Wyzinanka: Vom vergänglichen Papierschmuck zum Symbol des Widerstands in Belarus

Wie Nina Frieß auf dekoder.org berichtet, ist die Wyzinanka weit mehr als nur eine traditionelle Scherenschnitt-Kunst aus Belarus: Ursprünglich aus China stammend, entwickelte sie sich im 16. Jahrhundert zu einer Volkskunst, die heute zwischen kultureller Identität und politischem Protest steht. Was einst als schlichter Wandschmuck für Feiertage diente, wurde 2024 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt – und steht plötzlich unter Beobachtung des Lukaschenko-Regimes.

Der Künstler Vital Nazarevič, dessen Instagram-Account im Januar 2026 als „extremistisch“ eingestuft wurde, zeigt, wie eine scheinbar harmlose Technik zum politischen Statement wird. Doch wie wurde aus einem vergänglichen Papierschmuck, der einst nach Ostern im Kamin landete, ein Medium des stillen Widerstands?

Die Wyzinanka erlebte im 19. Jahrhundert ihren Durchbruch, als Papier für alle verfügbar wurde. Heute verbindet sie Tradition mit Moderne: Von Kunstakademien bis zu hippen Cafés, von folkloristischen Motiven bis zu politischen Botschaften. Besonders auffällig ist ihre Verbindung zur belarussischen Sprache – ein Akt der kulturellen Selbstbehauptung in einem Land, in dem Russisch dominiert.
Warum diese filigrane Kunstform gerade jetzt zum Symbol des Protests wird und wie sie zwischen Ästhetik und Subversion oszilliert, lesen Sie im vollständigen Artikel:

zum Artikel von Nina Frieß auf dekoder.org

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