Longevity-Hype: Warum der Traum vom langen Leben so alt ist wie die Menschheit selbst

Der Wunsch, das Altern zu besiegen, treibt heute Tech-Milliardäre wie Peter Thiel und Biohacker wie Bryan Johnson zu spektakulären Experimenten. Doch die Sehnsucht nach einem langen, gesunden Leben ist kein Phänomen des 21. Jahrhunderts, wie die Historikerin Daniela Angetter-Pfeiffer in einem Beitrag auf der Website der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigt. Schon vor über 4.000 Jahren suchte der mythische König Gilgamesch nach dem Kraut der Unsterblichkeit – und scheiterte. Die ÖAW-Forscherin ordnet den aktuellen Longevity-Boom historisch ein und zeigt: Die Methoden mögen sich ändern, die Grundfrage bleibt.

Von biblischen Verheißungen über antike Lebenskunst bis zu Kneipps Wasseranwendungen – jede Epoche hatte ihre eigenen Rezepte für ein langes Leben. Interessant dabei: Es ging selten um Unsterblichkeit, sondern um die Kunst, Körper und Geist so lange wie möglich zu stärken. Hippokrates setzte auf Maßhalten, Fasten und Bewegung, während die einfache Bevölkerung auf überliefertes Wissen über Heilkräuter und Mäßigung vertraute. Selbst die skurrilen Ratschläge vergangener Jahrhunderte – wie Seifenwasser als „Entfettungskur“ – verfolgten ein Ziel, das heute unter Begriffen wie „metabolische Resilienz“ firmiert.

Angetter-Pfeiffer macht klar: Der moderne Glaube an technologische Wunderwaffen ist nur die neueste Variante eines uralten Strebens. Doch die nüchterne Erkenntnis der Geschichte lautet: Es geht nicht darum, den Tod zu überwinden, sondern die Jahre, die wir haben, bestmöglich zu nutzen. Warum dieser Gedanke heute wieder so aktuell ist, lesen Sie hier:

zum vollständigen Artikel von Daniela Angetter-Pfeiffer auf der Website der Österreichischen Akademie der Wissenschaften