Gian Lorenzo Bernini: Der Mann, der Rom mit Barock-Pracht prägte
Rom ohne Gian Lorenzo Bernini? Kaum vorstellbar. Walter Bau schildert in der Thüringer Allgemeinen, wie der Bildhauer, Architekt und Maler das Gesicht der Ewigen Stadt für immer veränderte – und warum ein ehrgeiziger Papst dabei eine entscheidende Rolle spielte.
Wer durch Rom schlendert, begegnet Berninis Werk an fast jeder Ecke: ob am Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona, an der majestätischen Kolonnade des Petersplatzes oder in der Galleria Borghese, wo seine Skulpturen wie „Apollo und Daphne“ oder „Der Raub der Proserpina“ die Betrachter bis heute in ihren Bann ziehen. Doch wie wurde Bernini zum „Regisseur des Barock“, dessen Schaffen bis heute Maßstäbe setzt?
Eine aktuelle Ausstellung im Palazzo Barberini rollt diese Erfolgsgeschichte neu auf und zeigt, wie die enge Verbindung zwischen dem Künstler und Papst Urban VIII. eine ganze Epoche prägte. Mit über 70 Exponaten – darunter Leihgaben aus dem Louvre, der National Gallery London und dem Getty Museum – wird deutlich, wie Bernini nicht nur Kunstwerke schuf, sondern Macht und Glaube in Stein und Bronze meißelte. Sein Talent, Emotionen und Perspektiven zu inszenieren, machte ihn zum gefeierten Star seiner Zeit. Die Schau beleuchtet auch, warum sein Tod 1680 das Ende einer Ära markierte: Rom verlor seine Vorreiterrolle in der Kunstwelt.
Ein Muss für alle, die verstehen wollen, wie aus Visionen und Machtansprüchen einige der berühmtesten Meisterwerke der Geschichte entstanden. Wer Rom liebt, wird Bernini nach diesem Besuch mit anderen Augen sehen.
zur Meldung von Walter Bau in der Thüringer Allgemeinen
ausführlicher Bericht über die Ausstellung bei Finestre sull’Arte
