Geschichte des Bauernkriegs 1525

Zwischen Hoffnung und Gewalt: Wie und warum deutsche Bauern gegen Feudalherrschaft, alte Kirche und soziale Ungleichheit rebellierten – und damit scheiterten

Der Bauernkrieg war eine der größten Erhebungen der Frühen Neuzeit. Getrieben von sozialer Not, dem Wunsch nach mehr Gerechtigkeit, einem besseren Leben in Freiheit sowie einem religiösen Wandel forderten vornehmlich Bauern, aber auch Handwerker und weitere einfache Bürger tiefgreifende Veränderungen. Was als Protest gegen drückende Abgaben und feudale Willkür begann, entwickelte sich rasch zu einem (teilweise auch gewalttätigen) Aufstand in großen Teilen des Heiligen Römischen Reichs. Letztlich wurden die Aufständischen brutal niedergeschlagen.

Burg Altenstein (Unterfranken), die im Bauernkrieg beschädigt wurde. Bild: Michael Schnell

Burg Altenstein (Unterfranken), die im Bauernkrieg beschädigt wurde. Bild: Michael Schnell

Die einzelnen Artikel zum Bauernkrieg

Vorgeschichte des Bauernkriegs

Aufständische Bauern mit Bundschuhfahne umzingeln einen Ritter. Holzschnitt des sog. Petrarca-Meisters aus dem Trostspiegel, 1539. (Wikimedia commons, public domain; User Rosenzweig)

Welche Ereignisse führten zum Bauerkrieg? Buchdruck, Aufstände, Reformation und ihre Bedeutung für die Entstehung des Bauernkriegs.

zum Artikel „Vorgeschichte des Bauernkriegs“

Beginn des Bauernkrieges 1525 – Orte und Personen

Gebiet (orange), in dem der Bauernkrieg seinen Anfang genommen hat. Karte: Michael SchnellDer Bauernkrieg begann im Südwesten des Reiches: Ein Mann der ersten Bauernkriegs-Stunde war Hans Müller, geboren um 1490 wahrscheinlich in Bulgenbach, einer Siedlung im Landkreis Waldshut (Südschwarzwald). Über ihn gibt es eine Erzählung und einen Roman, auch ein Verein wurde vor über 40 Jahren in Bulgenbach gegründet. Müller trat wohl ab August 1524 in Erscheinung …

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Titelblatt der Flugschrift: An die Versammlung gemeiner Bauernschaft. Höltzel-Verlag Nürnberg 1525 (Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Memminger Bundesordnung und 12 Artikel – Was wollten die Bauern eigentlich? Was waren ihre Ziele? Und warum gerade jetzt?

Eigentlich ging es den Bauern zu Beginn des 16. Jahrhunderts gar nicht so schlecht: Keine Wirtschaftskrise und auch die Macht der Herrschenden mitsamt den Abgaben und Diensten, die die Bauern zu leisten hatten, waren in Teilen des Reichs größer bzw. höher, in denen es keine Bauernaufstände gab. Was also führte zu den Aufständen der Bauern?

zum Artikel „Memminger Bundesordnung und 12 Artikel“

Deutschland in heutigen Grenzen, auch der Bundesländer, und mit den Bauernhaufen. Karte: Michael Schnell

Bauernhaufen ziehen durch das Land: Weiterer Verlauf des Bauernkrieges und Niederschlagung der Aufständischen

Die Unruhen breiteten sich im weiteren Verlauf des Jahres 1524 auf die genannten Gebiete Südwestdeutschlands aus: von Stühlingen aus Richtung Norden bis über Villingen, im Hegau und im Klettgau. Bis zum Ende des Winters im März 1525 gab es Aufstände im Gebiet Richtung Norden und deutlich Richtung Osten. Von der Trennung von Donau und Lech aus ging es für die sogenannten Bauernhaufen Richtung Süden bis ins Allgäu, ab April 1525 Richtung Nord/Nordost.

zum Artikel „Bauernhaufen ziehen durch das Land“

Nachklang – Ein kleines Fazit zum Bauernkrieg

Fast die Hälfte der klösterlichen Einrichtungen wurde in den Gebieten der Bauernkriegs-Ereignisse von den Aufständischen angegriffen, meist geplündert, etliche auch zerstört. Ungefähr 70.000 Tote hatte es gegeben, vornehmlich niedergeschlagene Aufständische. Was wurde aus ihren Zielen? Und was bedeuteten die Erhebungen der Bauern für ihr Verhältnis zu den Grundherren?

zum Artikel „Nachklang – Ein kleines Fazit zum Bauernkrieg“

Literatur und Linktipps zum Bauernkrieg

Sie finden zu jedem Unterartikel Hinweise auf die jeweils verwendete Literatur! Sehen Sie zudem:

> Aktuelle Literatur zum Bauernkrieg 1525: Thomas Kaufmann, Lyndal Roper, Gerd Schwerhoff

> Linktipps zu wissenschaftlichen Beiträgen