Rembrandts Meisterwerk im Fokus: Die aufwendige Restaurierung der „Blendung Simsons“ im Städel Museum

Im Frankfurter Städel Museum beginnt ein außergewöhnliches Projekt: Die Restaurierung von Rembrandts monumentaler Darstellung der „Blendung Simsons“ aus dem Jahr 1636. Wie Meike Kolodziejczyk und Monika Müller in der *Frankfurter Rundschau* berichten, widmen sich Stephan Knobloch, Leiter der Kunsttechnologie und Restaurierung, und seine Kollegin Linda Schmidt der behutsamen Wiederherstellung des über zwei Meter hohen und drei Meter breiten Ölgemäldes – ein Vorhaben, das voraussichtlich drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen wird.

Das Werk, das zu den bedeutendsten der europäischen Kunstgeschichte zählt, zeigt die dramatische Szene aus dem Alten Testament, in der Simson von seinen Feinden geblendet wird. Doch die Jahrhunderte haben dem Gemälde zugesetzt: Vergilbter Firnis, Risse und Übermalungen trüben die ursprüngliche Wirkung. Mit modernster Technik – darunter Mikro-Röntgenfluoreszenz-Analysen – und traditionellen Methoden wie dem Abtragen des Firnisses mit Wattestäbchen und Lösungsmitteln arbeiten die Restauratoren daran, Rembrandts Meisterwerk wieder in seiner ursprünglichen Intensität erlebbar zu machen.

Besonders spannend sind die Entdeckungen, die während der Vorbereitungen gemacht wurden: So fanden die Experten Spuren eines ursprünglich geplanten, aber nie ausgeführten Soldaten im Hintergrund. Auch die Restaurierungsgeschichte des Gemäldes selbst gibt Rätsel auf – etwa die Frage, wie oft und warum das Werk im Laufe der Zeit übermalt wurde.

Die Restaurierung wird maßgeblich vom „Art Conservation Project“ der Bank of America unterstützt. Während der Arbeiten bleibt das Gemälde für Besucher:innen digital zugänglich. Wer mehr über die Fortschritte und die faszinierenden Details dieses „irrsinnigen Kunstwerks“ erfahren möchte, findet weitere Informationen in der Originalmeldung.

zur Meldung von Meike Kolodziejczyk in der Frankfurter Rundschau

Meldung des Städel Museums zur Restaurierung

ausführliche Informationen zur „Blendung Simsons“ auf den Seiten des Städel Museums

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