Luther und Katharina von Bora: Wie eine verbotene Liebe die Geschichte veränderte

Im 16. Jahrhundert war sie ein unvorstellbarer Skandal: die Ehe zwischen dem Reformator Martin Luther und der geflohenen Nonne Katharina von Bora. Doch hinter der Provokation verbirgt sich eine außergewöhnliche Partnerschaft, die bis heute fasziniert. Lukas Fleischmann schildert auf web.de, wie aus einer mutigen Flucht und gesellschaftlichem Druck eine Verbindung entstand, die von Respekt, Selbstbestimmung und sogar Humor geprägt war. Der Autor hat dazu ein Gespräch mit Carlotta Israel geführt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Kirchengeschichte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Mitherausgeberin des Buchs „Bild – Geschlecht – Rezeption. Katharina von Bora und Martin Luther im Spiegel der Jahrhunderte“.

Katharinas Flucht aus dem Kloster Marienthron – legendär in Heringsfässern versteckt – markierte den Beginn eines Lebens, das alle Konventionen sprengte. Statt sich mit einer schnellen Heirat abzufinden, behauptete sie sich in einer von Männern dominierten Welt: Sie lehnte vorgesehene Ehemänner ab, führte intellektuelle Gespräche im Haus von Lucas Cranach und baute später ein eigenes Wirtschaftsimperium auf. Luther, zunächst zögerlich, fand in ihr nicht nur eine Lebensgefährtin, sondern eine gleichberechtigte Partnerin, die er mit Kosenamen wie „Herr Käthe“ ehrte. Doch der Preis für ihr selbstbestimmtes Leben war hoch: Nach Luthers Tod kämpfte Katharina um ihr Erbe und starb verarmt.

Wie aus einer verbotenen Liebe eine der prägendsten Ehen der europäischen Geschichte wurde – und warum Katharina viel mehr war als nur „die Frau an Luthers Seite“ – erzählt dieser Beitrag über eine Frau, die die Reformation mitgestaltete.

der vollständige Artikel von Lukas Fleischmann auf web.de

WebHistoriker.de: Geschichte der Reformation

Die Renaissance folgte der Gotik und wurde abgelöst vom Barock – mit all den Überschneidungen, Gleichzeitigkeiten und Vereinfachungen, die eine Einteilung der Zeit in Epochen oder Abschnitte der Geschichte mit sich bringt. Was machte die Renaissance aus? Welche Auswirkungen hatte die Wiederentdeckung der Antike?  WebHistoriker.de betrachtet die Vorgeschichte (Gotik, Rittertum und Scholastik), die Frührenaissance und die Hochzeit dieser Kulturepoche – und stellt die wichtigsten Städte, Künstler und Gelehrten vor.

Die Geschichte der Reformation und der Konfessionalisierung: Einleitung

Beginn der Reformation: Luthers „95 Thesen gegen den Ablass“

Die katholische Kirche vor der Reformation

Martin Luther nach der Veröffentlichung seiner Thesen (Einleitung)
Teil 1: Disputationen und Gespräche in Heidelberg, Augsburg und Leipzig
Teil 2: Drei wegweisende Schriften Luthers
Teil 3: Der Wormser Reichstag – Luther und Kaiser Karl V. 

Die Verbreitung der reformatorischen Ideen in den 1520er Jahren – Netzwerke und Buchdruck

Protest, Protestation, Protestanten – die Reichstage zu Speyer (1526 und 1529)

Zwingli und die Zürcher Reformation

Johannes Calvin und die Geschichte des Calvinismus