Vier Päpste in einem Jahr: Machtkämpfe, Intrigen und ein tragisches Ende im 13. Jahrhundert

Im Jahr 1276 erlebte die Kirchengeschichte ein einzigartiges Spektakel: Innerhalb weniger Monate bestiegen gleich vier Männer den Stuhl Petri – ein Rekord, der bis heute ungebrochen ist. Berthold Seewald schildert auf welt.de, wie Machtkämpfe, politische Einflüsse und persönliche Tragödien diese außergewöhnliche Phase prägten.

Es begann mit dem Tod Gregors X., der nach einer der längsten Papstwahlen der Geschichte das Amt übernommen hatte. Doch statt Stabilität folgte ein rasanter Wechsel: Ein Theologe, der sich dem Druck der französischen Krone beugte, ein Diplomat ohne Priesterweihe und ein Arzt, dessen wissenschaftlicher Eifer ihn das Leben kostete. Jeder dieser Päpste hinterließ Spuren – sei es durch Reformen, Skandale oder ein dramatisches Ende. Besonders die Wahl eines Mannes, der nie zum Priester geweiht wurde, und der Tod eines Papstes unter den Trümmern seines eigenen Bauprojekts zeigen, wie turbulent diese Zeit war.

Hinter den Kulissen zogen mächtige Familien wie die Orsini die Fäden, während die Kirche zwischen politischen Interessen und innerer Zerrissenheit schwankte. Ein Jahr, das nicht nur die Schwächen des Papsttums offenlegte, sondern auch den Grundstein für spätere Missstände legte. Was trieb die Akteure an? Und warum endete diese Ära mit einem Papst, dem die Zeitgenossen sogar Höllenqualen wünschten?

zum Artikel von Berthold Seewald auf welt.de

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