Chronik: 16. Jahrhundert – 1531

1531: Zweiter Kappeler Krieg / Tod Zwinglis / Heinrich Bullinger wird Nachfolger
Schon länger deutete sich eine kriegerische Auseinandersetzung in der Schweiz an: Altgläubige und der Reformation anhängige Orte standen sich schon seit einigen Jahren recht unversöhnlich gegenüber. 1529, im so genannten Ersten Kappeler Krieg, konnte ein Krieg noch abgewendet werden. 1531 kam es dann doch zur Schlacht, bei der Zürich und seine Verbündeten eine Niederlage hinnehmen mussten. Zwingli, der seine frühere pazifistische Haltung schon längst aufgegeben hatte und auch Gewalt zur Durchsetzung der Reformation befürwortete (Jung, Reformation, 2008, S. 71), starb in dieser Auseinandersetzung. Sein Nachfolger wurde Heinrich Bullinger.

1531: Gründung des Schmalkaldischen Bundes / Nürnberger Anstand (1532)
Der Bund war ein Verteidigungsbündnis der evangelischen Reichsstände gegen die Religionspolitik Karls V. Der Kaiser reagierte, da er auf die Hilfe dieser Reichstsände gegen die weiter vordringenden Türken angewiesen war, mit dem “Nürnberger Anstand”. Bis zu einem Konzil wurde den Reichsständen die freie Religionsausübung zugestanden.

1531: Hinrichtungen von Täufern in Amsterdam
In Amsterdam predigte ein Täufer, der zuvor in Emden mit Melchior Hofmann gewirkt hatte, die Lehre der Täufer: Jan Volkerts Trypmaker. Zunächst zeigte sich die Obrigkeit recht tolerant, schritt dann aber doch ein und nahmen ihn fest. Kaiser Karl V. ordnete durch Boten an, dass die Täufer hingerichtet werden sollten. Dieses Urteil wurde Volkerts und acht weiteren Personen vollstreckt. Melchior Hofmann, der sich zeitweise auch in Amsterdam aufhielt, ordnet an, dass das Taufen dort vorerst eingestellt werden solle, um weitere Verfolgungen zu vermeiden.

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