Niederösterreichs 18. Jahrhundert: Vielfalt zwischen Land, Macht und Kultur
Mit „Niederösterreich im 18. Jahrhundert“ präsentieren Tobias E. Hämmerle, Josef Löffler, Elisabeth Rosner und Martin Scheutz einen monumentalen Doppelband, der die Epoche zwischen 1680 und 1790 in all ihren Facetten beleuchtet. Die Rezensentin Manuela Mayer von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hebt hervor, wie die 33 Autor:innen in 36 Beiträgen bewusst auf eine durchgehende Erzählung verzichten – stattdessen entsteht ein lebendiges Mosaik aus Herrschaftsstrukturen, Wirtschaftsgeschichte und kulturellen Strömungen.
Besonders gelungen ist der Fokus auf die Auswirkungen politischer und sozialer Prozesse auf das Leben der Bevölkerung, etwa in Ernst Bruckmüllers Einführung. Die Bände überzeugen durch fundierte Recherche, bisher unveröffentlichtes Quellenmaterial und eine Fülle an Abbildungen, die nicht nur illustrieren, sondern argumentativ tragen. Kritisch merkt Mayer an, dass einige Themen – wie die Quellenlage – etwas knapp behandelt werden. Dennoch schließt das Werk eine wichtige Lücke in der Regionalgeschichte und bietet sowohl Fachleuten als auch Interessierten wertvolle Einblicke.
zur Meldung von Manuela Mayer auf der Website von H-Soz-Kult