Museomics: Genetische Analysen historischer Museumsexponate

DNA-Darstellung, erstellt mit der KI Mistral

DNA-Darstellung, erstellt mit der KI Mistral

Im österreichischen „Standard“ beschreibt der Journalist Alois Pumhösel ein Forschungsfeld namens „Museomics“, das sich mit der genetischen Analyse historischer Museumsexponate beschäftigt. Durch den Fortschritt molekularbiologischer Methoden hat sich diese Disziplin zu einer etablierten Wissenschaft entwickelt, die in großen Museen oft eigene Abteilungen unterhält. Ein Beispiel hierfür ist das Naturhistorische Museum Wien (NHM), das bereits 1992 eine spezialisierte Untersuchungsstelle einrichtete und zu den Pionieren der Museomics zählt.

Im März 2026 veranstaltete das NHM die Konferenz „Museomics 2026“, auf der aktuelle Studien präsentiert wurden. Diese zeigen, wie DNA-Analysen aus jahrhundertealten Präparaten neue Erkenntnisse zu Klimawandelanpassung, Evolution und Biodiversität liefern – etwa zur Herkunft von Kaffeesorten, zum Rückgang der genetischen Vielfalt von Schmetterlingen in Schweden oder zur Anpassung von Korallen im Roten Meer an steigende Temperaturen.

Dank Next-Gen-Sequenzierung, künstlicher Intelligenz und bioinformatischer Methoden können heute selbst kleinste DNA-Fragmente analysiert und mit riesigen Datenbanken abgeglichen werden. Dies ermöglicht u. a. Vergleiche historischer und aktueller Genpools, um Klimawandel und Biodiversitätsverlust besser zu verstehen.

zum Artikel von Alois Pumhösel auf standard.at