Tag der Archive am 7. und 8. März 2026

Screenshot: Karte zum Tag der Archive; Quelle: VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.

Screenshot: Karte zum Tag der Archive; Quelle: VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.

Am ersten Märzwochenende 2026 öffnen bundesweit mehrere hundert Archive ihre Türen und bieten exklusive Einblicke in ihre Bestände. Der 13. Tag der Archive steht unter dem Motto „Alte Heimat – neue Heimat“ und thematisiert Heimatverlust und Neubeginn – von Migration und Flucht bis zu Umsiedlungen durch Bergbau oder Strukturwandel. Veranstalter ist der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (VdA)

Was erwartet die Besucher? Das ist von den einzelnen Stadtarchiven abhängig: Etliche Archive bieten einen Magazinführungen, also Blicke hinter die Kulissen der „Archivalien-Schatzkammern“ oder Einblicke in die Werkstätten, z.B. zur Rettung historischer Dokumente vor dem Zerfall. Teilweise werden Angebote zur Ahnenforschung und zum Lesetraining für alte Schriften geboten, teilweise auch Workshops zur digitalen Archivierung. Auch einzelne Sonderausstellungen zu seltenen Archivalien können besucht werden.

Ein bundesweiter Kalender mit interaktiver Deutschlandkarte hilft herauszufinden, welche Archive sich in der Nähe an dem Tag der Archive beteiligen und welche Aktionen dort geplant sind.

Der Tag der Archive ist das größte Archiv-Event Europas und findet seit 2001 alle zwei Jahre statt. Ziel ist es, die Bedeutung von Archiven als „Gedächtnis der Gesellschaft“ für Bildung, Forschung und Rechtssicherheit zu betonen.

Ein paar Beispiele mit Bezug zur Frühen Neuzeit

Die meisten Angebote zum Thema „Alte Heimat – neue Heimat“ beschäftigen sich mit Ereignissen aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Manche Archive bieten aber auch einzelne Beiträge zu Spätmittelalter und Früher Neuzeit, zum Beispiel:

Seltene Archivalien des Klosters Altomünster

Zu sehen sind unter anderem:

  • Gebetbücher für das Tischgebet (Ende 17. Jahrhundert),
  • ein Antiphonar genanntes liturgisches Buch, das 1486 für eine Nonne im Nürnberger Klarissenkloster geschaffen wurde,
  • ein Lebkuchenrezept aus dem 18. Jahrhundert,
  • ein um 1700 angelegtes Totenbuch mit Lebensdaten und kurzen Würdigungen der verstorbenen Schwestern und Mönche
  • weitere Informationen auf der Website des Erzbistums München

Forchheimer Stadtarchiv und das Forchheimer Ortsfamilienbuch

Edgar Hubrich von der Gesellschaft für Familienforschung in Franken e.V. stellt im Forchheimer Stadtarchiv das Forchheimer Ortsfamilienbuch vor: Das Werk ist ein Nachschlagewerk für die Forchheimer Familienforschung. Für die Zeit von 1520 bis zur Säkularisation 1802 werden über 42.000 Personen nachgewiesen.

Archiv des Bistums Augsburg: Urkunden

Das Archiv bietet unter anderem die Präsentation von Urkunden aus 1000 Jahren Bistumsgechichte sowie um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr  Erläuterungen dazu.

Archive aus dem Kreis Steinfurt

Der Tag der Archive aus dem Kreis Steinfurt hat ein eigenes Motto: „Kunst, Klang & vieles mehr: wie Archive Kultur erzählen“. Geboten werden u.a. zwei Voträge: