Vom Pergament zum Pixel: Wie Berns mittelalterliche Schätze digital wiederbelebt werden
In den historischen Gewölben der Universität Bern lagern über eine halbe Million alter Drucke und 22.000 Landkarten – ein kulturelles Erbe von unschätzbarem Wert. Doch wie gelingt es, diese jahrhundertealten Werke nicht nur zu bewahren, sondern auch für die Zukunft zugänglich zu machen? Mirjam Gremminger wirft in ihrem Beitrag für uniAKTUELL, dem Online-Magazin der Universität Bern, einen Blick hinter die Kulissen des Zentrums Historische Bestände und zeigt, wie Vergangenheit und Moderne hier Hand in Hand arbeiten.
Unter der Leitung von Dr. Valentina Sebastiani wird jeder Band mit größter Sorgfalt erschlossen, konserviert und schließlich digitalisiert. Vom ersten Buchdruck des 15. Jahrhunderts bis zu medizinischen Raritäten wie Vesalius‘ De humani corporis fabrica – die Experten des Zentrums verbinden traditionelle Handwerkskunst mit modernster Technik. Doch was bedeutet es, eine Inkunabel so zu scannen, dass sie originalgetreu auf Plattformen wie e-rara oder swisscollections erscheint? Und wie hilft Künstliche Intelligenz dabei, historische Texte für die Forschung zu erschließen, ohne die empfindlichen Originale zu gefährden?
Der Artikel erzählt von einem faszinierenden Balanceakt: zwischen Erhaltung und Nutzung, zwischen analoger Tradition und digitaler Innovation. Ein Prozess, der nicht nur Bücher rettet, sondern auch Geschichten für kommende Generationen bewahrt. Wie aus vergilbtem Papier lebendige Geschichte wird – lesen Sie mehr über die spannende Arbeit des Zentrums Historische Bestände.