Chronik: 17. Jahrhundert – 1635

1635: Wattenscheid brennt nieder
Wattenscheid war zu Beginn des 17. Jahrhunderts ein Ort mit eingeschränkten Stadtrechten, eine sogenannte Freiheit.

1635–1648: Dreißigjähriger Krieg: Schwedisch-Französischer Krieg
Der Kriegseintritt Frankreichs auf der Seite der Schweden leitete die letzte Phase eines Krieges ein, der fortan ein nur schwerlich einzuordnenedes Konglomerat an kleineren Auseinandersetzungen darstellte. Schon die Ausgangslage mutet befremdlich an, zeigt aber auch, dass der Drießigjährige Krieg schon lange kein Religionskrieg mehr war: Das katholische Frankreich stellt sich mit dem katholischen Bischof Richelieu auf die Seite der lutherischen Schweden, um gegen den katholischen Kaiser zu kämpfen.

Richelieu sah gerade in der spanischen Linie der Habsburgern eine ständige Bedrohung für sein Land. Das führte schon zuvor dazu, dass er Schweden und die protestantischen Fürsten, die ebenfalls an einer Niederlage der Habsburger interessiert waren, für den Krieg gegen die Habsburger finanziell unterstützte, eine verdeckte Kriegsführung unternahm.

1634 sah Richelieu die mögliche Einigung der im Krieg befindlichen Länder mit Unbehagen und fürchtete, dass das Reich sein Land angreifen könnte. Dagegen sollte ein eigener Angriff helfen – was in den Augen des Bischofs wiederum den Vorteil hätte, dass der Krieg vom eigenen Land ferngehalten werden könnte. Er fand in Herzog Bernhard von Weimar und Landgraf Wilhelm V. von Hessen zwei Verbündete. Außerdem schloss er mit Schweden ein Bündnis.

Nach unzähligen kleineren Konflikten, die die Bevölkerung ratlos zurückließen, wer den nun Feind, werd Freund sei, gab es ab 1643 Friedensverhandlungen zwischen Deutschland, Frankreich und Schweden. Doch erst 1648 kam es endgültig zu einem Friedensabkommen: dem Westfälischen Frieden.

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