Chronik: 17. Jahrhundert – 1641

René Descartes; etwa 1649-1700, momentaner Standort: Louvre, Richelieu, 2nd floord, room 27; Herkunft/Fotograf: André Hatala [e.a.] (1997) De eeuw van Rembrandt, Bruxelles: Crédit communal de Belgique, ISBN 2-908388-32-4.

René Descartes; etwa 1649-1700, momentaner Standort: Louvre, Richelieu, 2nd floord, room 27; Herkunft/Fotograf: André Hatala [e.a.] (1997) De eeuw van Rembrandt, Bruxelles: Crédit communal de Belgique, ISBN 2-908388-32-4.

1641: René Descartes: “Meditationes de prima philosophia”
1641 erschien in Paris die Schrift “Meditationes de prima philosophia, in qua Dei existentia et animae immortalitas demonstratur” von René Descartes. Darin liefert der Autor sechs Meditationen über die Metaphysik und Erkenntnistheorie:

  1. Was in Zweifel gezogen werden kann;
  2. Die Natur der menschlichen Seele und dass sie uns bekannter ist als ihr Körper;
  3. Gott und dass er ist;
  4. Ueber das Wahre und Falsche;
  5. Das Wesen der körperlichen Dinge und nochmals über Gott, dass er besteht;
  6. Das Dasein der körperlichen Dinge und den wirklichen Unterschied der Seele vom Körper.

Der wohl bekannteste Spruch von Descartes “Cogito, ergo sum” (“Ich denke, also bin ich”) stammt (in französischer Sprache) aus seinem 1637 erschienenen Werk “Discours de la méthode”, wird in der lateinischen Form erst 1644 in der Schrift “Principia philosophiae” formuliert, ist in den Meditationes aber auch ein Grundfeiler seiner Erkenntnistheorie.

Descartes suchte nach Gewissheiten oder Sicherheiten der menschlichen Erkenntnis und kam zu dem Schluss, das weder die Sinneswahrnehmungen, noch das Denken oder Urteilen an sich diese bieten können. Die Sinne gaukeln uns oft etwas vor, das Denken kann in die Irre geführt werden. Lediglich das Zweifeln bleibt bestehen: Aber etwas Zweifelndes kann nicht ohne etwas Seindes sein. Wer zweifelt, der ist! Und da Zweifel ein Bestandteil oder Akt des Denkens ist, kann gesagt werden: “Cogito, ergo sum”.

Die Meditationes gelten heute als Descartes’ philosophisches Hauptwerk. (René Descartes: Meditationen, Dreisprachige Parallelausgabe Latein – Französisch – Deutsch, hrsg. v. Andreas Schmidt, Einleitung, S. VIII)

1641: Franz Tunder und seine Abendmusiken in Lübeck
Die so genannten Abendmusiken fanden außerhalb des Gottesdienstes, aber in einer Kirche, der Marienkirche in Lübeck statt. Eingeführt wurden sie von dem Organisten und Komponisten Franz Tunder, der regelmäßig Orgelkonzerte gab. Er gehörte zu den bekannten Vertretern der Norddeutschen Orgelschule, einer Stilrichtung in der Orgelmusik aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die neben Lübeck in Hamburg, Bremen, Lüneburg und Stade Verbreitung fand.

Tunder war von 1641 bis zu seinem Tode 1667 an der Marienkirche – und der Vorgänger Dietrich Buxtehudes, der posthum sein Schwiegersohn wurde. Buxtehude führte die Abendmusiken fort – sie waren etwas Einzigartiges und wurden in ihrer Bedeutung von Buxtehude noch gesteigert. (Siehe: 1668: Dietrich Buxtehude wird Orgnaist in Lübeck)

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