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Michael Schnell/9. Mai 2026/inMeldungen

Ausstellung: Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke

Vom 8. Mai bis zum 9. August 2026 präsentiert Hessen Kassel Heritage im Schloss Wilhelmshöhe mit der Sonderausstellung „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ erstmals einen konzentrierten Blick auf das Jahr, in dem Rembrandt seine Heimatstadt Leiden verließ und nach Amsterdam übersiedelte. Der Ortswechsel markierte den Beginn seines überregionalen Erfolgs und leitete eine neue Phase seiner Karriere ein. In Amsterdam arbeitete Rembrandt in der Werkstatt des Kunsthändlers Hendrick van Uylenburgh, wo er zahlreiche Einzel- und Gruppenporträts schuf und neue Käuferkreise erschloss. Zugleich begann er, sein künstlerisches Profil gezielt zu schärfen. In diesem Jahr begann er auch erstmals mit seinem Vornamen zu signieren. Die Marke „Rembrandt“ war geboren.

Die Entwicklung des Künstlers

Die Ausstellung beleuchtet diese produktive Phase und zeigt, wie Rembrandt 1632 mit unterschiedlichen Gattungen der Malerei experimentierte. Seine intensive Suche nach adäquaten Ausdrucksformen wird anhand einer Vielzahl von Werken sichtbar, die eine bemerkenswerte stilistische Bandbreite offenbaren. Neben Gemälden aus dem Fokusjahr werden auch Vorstudien, Varianten und Werkstattkopien präsentiert. Sie erlauben differenzierte Einblicke in Rembrandts Arbeitsprozesse, seine stilistische Entwicklung sowie in die jeweilige Funktion einzelner Werke innerhalb der Werkstattpraxis.

Rembrandt als Marke

Rembrandt van Rijn zählt zu den bekanntesten und zugleich intensiv erforschten Künstlern des 17. Jahrhunderts. Dennoch gibt es in seinem Werk zentrale Phasen, die bislang nur punktuell betrachtet wurden. Die Sonderausstellung widmet sich einer dieser Schlüsselperioden und rückt erstmals das Jahr 1632 als entscheidenden Wendepunkt in Rembrandts künstlerischer und biografischer Entwicklung in den  Mittelpunkt. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich Rembrandt in diesem Jahr nicht nur als Künstler, sondern auch als künstlerische Marke etablierte – durch Wiedererkennbarkeit, strategische Positionierung auf dem Kunstmarkt und eine bewusste Gestaltung seines Werkes.

Mit Leihgaben u.a. aus Amsterdam, Berlin, London, Stockholm und Wien wird ein faszinierender Einblick in das Schlüsseljahr 1632 ermöglicht. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Friedenstein Stiftung Gotha und wird im Anschluss vom 6. September bis 6. Dezember 2026 im Herzoglichen Museum Gotha gezeigt. Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch die Peter und Irene Ludwig Stiftung, die Rudolf-August Oetker-Stiftung, die Karin und Uwe Hollweg Stiftung, die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Kasseler Sparkasse und den Museumsverein Kassel e.V.

  • Quelle: Pressemitteilung der Hessen Kassel Heritage
  • Website zur Ausstellung „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“

Pressebilder (Fotograf Nicolas Wefers)

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