Medienschau

Homberger Synode: Hessens Weg in die Reformation

Vor genau 500 Jahren traf sich in der gotischen Stadtkirche St. Marien zu Homberg/Efze, was in Hessen Rang und Namen hatte: Auf Einladung des erst 21-jährigen Landgrafen Philipp kamen Vertreter des Adels, der Ritterschaft, der Städte sowie Geistliche zusammen. Ihr Ziel war nichts Geringeres als die Neuordnung der Kirche in einem von religiösen Umbrüchen geprägten Land. Jens Bayer-Gimm (epd)  berichtet für die Evangelischen Zeitung über die Homberger Synode von 1526 – ein Ereignis, das Hessen zum Vorreiter der Reformation machte.

Die Synode markierte einen Wendepunkt: Erstmals diskutierten die Stände eines Flächenstaates öffentlich über die Zukunft des Glaubens. Hinter den Kulissen zog der überzeugte Reformator Philipp die Fäden, der mit dem französischen Franziskaner Franz Lambert einen radikal neuen Entwurf für die hessische Kirche vorlegen ließ. Doch nicht alle waren überzeugt – und selbst Martin Luther mahnte zur Zurückhaltung. Was als inszenierte Versammlung begann, hatte weitreichende Folgen: Die Auflösung der Klöster, die Gründung der ersten evangelischen Universität in Marburg und die Umwandlung ehemaliger Klöster in soziale Einrichtungen prägten das Land nachhaltig.

Wie aus einer politischen Entscheidung eine Bewegung wurde, die bis heute wirkt, und warum die Homberger Synode als Geburtsstunde der Reformation in Hessen gilt, zeigt der Blick auf ein Stück Geschichte, das bis in unsere Gegenwart nachhallt.

zur Meldung über die Homberger Synode von 1526

Website zum Jubiläumsjahr mit PDF-Broschüre (verschiedene Artikel und Veranstaltungsübersicht)

WebHistoriker.de: Geschichte der Reformation

Die Renaissance folgte der Gotik und wurde abgelöst vom Barock – mit all den Überschneidungen, Gleichzeitigkeiten und Vereinfachungen, die eine Einteilung der Zeit in Epochen oder Abschnitte der Geschichte mit sich bringt. Was machte die Renaissance aus? Welche Auswirkungen hatte die Wiederentdeckung der Antike?  WebHistoriker.de betrachtet die Vorgeschichte (Gotik, Rittertum und Scholastik), die Frührenaissance und die Hochzeit dieser Kulturepoche – und stellt die wichtigsten Städte, Künstler und Gelehrten vor.

Die Geschichte der Reformation und der Konfessionalisierung: Einleitung

Beginn der Reformation: Luthers „95 Thesen gegen den Ablass“

Die katholische Kirche vor der Reformation

Martin Luther nach der Veröffentlichung seiner Thesen (Einleitung)
Teil 1: Disputationen und Gespräche in Heidelberg, Augsburg und Leipzig
Teil 2: Drei wegweisende Schriften Luthers
Teil 3: Der Wormser Reichstag – Luther und Kaiser Karl V. 

Die Verbreitung der reformatorischen Ideen in den 1520er Jahren – Netzwerke und Buchdruck

Protest, Protestation, Protestanten – die Reichstage zu Speyer (1526 und 1529)

Zwingli und die Zürcher Reformation

Johannes Calvin und die Geschichte des Calvinismus