Die Geschichte der Reformation und der Konfessionalisierung

Die Veränderungen der religiösen Landschaft Europas von Luthers Thesenanschlag bis in das 17. Jahrhundert

Luther auf dem Reichstag zu WormsAnton von Werner, 1877 (Replik nach dem Original von 1870); Wikimedia Commons (public domain)

Luther auf dem Reichstag zu Worms; Anton von Werner, 1877 (Replik nach dem Original von 1870); Wikimedia Commons (public domain)

Die Reformation kann als eine durch Martin Luther ausgelöste Bewegung innerhalb der christlich-abendländischen Welt angesehen werden, die zur Spaltung der (alten) Kirche führte. Fortan gab es neben der katholischen Kirche auch protestantische Kirchen: die Lutheraner, die Reformierten (Calvinisten und Zwinglianer) sowie die Täufer. Der Begriff Reformation ist insofern passend, als dass Luther eigentlich eine „Wiederherstellung“ oder „Erneuerung“ der einen, alten Kirche wollte. Wie erwähnt kam es hingegen zur Spaltung der alten Kirche, neue Glaubensrichtungen entstanden und auch die alte Kirche veränderte sich bzw. setzte ihre bereits begonnenen Änderungen fort. Dieser Gesamtprozess inklusive seiner doch recht umfangreichen Auswirkungen auf das politische und soziale Leben können deshalb auch als Konfessionalisierung, der Zeitraum als Konfessionelles Zeitalter bezeichnet werden.

Dieser mehrteilige Artikel soll helfen, ein Gefühl für die Bedeutung der religiösen Umwälzungen des 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts zu entwickeln, und etwas Orientierung bieten. Dazu werden einzelne chronologische Eckpunkte sowie theologische Grundansichten erwähnt und erklärt. Zudem gibt es einige Link- und Literaturtipps für alle, die sich eingehender mit diesem Thema beschäftigen möchten.

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