Chronik: 18. Jahrhundert – 1743

1743: Pest in Messina (Sizilien)
Bei dem Ausbruch der Pest im Juni 1743 in Messina sollen allein in der Stadt ca. 30.000 Menschen an der Seuche gestorben sein.

1743-1778: Die Mannheimer Schule
Das Orchester und seine Musik muss für seine Zeit außergewöhnlich gewesen sein. Und es prägte eine neue Art der Sinfonie entscheidend: die klassische Sinfonie.

Alles begann wohl 1741 oder 1742 mit dem Eintritt des Violonisten Johann Stamitz’ in das Mannheimer Hoforchester. Der pfälzische Kurfürst Karl Theodor, seit 1743 im Amt, erkannte das Talent des jungen böhmischen Geigers und ernannte ihn schon 1745 zum zum Konzertmeister der Mannheimer Hofmusik. Um Stamitz herum versammelten sich nach und nach berühmte Musiker und Komponisten. Zu ihnen zählten neben anderen Franz Xaver Richter, Christian Cannabich, Carl Stamitz (Sohn Johanns) und Carl Joseph Toeschi.

Aus diesem Kreis heraus entwickelte sich u.a. ein sinfonischer Stil, der sich vom Generalbass abwandte, den Bläsern mehr Bedeutung zukommen ließ und dadurch einen eindrucksvollen Orchesterklang schuf, der neue Klangfarben ausprobierte, der musikalische Effekte oder Manieren einsetzte, wie beispielsweise den Mannheimer Seufzer oder die Mannheimer Rakete (also bestimmte auf- bzw. absteigende Tonfolgen).

Eine Vielzahl von Sinfonien entstand: Johann Stamitz komponierte knapp 70, Cannabich um 90, Carl Stamitz 80 Sinfonien. Umgesetzt wurden die musikalischen Ideen von einem Orchester, das seinesgleichen suchte: allesamt große Musiker, viele von ihnen auch namhafte Komponisten.

1778 übersiedelte Karl Theodor mitsamt seinem Hof nach München. Damit endete das fruchtbare Zusammenwirken der Mannheimer Schule.

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