Kunstschätze im Schloss – Soliera öffnet seine Tore zur Frühen Neuzeit
Das Castello Campori in Soliera bei Modena wird in diesem Winter zum Schauplatz einer besonderen Begegnung mit der Kunstgeschichte: Vom 6. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 lädt die Ausstellung „Kunstschätze im Schloss vom 16. bis zum 18. Jahrhundert“ dazu ein, Meisterwerke aus der Zeit der Este, Pio und Campori neu zu entdecken. Kurator Pietro Cantore und Kunsthistorikerin Virna Ravaglia führen gemeinsam durch eine Epoche, in der Mäzenatentum und Sammelleidenschaft eng mit der kulturellen Identität der Region verflochten waren.
Der Rundgang durch das Schloss verbindet Forschung, Restaurierung und Vermittlung und bringt Werke ans Licht, die bisher in privaten Sammlungen verborgen lagen. So sind etwa Tafelgemälde von Biagio Pupini und Scipione Pulzone ebenso zu sehen wie barocke Szenen von Luigi Garzi oder ein elegantes Stillleben von Pier Francesco Cittadini. Mit einer faszinierenden „Diana mit Nymphen“ von Jacopo Amigoni öffnet sich schließlich ein Fenster in die europäische Kunst des 18. Jahrhunderts.
Die Ausstellung, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Centro Studi Storici Solieresi, versteht sich als kulturelle Rückgabe: ein Projekt, das lokales Erbe sichtbar macht und die verborgenen Geschichten hinter den Bildern erzählt – ein lebendiger Dialog zwischen Kunst, Geschichte und Gemeinschaft.