Chronik: 18. Jahrhundert – 1761

1761: Joseph Haydn am Fürstenhof Esterházy
1732 wurde Joseph Haydn in Niederösterreich geboren. Als Kind war er viele Jahre Sängerknabe in Wien (am Stephansdom) und erhielt Unterricht in Gesang, Klavier und Violine. In Wien traf er auf bekannte Musiker und Komponisten, bevor er 1759 Leiter der Privatkapelle des Grafen Karl Joseph Franz Morzin wurde.

Nach der Auflösung der Kapelle trat er 1761 die Stelle des 2. Leiters der Kapellmeisters am Fürstenhof Esterházy an, 1766 wurde er selbst der Kapellmeister. Seine Kompositionen waren hauptsächlich für den Fürsten, viele unterschiedliche Werke, aus denen aus heutiger Sicht v.a. die Sinfonien und Streichquartette wegen ihrer Originalität hervorragen. So sind z.B Haydns sechs Streichquartette op. 20 voller spannender Experimente, zeigen sich romantisch, sind dem “Sturm und Drang” zugeneigt. Auch Haydns Sinfonien gehen ab Mitte der 1760er Jahre in diese Richtung: Moll-lastig und voller Leidenschaft.

Haydns Experimentierfreude dauerte nur ein paar Jahre, anschließend beschritt er andere, aber nicht weniger spannende Wege. Er blieb bis zum Tode des Fürsten Nikolaus I. Esterházy de Galántha im Jahre 1790 am Hof.

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