Chronik: 17. Jahrhundert – 1661

1661: Jean-Baptiste Lully und die erste Ballett-Komödie (Comédie-Ballet)
Lully, geboren 1632 in Italien, kam um 1645 als Kind nach Paris: Bei Anne Marie Louise, der Prinzessin von Orléans, wird er als Dienstjunge für allerlei Dinge genutzt, u.a. für die musikalische Unterhaltung. Er spielte in ihrem Orchester, nahm neben Musik- auch Ballettunterricht. Er kam in Kontakt mit dem französischen König Ludwig, dem späteren “Sonnenkönig” und Neffen der Prinzessin, als dieser noch unmündig war und seine Mutter Anna von Österreich und Kardinal Jules Mazarin die Regentschaft innehatten. Er tanzte zusammen mit Ludwig, der ihn bewunderte und 1653 zum “Compositeur de la musique instrumentale” ernannte. Nicht alle waren von der engen Beziehung begeistert, andere förderten das musikalische Talent Lullys.

Es dauerte nicht lange, bis Jean-Baptiste Lully auch als Komponist Erfolg hatte. 1661 von Ludwig zum “Surintendant de la musique du roi” ernannt, machte er fortan Karriere am Hofe des Sonnenkönigs. In Zusammenarbeit mit seinem Freund, dem Dramatiker und Schauspieler Molière, schuf er hier eine neue Gattung: die Ballett-Komödie (Comédie-Ballet), eine Mischung aus gesprochener Komödie, Ballett, Sologesängen und Instrumentalmusik.

In zehn Jahren schufen Lully und Molière zehn Ballett-Komödien, die erste war “Les fâcheux”, die 1661 uraufgeführt wurde.

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