinamen „Klein Venedig“ dank seiner malerischen Wasserläufe, und Tangermünde – 2019 zur schönsten Kleinstadt Deutschlands gekürt – fasziniert mit mittelalterlichem Flair und einer der wertvollsten Orgeln Europas.