Linktipps: Quellen aus der Frühen Neuzeit (16., 17. und 18. Jahrhundert)
Quellensammlungen online II Leichenpredigten II Handschriften II Lexika II Inschriften II Inkunabeln II Neulateinische Texte II Rechtsquellen II Religionsfrieden II Zeitschriften und Zeitungen
Quellensammlungen online
(Hinweis: Etliche, nachfolgend aufgeführte Zugänge bieten zugleich die Suche in anderen Verbünden mit an.)
Gateway Bayern
Mit dieser Suche des Bibliotheksverbunds Bayern lassen sich 17 Millionen Medien aus mehr als 150 Bibliotheken in Bayern ermitteln. Darunter befinden sich auch viele online einsehbare Quellen. Die Suche nach Werken aus der Frühen Neuzeit funktioniert am besten über die „Erweiterte Suche“.
Münchener Digitalisierungszentrum
Die Digitalen Sammlungen bieten eine Vielzahl auch online frei zugänglicher Quellen. Die Suchmaske bietet die Möglichkeiten, nach Autor, Titel und Beschreibung oder nach Kategorien zu suchen. Die Homepage des Münchener Digitalisierungszentrums ist ein Angebot der Bayerischen Staatsbibliothek. Interessant ist auf dieser Seite auch die Emblemdatenbank.
Online-Katalog der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (HAB)
Der Katalog enthält Inkunabeln und Monographien ab dem Jahr 1501, Aufsätze aus Zeitschriften und Sammelbänden zur Geschichte der Frühen Neuzeit ab 2008 sowie laufend gehaltene Zeitschriften. Viele alte Schriften wurden bereits digitalisiert und können am Bildschirm gelesen werden. Weitere Werke sind in einzelnen Datenbanken zu finden:
- zum Online-Katalog / Handschriftendatenbank / Porträtdatenbank / Leichenpredigten / Wolfenbütteler Lutherdrucke / Hebraica und Judaica / Virtuelles Kupferstichkabinett / Bestandsliste der Gemälde der HAB
Göttinger Digitalisierungszentrum
Von der Autobiografie über Reisebücher bis hin zu Wissenschaftstiteln und Zoologie-Abhandlungen finden sich hier eine Reihe interessanter Quellen online.
Heidelberger historische Bestände – digital
Vielfältiges Schrifttum u.a. aus der Frühen Neuzeit bietet dieses Portal online, zum Stöbern und Forschen: Handschriften, Inkunabeln, Chroniken und Katechismen, Rechtsquellen, Zeitschriften und Zeitungen – darunter die älteste Zeitung der Welt: „Relation“ (Straßburg, 1609).
Südwestdeutschen Bibliotheksverbund
Der Katalog des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) weist die Medienbestände von mehr als 1.200 Bibliotheken aus den Regionen Baden-Württemberg, Saarland und Sachsen sowie aus weiteren Spezialbibliotheken aus anderen Bundesländern nach. Über die erweiterte Suche kann nach Schriften aus der Frühen Neuzeit, die online gelesen werden können, gesucht werden.
Sammlungen der Universitätsbibliothek Augsburg
Handschriften, Druckschriften, Druckgrafiken, Fotografien, Musikalien, Periodika bietet die Bibliothek online an. Etwas detaillierter sind diese Sammlungen noch einmal unter „A-Z“ aufgelistet.
HeBIS (Hessisches Bibliotheks- und Informationssystem)
Das Hessische BibliotheksInformationsSystem HeBIS ist der elektronische Informations- und Dienstleistungsverbund der wissenschaftlichen Bibliotheken in Hessen und Teilen von Rheinland-Pfalz.
Gemeinsamer Bibliotheksverbund (GBV)
Der Gemeinsame Bibliotheksverbund (GBV) wird von den sieben Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) getragen.
Deutsche Nationalbibliothek
Über die erweiterte Suche finden sich auch Titel aus der Frühen Neuzeit.
CAMENA – Lateinische Texte der Frühen Neuzeit
Auf dieser Seite des Lehrstuhls für Neuere Deutsche Literatur am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg finden sich
- eine Sammlung neulateinischer Dichtung aus dem deutschen Sprachgebiet (Poemata), die umfasst annähernd 60.000 Druckseiten,
- die Historica & Politica, eine Sammlung ausgewählter Werke, die das Staats- und Politikverständnis der Frühen Neuzeit, ihr Geschichtsbild sowie bedeutende historische Forschungsleistungen der Epoche“ dokumentieren,
- die Cera: gedruckte Briefsammlungen der Frühen Neuzeit.
- zur CAMENA – Lateinische Texte der Frühen Neuzeit
Internetportal Westfälische Geschichte
Auf dem Internetportal finden sich Quellen zur Reformation, zum Dreißigjährigen Krieg und aus der Zeit der Französischen Revolution.
The Shakespeare Institute of the University of Birmingham
Wer bei den genannten Seiten noch nicht fündig geworden ist, hat vielleicht auf dieser Seite noch eine Chance, zumindest wenn es sich um lateinische Gelehrtenschriften handelt: eine Quellensammlung namens „The Philological Museum“ mit einer großen Linksammlung zu humanistischen und neulateinischen Texten.
Kurt Stübers Online Bibliothek
Über 100 seltene oder nur schwer zugängliche Biologie-Bücher, darunter einige aus der Frühen Neuzeit, hält diese Seite bereit.
Leichenpredigten
Deutsches Textarchiv
Leichenpredigten gehören zu den sogenannten Personalschriften, also Schriften, die zu persönlichen Anlässen verfasst wurden: Hochzeit, Geburt, Taufe, Amtseinführung – und eben auch zum Tod. Im „Deutschen Textarchiv“ (DTA) können über 330 Leichenpredigten als digitale Faksimiles und maschinenlesbare Volltexte gelesen werden.
Forschungsstelle für Personalschriften
Informationen zur Gattung „Leichenpredigt“ finden sich auf der Website der „Forschungsstelle für Personalschriften“ der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Alle der Forschungsstelle für Personalschriften bekannte Leichenpredigten finden sich in GESA, dem GESAmtkatalog, der sämtliche in Bibliotheken und Archiven verzeichnete Leichenpredigten erschließt. Bislang wurden über 230.000 Datensätze erfasst.
Handschriften
e-manuscripta
Fast 190.000 Titel vom 6. bis zum 21. Jahrhundert: Digitalisierte handschriftliche Quellen aus Schweizer Bibliotheken und Archiven finden sich auf e-manuscripta.ch geordnet nach Texte, Briefe, Noten, Bilder, Karten, Pläne, Varia.
Digitalisierte Handschriften aus der Oettingen-Wallersteinschen Bibliothek, Augsburg
Die Aufstellung der Handschriften umfasst 1600 Bände und folgt der Systematik von Wilhelm Freiherr von Loeffelholz, dem bedeutendsten Leiter der Bibliothek im 19. Jahrhundert:
- Cod. I — Cimelien (Handschriften vor 1300 und illuminierte Handschriften)
- Cod. II — Lateinische Handschriften
- Cod. III – Deutsche Handschriften
- Cod. IV – Handschriften in neueren Fremdsprache
- zu den Handschriften der Bibliothek
Lexika
Zedler, Johann Heinrich: Grosses vollständiges UNIVERSAL LEXIKON
… Aller Wissenschafften und Künste, welche bißhero durch menschlichen Verstand und Witz erfunden und verbessert worden… 64 Bde. und 4http://www.zedler-lexikon.de/ Suppl.-Bde. Halle und Leipzig: Zedler 1732-1754. Eine Fundgrube für alle an Geschichte Interessierte!
Krünitz, Johann Georg: Oekonomische Encyklopädie
… oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft. 242 Bände, 1773-1858. Das von J. G. Krünitz begründete Werk stellt eine der wichtigsten deutschsprachigen wissenschaftsgeschichtlichen Quellen für die Zeit des Wandels zur Industriegesellschaft dar.
Walch, Johann Georg: Philosophisches Lexicon
… darinnen Die in allen Theilen der Philosophie, als Logic, Metaphysic, Physic, Pneumatic, Ethic, natürlichen Theologie und Rechts-Gelehrsamkeit wie auch Politic fürkommenden Materien udn Kunst-Wörter erkläret und aus der Historie erläutert (…) werden. Leipzig 1726.
Jablonski, Johann Theodor: Allgemeines Lexicon der Künste und Wissenschafften
… oder kurtze Beschreibung des Reichs der Natur, der Himmel und himmlischen Cörper, der Lufft, der Erden, samt denen bekannten Gewächsen, der Thiere, Steine und Ertze, des Meeres und der darinn lebenden Geschöpffe; ingleichen aller Menschlichen Handlungen, Staats- Rechts- Kriegs- Policey- Haußhaltungs- und Gelehrten Geschäffte, Handthierungen und Gewerbe, samt der Erklärung der darinn vorkommenden Kunst-Wörter und Redens-Arten, mit Beysetzung der Lateinischen und Frantzösischen Benennungen, wo solche vorhanden. Fritsch, Leipzig 1721.
Hübner, Johann (Hrsg.): Curieuses Natur-Kunst-Gewerk und Handlungs-Lexicon (Leipzig 1712)
Hier finden sich Erklärungen zu Begriffen etlicher Themen, wie schon der weitere Titel des Buchs verrät: „Kurtze Beschreibung des Reichs der Natur, der Himmel und himmlischen Cörper, der Lufft, der Erden, samt denen bekannten Gewächsen, der Thiere, Steine und Ertze, des Meeres und der darinn lebenden Geschöpffe: Ingleichen Aller Menschlichen Handlungen, Staats- Rechts- Kriegs- Policey- Haußhaltungs- und Gelehrten Geschäffte, Handthierungen und Gewerbe, samt der Erklärung der darin vorkommenden Kunst-Wörter und Redens-Arten, Mit Beysetzung der Lateinischen und Frantzösischen Benennungen, wo solche vorhanden.“
Johann Georg Walch: Philosophisches Lexicon (1726)
Von „Abend“ und „Aberglaube“ bis hin zu „Zweyffel“, „Zwerchfell“ und „Zwerg“ erklärt das Lexikon also nicht nur Begriffe, die aus heutiger Sicht in einem „Philosophischen Lexikon“ erwartbar sind. Johann Georg Walchs Lexikon ist eine spannende Lektüre für viele Themen!
Inschriften
Die Deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
Inschriften – ob original erhalten oder als Abschrift überliefert – finden sich auf vielfältigen Trägermaterialien wie Stein, Holz, Metall, aber auch auf Glas, Keramik, Textilien oder Leder. Als direkte Zeugnisse der Vergangenheit und wertvolle historische Quellen ergänzen sie handschriftliche und gedruckte Überlieferungen. Ihre systematische Erschließung und Veröffentlichung liefert wertvolles Material für zahlreiche Disziplinen, darunter Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Theologie und Sprachwissenschaft. Gleichzeitig sichert ihre Edition diese kostbaren Quellen für die Zukunft und schützt sie vor dem Vergessen.
Das Projekt widmet sich der Erfassung und wissenschaftlichen Edition sämtlicher lateinischer und deutscher Inschriften aus der Zeit des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zum Jahr 1650. Der geografische Fokus liegt dabei auf dem heutigen Deutschland, Österreich und Südtirol. Die gesammelten Ergebnisse werden in der Buchreihe Deutsche Inschriften (DI) veröffentlicht. Mit „Deutsche Inschriften Online“ wird darüber hinaus angestrebt, die gesamten Bände dieser Reihe zu digitalisieren und der Öffentlichkeit frei zugänglich im Internet zur Verfügung zu stellen.
Inkunabeln
Digitale Sammlung Inkunabeln und Blockbücher
Die Inkunabel-Sammlungen der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek können hier online eigesehen werden. (Als Inkunabeln „bezeichnet man Druckwerke, die bis zum Erscheinungsjahr 1500 durch die von Johannes Gutenberg erfundene Technik des Druckens mit beweglichen Lettern entstanden sind“.
Neulateinische Texte
(s.a. oben „Camena“)
- The Latin Library: Diese Seite bietet eine Reihe neulateinischer Texte auch aus der Frühen Neuzeit.
- Bibliotheca Augustana: Neulateinische Texte finden sich auch auf dieser Seite der Hochschule Augsburg.
Rechtsquellen
Preußische Rechtsquellen Digital
Hier finden sich die Werke „Corpus Constitutionum Marchicarum, Oder Königl. Preußis. und Churfürstl. Brandenburgische (…) publicirte und ergangene Ordnungen“ (1737-1755) und die „Novum Corpus Constitutionum Prussico-Brandenburgensium Praecipue Marchicarum“ (1753-1822).
Religionsfrieden
Europäische Religionsfrieden Digital
„Religionsfrieden sind – als Spezifikum der Frühen Neuzeit – innerchristliche Regelungen, mit denen ein qualitativ neuer Rechtsstatus zwischen zwei oder mehr Religionsparteien festgelegt wird. Diese in verschiedenen Rechtsformen konkretisierten Regelungen, die ihren Höhepunkt im 16. Jahrhundert erlebten, waren in der Regel auf die Wiederherstellung der Einheit des Glaubens hin orientiert“, heißt es auf der Website der Technischen Universität Darmstadt und des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (IEG). Die Quellenedition ermöglicht die vergleichende Erforschung vormoderner, religionsbezogener Friedensstiftung in Europa. Es gibt zu den einzelnen Religionsfrieden eine ausführliche Einleitung und Kommentare. Zeitlich reichen die Quellen von 1485 bis 1788.
Zu dem eigentlichen Projekt „Europäische Religionsfrieden Digital“ der TU Darmstadt mit Quellen und Einleitungen gibt es zwei Zugänge mit Informationen zum Projekt, den Mitarbeiter:innen und mehr.
Zeitschriften und Zeitungen
Zeitschriften der Aufklärung
Diese Seite bietet eine digitale, über das WWW recherchierbare Rekonstruktion der vollständigen Korpora der größten Rezensionsorgane und Literaturzeitschriften der deutschen Aufklärung und folgender Perioden. Die Auswahl der Zeitschriften beruht im wesentlichen auf ihrer Verzeichnung im „Index deutschsprachiger Zeitschriften 1750–1815“ der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. verzeichnet sind knapp 200 Zeitschriften.
Rezensionszeitschriften der deutschen Aufklärung (1700–1784)
Auf dieser Seite der SUB Göttingen können ausgewählte gelehrte Journale des 18. Jahrhunderts online eingesehen werden.
ANNO – AustriaN Newspapers Online
Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften seit 1716 bietet dieses tolle Portal Historikern und interessierten Lesern. Über die Jahresübersicht lassen sich einzelne Daten direkt aufrufen.