Wie eine vergessene Sammlung die Geschichte der Müllerfamilie Pfeil neu erzählt
Laut Rainer Mengel, der auf myheimat.de berichtet, lagert auf einem Dachboden in Hatzfeld ein historischer Schatz: Rund 4.500 Seiten an Dokumenten aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die das Leben der Müllerfamilie Pfeil und ihre Konflikte mit dem Adel detailliert dokumentieren. Seit Juli 2025 arbeitet der Verein für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld daran, diese Papiere zu digitalisieren und zu übersetzen. Wie Mengel schreibt, sind bereits 1.500 Seiten bearbeitet – ein erster Schritt, um das Erbe der Familie für die Zukunft zu sichern.
Die Sammlung, die eine Urenkelin des letzten Müllers Pfeil dem Verein überlassen hat, enthält Baupläne der Hatzfelder Mühlen, private Briefe und Gerichtsakten. Besonders aufschlussreich sind die langjährigen Rechtsstreitigkeiten zwischen den Pfeils und Hermann Anton von Hatzfeld zu Trachenberg, die Mengel als „tiefen Einblick in die sozialen Strukturen des 19. Jahrhunderts“ beschreibt. Mechthild Banff, die die Dokumente jahrelang verwahrte, betont, wie wichtig es ist, dieses kulturelle Erbe verantwortungsvoll zu bewahren.
Das Projekt zeigt, wie ein zufälliger Fund auf dem Dachboden die Geschichte einer Region lebendig werden lässt – und die Geschichten der Menschen, die sie prägten.
zur Meldung von Rainer Mengel auf myheimat.de
zur Website des Vereins für Burg – und Heimatgeschichte Hatzfeld