WebHistoriker
  • Startseite
  • Blog
  • 16. Jahrhundert
  • 17. Jahrhundert
  • 18. Jahrhundert
  • Themen
  • Literatur und Links
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Chronik: 17. Jahrhundert – 1648

1648: Westfälischer Friede

Der Westfälische Friede bestand aus den Friedensschlüssen von Münster (zwischen Frankreich und dem Kaiser) und Osnabrück (zwischen Schweden und dem Kaiser). Hinzu kam ein Sonder-Friedensvertrag, der die Unabhängigkeit der Niederlande von Spanien festschrieb.

mehr zum Westfälischen Frieden im Artikel „Der Dreißigjährige Krieg und der Westfälische Frieden“

ab 1648: Absolutismus

„L’État c’est moi“ – diese Worte hat wohl jeder schon einmal gehört – zumindest im Geschichtsunterricht. Ausgesprochen hatte sie angeblich der Sonnenkönig Ludwig XIV. Dieser war seit seinem vierten Lebensjahr (1643) König in Frankreich, ab 1661 alleiniger Herrscher. Wenngleich er diesen Satz wahrscheinlich nicht selbst sagte, zeigen die Worte doch den Grundtenor einer absolutistischen Herrschaft an: Ich, der König, bin der Staat, ich bestimme, was Gesetz wird und wie dieses zu verstehen ist, ich erkenne nur Gott als Autorität an, und nicht Stände, Kirche oder sonstige Mächte – und: Widerstand ist nicht erwünscht.

Der absolute Herrscher stand also im Zentrum der Macht, schaltete weitgehend andere Gewalten aus. Ob es einen solchen Typus des absolutistischen Herrschers in Gänze je gegeben hat, ist historisch nicht belegt. Als Prototyp wird eben der genannte Ludwig XIV. genannt, der eigene Gesetzeswerke schuf und dadurch die eigentlichen gesetzgebenden Instanzen ausschaltete. Er suchte den Adel zu entmachten, ihren Einfluss zu nehmen, indem er ihn an den königlichen Hof zog, versehen mit für den König kontrollierbaren Aufgaben. Eine einheitliche Konfession sollte jeglichem Eindruck geteilter Machtverhältnisse entgegenwirken. Dafür wurde beispielsweise die Minderheit der Hugenotten bekämpft, indem sie in die „alte“ Kirche zurück gedrängt werden sollten. Viele flohen aus Frankreich, trotz Auswanderungsverbot. (Siehe: 1685: Edikt von Fontainebleau: Flucht vieler Hugenotten aus Frankreich)

Das Militär wurde einer deutlichen Disziplinierung unterzogen: „Uniformierung, Kasernierung, Exerzieren“ (Burkhardt, Johannes: Frühe Neuzeit, 1985, S. 190), das Heer deutlich vergrößert. Die Kosten dafür sollten durch eine staatliche „Wirtschaftspolitik“ (ein Begriff, der nicht in heutigem Sinne zu verstehen ist) aufgebracht werden: Der Merkantlismus war geboren, wenngleich der Begriff dafür erst sehr viel später geprägt worden ist. Grob erklärt ist unter Merkantilismus die Vorstellung zu verstehen, dass die Wirtschaft zentral, also vom Staat vorangetrieben wurde, und dieser Staat wie ein Kaufmann handelte: Ausgehend von dem Prinzip, dass der Reichtum der gesamten Welt immer gleich ist und nur durch Umverteilung ein Staat reicher sein kann als der andere, galt es, möglichst mehr Waren ins Ausland zu verkaufen als einzuführen. Der eigene Geldbestand sollte durch diese „aktive Handelsbilanz“ vermehrt werden. (Burkhardt, Johannes: Frühe Neuzeit, 1985, S. 190).

Doch auch die Macht des Sonnenkönigs war nicht absolut: Auch er musste weiterhin Rücksicht nehmen auf die alten Eliten und Kompromisse finden. Aus diesem Grund (aber nicht nur deswegen) wird der Begriff „Absolutismus“ als Bezeichnung für eine Epoche vielfach kritisiert, aber in Ermangelung einer Alternative oftmals beibehalten.

Die deutsche Variante des Merkantilismus wurde Kameralismus genannt.

17. Jahrhundert: Ereignisse

1600 1601 1602 1603 1604 1605 1606 1607 1608 1609 1610 1611 1612 1613 1614 1615 1616 1617 1618 1619 1620 1621 1622 1623 1624 1625 1626 1627 1628 1629 1630 1631 1632 1633 1634 1635 1636 1637 1638 1639 1640 1641 1642 1643 1644 1645 1646 1647 1648 1649 1650 1651 1652 1653 1654 1655 1656 1657 1658 1659 1660 1661 1662 1663 1664 1665 1666 1667 1668 1669 1670 1671 1672 1673 1674 1675 1676 1677 1678 1679 1680 1681 1682 1683 1684 1685 1686 1687 1688 1689 1689 1690 1691 1692 1693 1694 1695 1696 1697 1698 1699

Kaffee-Spende für den WebHistoriker?

Tasse MilchkaffeeUnterstützen Sie die Arbeit für diese Website – mit einmalig 3,- Euro per PayPal. Vielen Dank!

> Kaffee-Spende für den WebHistoriker (PayPal)

(Dieser Link führt zu einer PayPal-Unterseite. Dort können Sie sich anmelden – sofern Sie ein PayPal-Konto besitzen – und die Kaffee-Spende bestätigen.)

Schlagwörter

Absolutismus Astronomie Augsburger Reichstag Barock Bauern Bauernkrieg Bekenntnisschriften Calvin Calvinismus Dreißigjähriger Krieg England Frankreich Gegenreformation Hexen Hexenwesen Johann Sebastian Bach Karl V. Katechismus katholische Reform Kirchenordnungen Klassik Krieg Kunst Literatur Luther Mozart Musik Niederlande Oper Pest Philipp I. Polen Reformation Regensburg Religion Renaissance Russland Schweden Sinfonie Thesenanschlag Türken Universitäten Zwingli Zürich Österreich

Über diese Seite

WebHistoriker.de ist ein privates Internet-Projekt von Michael Schnell, das sich vornehmlich mit der Frühen Neuzeit (16.–18. Jahrhundert) beschäftigt und, auf wissenschaftlichem Niveau, alle an Geschichte Interessierten ansprechen möchte. Weitere Informationen:

Über WebHistoriker und über mich

Kontakt / Impressum

Datenschutz

Link to: Chronik: 17. Jahrhundert – 1645 Link to: Chronik: 17. Jahrhundert – 1645 Chronik: 17. Jahrhundert – 1645 Link to: Chronik: 17. Jahrhundert – 1649 Link to: Chronik: 17. Jahrhundert – 1649 Chronik: 17. Jahrhundert – 1649
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen